Eine Ikea-Küche? Kaufen Sie lieber woanders!

Über den ersten Teil meines Küchenkaufs bei Ikea habe ich ja bereits bei etailment geschrieben. Und ich kann jetzt schon einmal das Fazit ziehen. Eine Ikea-Küche kommt mir nie wieder ins Haus. Damit kann ich noch nicht einmal etwas zur Qualität sagen. Denn ich habe noch gar keine.

Kundengespräch vs. unverbindliches Plaudern

Die Mitarbeiterin im Einrichtungshaus in Hamburg-Moorfleet schien ja das erste Gespräch für eine unverbindliche Plauderei gehalten zu haben, als sie meinte, es reiche „dicke“ wenn ich 4 Wochen vor dem Umzugstermin meine Küche final kaufe. Das erwies sich als falsch. Seit 10 Tagen sitze ich jetzt in meiner Wohnung mit einem leeren Raum. Weil das ja so „dicke“ reichte.

Die Lieferung – der Kunde ist gefragt

Am Samstag wurde die Küche geliefert. Der Hermes-Spediteur rief an und zur Sicherheit sagte ich, ich werde mit „Ikea Karte“ bezahlen. „Ja, ec-Karte“. „Nein, gerade nicht ec-Karte, fragen Sie lieber bei Ihrer Zentrale nach, wie das mit der Ikea-Karte geht“. Die Möbel kamen. Der Mann hatte keinen Schimmer. Dank internem Infosystem ermittelte er, dass er bei der Ikano-Bank anrufen muss. Leider war er dann schon überfordert, als die Dame am Telefon nach dem Rechnungsbetrag fragte. „Nein, das ist die Lieferscheinnummer. Der Kunde soll doch etwas bezahlen. Den Betrag brauche ich“. Ich zeigte ihm die Stelle auf dem Lieferschein und ließ die Dame wiederholen, dass nach dem Autorisierungscode die Rechnung bezahlt sei. Liebes Ikea-Marketing: Eure letzte Meile ist dermaßen unprofessionell, das lässt sich kaum beschreiben.

Der Küchenbauer

Am Vortag der Lieferung rief der beauftragte Küchenbauer an. Er sicherte das Erscheinen für heute um 9 Uhr zu. Dementsprechend wurde hier jetzt auch alles geplant. Übrigens, zahle ich 1.000 Euro für die Montage. Das ist also kein Almosen. Heute um 8 Uhr 45 rief nun ein Monteur an, um mir mitzuteilen, dass das Team, das eigentlich erscheinen sollte, sich leider krank gemeldet habe. Die haben Magen-Darm. Er wird das nun übernehmen, kann aber frühestens gegen Mittag da sein. Er meldet sich dann vorher.

Sie glauben nicht ernsthaft daran, dass die dann heute auch fertig werden, oder? Ich auch nicht. Und über dieses amateurhafte Auftreten verliert Ikea so gar kein Wort. Bei jedem anderen Unternehmen hätte ich bereits den Chef rundgemacht und mal gefragt, wer mir eigentlich 10 Tage Essen gehen bezahlt und die verlorene Zeit des heutigen Tages. Aber Ikea hat ja super Musik in der Warteschleife.

Fazit: Wenn Sie eine Küche brauchen. Kaufen Sie sie sonstwo, aber nicht bei Ikea. Denn Service ist hier exakt 0,00.

Umziehen mit Möbelspedition Sven Ehrlich – bedingt empfehlenswert

Nachdem der Termin für den Einzug ins neue Domizil für mich und meine Kinder festgelegt war, suchte ich im November ein Umzugsunternehmen, das unseren Hausstand innerhalb Ahrensburgs durchführen sollte. Der bisher zweimal in diesen Dingen von mir betraute Familienbetrieb hatte leider aufgegeben. Ich gab dem Umzugsunternehmen Sven Ehrlich aus Bargteheide bzw. Ahrensburg eine Chance.

Das Vorgespräch

Umzugsunternehmen machen es sich im Web recht leicht. Um einen Kostenvoranschlag zu erhalten, soll der Kunde doch gefälligst angeben, was er denn transportieren möchte. Das gilt für alle Webseiten, die ich besucht habe. Aus ganz praktischen Gründen ging das nun nicht, da noch nicht klar war, was ich denn überhaupt an alten Möbeln mitnehmen wollte. Zum anderen beantwortet das nicht zuverlässig die Frage, wie viele Umzugskartons ich für das Inventar benötige. Also füllte ich das Kontaktformular aus, brachte mein Anliegen vor und wartete auf Antwort.

