Blogger Extension für Firefox

Eine der Funktionen, die im Zusammenhang mit dem neuen Browser Flock immer wieder gelobt wird, ist der integrierte Editor, der es dem Blogger leicht macht, einen neuen Artikel im Blog zu schreiben. Performancing stellt nun eine solche Extension für Firefox vor, die, leider keine Selbstverständlichkeit, problemlos auch mit dem Firefox unter Linux funktioniert.

Die Installation nutzt dem XPI-Mechanismus. Nach dem Neustart des Browsers fördert ein Druck auf die F8-Taste einen sehr übersichtlich gestalteten Editor ans Licht. Zunächst muss dort aus den angebotenen Blogtypen eine Auswahl getroffen werden. Im Falle einer eigenen WordPress-Installation genügt die Angabe zum Pfad auf die XML-RPC.
Editor von Performancing in Firefox
Der Editor ist einfach zu bedienen und durchdacht gestaltet. Dem Autor stehen alle eingerichteten Kategorien seines Blogs sowie die letzten Beiträge zur Verfügung. Integriert ist eine kleine Vorschau, die Arbeit direkt am Quellcode und eine WYSIWYG-Ansicht. Sehr gut gefallen hat mir persönlich auch die Möglichkeit, Artikel als Notiz bzw. Entwurf zu speichern, ohne diesen an das Blog senden zu müssen. So lässt sich die Arbeit auch einmal unterbrechen.

Für mich noch ein Grund weniger, Flock, über den ich hier berichtet habe, einzusetzen. Seit der Veröffentlichung der Preview hat es kein neues Release mehr gegeben. Der Browser arbeitet also immer noch langsam, den Editor brauche ich auch nicht mehr, und zur Anzeige der Links aus del.icio.us gibt es ja auch eine Extension für Firefox.

HipCal – webbasierter PIM

Logo HipCal
Mit HipCal steht ein weiteres Angebot zur Verfügung, um Termine, Aufgaben und Kontakte im Web zu verwalten. Es versteht sich von selbst, dass der Dienst sich selber noch als Beta bezeichnet. Die Registrierung ist einfach und schnell. Nach Eingang der Bestätigungsmail können Sie bereits daran gehen, Ihre ersten Aufgaben und Termine zu hinterlegen. Derzeit gibt es allerdings noch keine Werkzeuge, die einen eventuell bereits vorhandenen Datenbestand PC-Programmen zu übernehmen. Das schafft gerade bei der Pflege von Kontakten doppelte Arbeit.

Das Kalendermodul verfügt über alle Funktionen, die heute als Standard gelten dürften. Sie können zwischen verschiedenen Ansichten wählen und auch wiederkehrende Ereignisse notieren. Auf Wunsch werden Sie an die Fälligkeit per E-Mail erinnert. Die Bedienung selbst ist intuitiv. Die Entwickler machen verhalten Gebrauch von AJAX, allerdings suchen Sie nach einer weitergehenden Mausunterstützung, etwa zum Verschieben