Die kam dann auch prompt am nächsten Tag in Form eines Anrufs. Wir vereinbarten einen Termin und zur gewünschten Zeit klingelte der sympathische Disponent an meiner Haustür.

Nach einem Rundgang wurde die Zahl der Kartons berechnet und ein Angebot für die nächsten Tage zugesagt. Das kam auch schnell und per E-Mail. Sven Ehrlich war etwas teurer als ein zweites Angebot, ich hatte vom Vorgespräch aber einen positiven Eindruck und bestätigte den Auftrag. Ich gab den Termin bekannt sowie den Wunschtermin für die Anlieferung der Kartons. Der Auftrag wurde bestätigt.

Kommunikation vor dem Umzug

Etwa drei Wochen später erhielt ich einen Anruf von einem Mitarbeiter des Unternehmens, der mit mir ein paar Termine „festlegen“ wollte. Dabei fragte er, wann ich denn umziehen wolle. Als ich ihm antwortete, dass ich den Termin doch bereits bestätigt hatte und auch eine Bestätigung vom Unternehmen habe, meinte er, dass das dann wohl nicht richtig notiert worden sei.

So etwas kann ja mal passieren. Stutzig wird der Kunde dann indes, wenn kurz vor Weihnachten, knappe vier Wochen vor dem Umzug der (jedenfalls nach der Stimme zu urteilen) gleiche Mitarbeiter erneut anruft, um sich nach Terminen zu erkundigen und vor allen Dingen auch nach dem Liefertermin für die Kartons. Ich bestätigte also erneut den Termin und bekräftigte meine Absicht, am gewünschten Termin umziehen zu wollen. Dann kam Weihnachten.

Nach Weihnachten kam dann der dritte Anruf von Sven Ehrlich, wobei der Termin für die Kartonlieferung angefragt werden sollte. Offen gestanden konnte ich mich jetzt des Eindrucks nicht mehr entziehen, dass in dem Büro die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Wir legten also erneut den Termin für die Anlieferung des Verpackungsmaterials fest. Es folgte Silvester.

Einen Tag vor dem dreimal bestätigten Termin wurde dann die Zusage für die Lieferung der Kartons gemacht, die dann auch zum Wunschtermin ins Haus gebracht wurden.

Umzugsvorbereitungen

Die Kartons von Sven Ehrlich waren bunt zusammengewürfelt und teilweise in einem erbarmungswürdigen Zustand. Etwa 10 Stück waren so verschlissen, dass sie nicht mehr brauchbar waren. Und da überdies das Volumen dann doch größer wurde, rief ich kurzerhand wenige Tage vor Umzug beim Unternehmen an und erbat weitere Kartons. Leider erreichen Sie im Büro von Sven Ehrlich in aller Regel nur einen Anrufbeantworter, der leider keinen Hinweis auf Bürozeiten gibt. Das ist aus Kundensicht alles andere als befriedigend. Am nächsten Tag erfolgt der Rückruf. Der Mitarbeiter teilte mit, er könne die Kartons am nächsten Tag gegen Nachmittag vorbeibringen. Wer leider nicht kam, war der besagte Mitarbeiter. Also hinterließ ich gegen 17:30 Uhr eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, dass ich zwei Tage vor dem Umzug nun langsam die Kartons benötige. Es passierte am kommenden Tag erst einmal nichts. Am Vormittag rief ich dann erneut an und wies darauf hin, dass die Kommunikation per Anrufbeantworter schon recht mühsam sei und bat um einen dringenden Rückruf. Schließlich wolle Sven Ehrlich doch nicht, dass der erste Erfahrungsbericht im Internet dann gleich ein Verriss werde. Ich wurde dann von einer Mitarbeiterin kontaktiert, der ich deutlich machte, dass ich keine Lust habe, die Nacht über zu packen und langsam die Kartons eintreffen sollten. Sie versprach, sich darum zu kümmern. Und tatsächlich kam am Nachmittag dann der erwähnte Disponent, der sich entschuldigte. Wir waren jetzt knapp 15 Stunden vor Umzug. In der Zwischenzeit hatte ich mir auf eigene Kosten übrigens Kartons bestellt.

Der Umzug

Der Tag des Umzugs war alles andere als perfekt gewählt. Es setzten Schneefall und Schneeregen ein. Pünktlich gegen 8 Uhr kam dann die Truppe vom Umzugsunternehmen Sven Ehrlich. Ich besprach mit dem Kolonnenführer die Details und schon ging es los.

Positiv: Es wurde etwa der Hausflur mit Vlies ausgelegt, damit nicht alles durchnässte. Die Mitarbeiter waren alle sehr nett und schienen auch mit Spaß bei der Sache. Einige Ungereimtheiten gab es denn aber doch. So wurden zwei von drei Matratzen in Schutzhüllen transportiert, eine dagegen nicht. Ein Poster auf Rahmen im Wert von 15 Euro wurde mit Schrumpffolie umwickelt, zwei Gemälde im Wert von jeweils einigen Hundert Euro dagegen ohne weiteren Schutz eingeladen. Die Männer arbeiteten zügig und flott. So auch beim Ausladen.

Schäden gab es indes dann doch zu beklagen. Eine Tischplatte muss irgendwo unterwegs heruntergefallen sein. Das Unternehmen bot an, diesen Ikea-Artikel für mich erneut zu besorgen. Bisher habe ich in der Sache noch nichts gehört, aber der Umzug ist ja nun auch erst eine Woche her.

Fazit

Gegen die eigentliche Umzugsleistung kann ich nichts sagen. Es wurde flott gearbeitet und mit Sorgfalt gehandelt. Trotzdem hätte ich mir ja gewünscht, wenn etwa meine Matratze ebenfalls foliert worden wäre. Die Preise von Sven Ehrlich entsprechenden den Mitbewerbern. Bei der Lampenmontage kann er sogar etwas günstiger sein, da hier per Stück und nicht per Stunde abgerechnet wird.

Trotzdem kann ich das Unternehmen nur bedingt empfehlen. Die schlechte Kommunikation und Erreichbarkeit sind alles andere als kundenfreundlich. Das sind dann so Dinge, die einen gerade in der heißen Phase vor einem Umzug ganz schön nervös machen.

Infinity Rebel 54 HFC – toller kompakter Staubsauger von Dirt Devil

Der Infinity Rebel von Dirt Devil ist das neueste Mitglied in unserem Haushalt. Ich stecke mitten in der Vorbereitung eines Umzugs. Sie kennen das ja. In der neuen Wohnung ist noch viel zu tun und dreckig ist es dort auch. Aber in der alten Heimat muss das Leben auch weitergehen. Um den Miele-Staubsauger nicht ständig her und her kutschieren zu müssen, sollte ein neuer Sauger her.
Die Hauptkriterien meiner Auswahl waren:

  • Preiswert,
  • kompakt und
  • gute Saugleistung.

Nach einigen Produktrecherchen bin ich bei Amazon dann auf den Infinity Rebel vom Dirt Devil gestoßen. Der Sauger kostet unter 100 Euro, besitzt gute Kundenrezensionen und kommt ohne Beutel aus. Also mal Schwupps in den Warenkorb damit.

Der erste Eindruck

Zur Lieferung und Verpackung muss man bei Amazon nichts schreiben. Hat alles gut funktioniert. Versendet wurde im Originalkarton. Mit seinen großen Rädern und dem feuerroten Gehäuse wirkt der kleine Sauger richtig knuffig. Und er ist erstaunlich leicht. Der Zyklonsauger ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und erweckt trotzdem keinen billigen Eindruck.

Es steckt jede Menge Zubehör im Karton. Neben der obligatorischen Düse für Teppiche und Hartböden, sind dies ein kombinierter Aufsatz aus Polsterdüse und Möbelpinsel sowie eine Düse für empfindlichere Hartböden wie Parkett oder Laminat. Alle Düsen können direkt an den Handgriff gesteckt werden oder in das Teleskop-Rohr.

Als verwöhnter Miele-Kunde habe ich hier eine Kupplung der Teile vermisst. Rohr, Handgriff und Düse werden tatsächlich lediglich zusammengesteckt. Das wirkt auf den ersten Blick etwas klapprig. Und gerade weil der kleine Sauger ein so geringes Kampfgewicht auf die Waage bringt, klapperte das Herausziehen des Netzkabels denn doch ordentlich.

Der Praxistest – echt saugstark

Nun ist ein vernünftiges Arbeitsergebnis bei einem Staubsauger wohl das wichtigste. Aus meiner Sicht hätte das Netzkabel ruhig etwas länger sein dürfen, um einen noch größeren Radius zu ermöglichen. Gut, dass eine farbige Markierung am Kabel den Anwender warnt, bevor er es zu weit aus dem Gehäuse zieht. Mit einer Nennleistung von 800 Watt fängt der Kleine dann ordentlich an zu saugen. Das Betriebsgeräusch ist überraschend leise. Der Motor selbst tritt hinter das deutlich hörbare Geräusch der Turbine zurück. Eine Wahl der Leistung am Gerät selbst ist nicht möglich. Wenn sich die Düse regelrecht an einem Läufer festsaugt, wie in meinem Fall, kann der Strahl etwas reduziert werden, in dem am Handgriff ein Schieberegler geöffnet wird. Nebenluft-Regler wird das genannt. Wir haben in unserem Haus fast ausschließlich Hartböden und hier schafft der Dirt Devil doch einiges weg. Doch auch auf Teppich macht der Staubsauger eine ordentliche Figur. Für die Reinigungsleistung würde ich doch mal glatte 100 von 100 Punkten geben. Übrigens ist der Infinity Rebel mein erster Sauger ohne Beutel. Der im transparenten Behälter gesammelte Dreck hat mich dann doch schon ordentlich überrascht.

Handhabung im Alltag

Der Staubsauger ist klein und wendig. Meine Befürchtungen, dass er zu leicht sei und auch beim Ziehen die Balance verlieren könnte, erwiesen sich als unbegründet. Was mir persönlich gefällt, ist die einfache Entnahme des Staubbehälters, der auch leicht ausgewaschen werden kann. Obwohl die Steckverbindung zwischen Handgriff und Rohr nicht arretiert werden kann, ist bisher zumindest nichts beim Saugen auseinandergefallen. Etwas unschön finde ich die Unterbringung des Zubehörs gelöst. Denn nur ein Teil der Düsen lässt sich zusammenstecken, um sie mittels einer Klemme am Schlauch befestigen zu können. Es bleiben also Teile zum Wegräumen zurück. Auch das ist bei größeren Modellen komfortabler gelöst.

Fazit: Insgesamt kann ich dieses Modell des Infinity Rebel von Dirt Devil empfehlen. Er bietet ordentliche Arbeitsergebnisse (auf Hartböden und Läufern) zu einem tollen Preis.

Der legt jeden Keller trocken – Rotek ACD-20-DF Luftentfeuchter

Ich wohne (noch) in einem Haus aus dem Jahr 1908. Und da ist es nicht ungewöhnlich, dass der Keller eben gerade nicht trocken ist. Schließlich waren die modernen Dämmstoffe seinerzeit noch nicht erfunden. Da der Keller aber auch als Waschküche genutzt wird und darin auch noch der Wäschetrockner steht, hatte ich irgendwann die Nase sprichwörtlich voll. Es roch einfach zu muffig. Nach diversen Experimenten mit den billigen Granulaten aus dem Baumarkt, sollte ein Luftentfeuchter her. Und nach der eingehenden Lektüre von Produktbeschreibungen habe ich mich für den Rotek ACD-20-DF entschieden. Kurzum: Ich habe den Kauf nicht bereut.

Kompaktes und leichtes Gerät

Der kleine und kompakte Entfeuchter wird sicher verpackt geliefert. Beigefügt ist eine kurze Anleitung, die bei der Inbetriebnahme hilft. Und die erste Lektüre genügt auch bereits, um den Rotek von da an sicher bedienen zu können. Es ist alles fix montiert. Eine Steckdose genügt und es kann losgehen. Dank der Rollen ist der Luftentfeuchter schnell dort, wo er seine Arbeit verrichten soll. Allerdings ist das Netzkabel aus meiner Sicht etwas kurz. 30 oder 40 Zentimeter mehr hätten es schon sein dürfen, dann wäre die Aufstellung im Raum noch flexibler.

Automatik oder Dauerbetrieb

Der ACD-20-DF besitzt ein eingebautes Hygrometer. Mittels der Wahltasten stellen Sie die gewünschte relative Luftfeuchte ein. Damit startet der Kompressor. Und dann können Sie das Gerät in Ruhe seine Arbeit verrichten lassen. Der Hersteller wirbt zwar selbst damit, dass der Entfeuchter flüsterleise arbeitet, aber das ist natürlich Werbung. Für das Entfeuchten von Badezimmer oder zur Unterstützung der Lüftung in Wohnräumen kann er sicherlich genutzt werden. Aber auf die Dauer werden Sie ihn hören und dann doch auch wieder abschalten wollen.
In den ersten Stunden sind die einzig sichtbaren Anzeichen dafür, dass der Entfeuchter seine Arbeit macht, das drehende Rad im Stromzähler, der sich verändernde Wert des Hygrometers und ein sich langsam füllender Wassertank. Dieser hat eine Kapazität von knapp 3 Litern. Je nach Feuchtegrad des Aufstellungsraums ist der Tank dann aber binnen weniger Stunden voll. So wie in unserem Keller. Dann stoppt der Rotek und weist per Display auf den anstehenden Wechsel des Behälters hin. Das ist aber rasch erledigt. Und dank des integrierten Griffs kann der Tank auch sicher transportiert werden.
Statt der Automatik lässt sich auch der Dauerbetrieb einstellen. Dann arbeitet der Entfeuchter solange, bis Sie ihn wieder abstellen.

Tolles Ergebnis

Und sie werden überrascht sein, wie viel Wasser das Gerät tatsächlich aus der Luft und damit auch aus dem Mauerwerk entnimmt. In meinen Fall habe ich zwei Tage lang fleißig den Wassertank entleert. Aber mit tollem Ergebnis. Denn der muffige Geruch war bereits am zweiten Tag verschwunden und das Hygrometer zeigte statt 82 Prozent lediglich 62 Prozent an. Das finde ich für einen alten Keller als durchaus angemessen.

Wartungsarm und moderat im Verbrauch

Was mich bisher von der Anschaffung eines elektrischen Luftentfeuchters abgehalten hatte, war die Sorge um den Stromverbrauch. Klare Sache. Das Ding benötigt für seinen Kompressor Strom. Aber mit einer Leistung von 400 Watt hält sich das durchaus in Grenzen. Alle zwei Stunden eine knappe Kilowattstunde waren mir das Arbeitsergebnis wert. Und mit knapp 180 Euro ist der Apparat auch erschwinglich. An Wartungsarbeiten ist eigentlich nichts auszuführen. Zum Reinigen einfach feucht abwischen, Wassertank regelmäßig leeren und ebenfalls ausspülen und gelegentlich muss das Lufteinlassgitter von Staub gesäubert werden.

Fazit: Der Luftentfeuchter von Rotek ist aus meiner Sicht eine klare Kaufempfehlung für alle, die einen Keller oder die Garage entfeuchten wollen. Auch Wohnungsinhaber von Innenbädern sollten sich die Anschaffung überlegen, um Schimmelbildung vorzubeugen.

Ikeas digitale Scheissprozesse

Dass es bei Ikea bei der Digitalisierung durchaus Potenzial nach oben gibt, habe ich vor einigen Tagen bei etailment geschrieben. Während es von meiner Küchenbestellung noch nichts weiter zu berichten gibt, stolpert das Unternehmen zumindest bei mir auf der letzten Meile. Und das gewaltig.

Online Möbel bestellt

Der Beginn der Geschichte ist schnell erzählt. Im Online-Shop wurden ein paar Regale zusammengestellt. Und für die Lieferung ins eigene Heim bestellt. Brav habe ich bei der Bestellung angeklickt, per Bezahlkarte meine Rechnung begleichen zu wollen. Bestellbestätigung, Liefertermin avisiert – es lief geschmeidig durch. Was man bei meiner Ex-Frau nicht sagen kann. Deren Lieferung wurde jetzt bereits zum dritten Mal verschoben. Na, Glück gehabt.

Das Drama des Bezahlens – Hermes und outgesourcte Prozesse

Heute sollte die Lieferung nun kommen. Und sie kam. Eigentlich alles super. Aber ich sagte, ich wolle per Bezahlkarte … Das war das Debüt für den von Hermes beauftragten Mitarbeiter. Sein Multifunktionsgerät, das sich bereits einmal aufgehangen hatte, sah diese Option nicht vor. Also machte er sich drei Treppen nach unten auf den Weg, um sich wohl bei seiner Zentrale schlau zu machen. Und schwupps, gab es die Option doch. Nun musste er mit seinem Multifunktionsdingens eine Nummer anrufen. Zum Glück war auf Laut gestellt. Er musste also bestätigen, dass ich neben ihm stehe, seinen Namen sagen und bekam eine Autorisierungsnummer.

Wie ich jetzt weiß, war damit der Vorgang abgeschlossen. Meine Karte belastet. Das wusste ich aber nicht, der bemühte Mitarbeiter auch nicht.

Er zog meine Karte also durch seinen Kartenleser, der vorher mühsam per PIN und Bluetooth mit dem Multifunktionsdingens verbunden werden musste. Der akzeptierte die Karte aber nicht. Das Spiel spielten wir dann dreimal, wobei er zweimal neu starten musste. Flehentlich fragte er, ob ich auch per ec-Karte zahlen könnte. Also okay. Gesagt getan. Und nach einem Neustart seines Dingens ging das auch.

Besitzer eines großen Kartonberges rief ich doch mal bei der Ikano-Bank an. In wenigen Wochen kommt meine Küche und die wollte ich dann gern mit der Bezahlkarte…. Die Dame am Telefon war sehr freundlich und erklärte mir, dass meine Karte belastet sei. Das könnte sie sehen. Auf meine Nachfrage kam dann ein: „Dann müssen die ihr Personal richtig schulen. Mit der Codenummer ist der Vorgang abgeschlossen. Wenn Sie per ec gezahlt haben, wurde die Ware jetzt doppelt bezahlt“.

Ich bedankte mich freundlich…

Nun wird es spannend. Denn Vertragspartner ist die ganze Zeit IKEA. Auch auf dem Lieferschein gibt es keinen direkten Kontakt zu Hermes, obwohl die es jetzt verbockt haben. Inzwischen bekam ich auch schon meinen ELV-Beleg. Von einem weiteren Dienstleister, der Hermes wohl diese phänomenalen Lesegeräte stellt, die dann nicht funktionieren.

Hej! Ich habe Dich nicht verstanden …

Also rief ich mal bei IKEA an. Haben Sie schon mal Pastewka gesehen? Wenn er mit Hotlines telefoniert? Es war…genauso, wenn nicht schlimmer. Man nennt zunächst sein Einrichtungshaus oder sagt „Online Shop“. Das habe ich auch in wechselnden Tonlagen viermal getan, bis ich im zweiten Menü anlangte. Übrigens die Option, man solle andernfalls sein Anlegen in einfachen Worten vortragen, ist wohl nur ein Platzhalter. Das funktioniert gar nicht…

Geschlagene 18 Minuten später und mit viel Musik gab ich auf. Es gab keinerlei Durchsagen, wie lange die Wartezeit noch betragen könnte oder wie viele Kunden vor einem sind. Ich startete einen zweiten Versuch. Die ACD-Anlage von Ikea muss aus der Steinzeit sein, denn spätestens hier wird üblicherweise ein Anruf gleich nach vorn priorisiert, schließlich hat der Kunde angerufen, sein Anliegen wurde nicht bearbeitet und er hat 20 Minuten gewartet. Aber die ACD von Ikea interessiert das nicht. 12 Minuten später legte ich auf und schrieb eine Mail.

Der Autoresponder teilte mir mit, dass man derzeit leider vier Tage für eine Reaktion benötigt. Wir fassen also mal aus Kundensicht zusammen:

  1. Ikea verlässt sich auf der letzten Meile auf einen Dienstleister, dessen Personal einen peinlichen Fehler bei der Bezahlung macht.
  2. Der Dienstleister nutzt einen Dienstleister für die Zahlungsabwicklung.
  3. Der Dienstleister selbst ist nicht erreichbar.
  4. Ikea unterhält zu wenig Kapazitäten, um in adäquater Zeit einen Mitarbeiter mit der Problemlösung betrauen zu können.
  5. Der Kunde hat die gleiche Ware zweimal bezahlt, verursacht durch den Dienstleister, hat aber keinen festen Ansprechpartner.

Wer auch immer da die Verantwortung für Sales- und Kundenservice trägt. Er sollte mal bei sich selbst einkaufen.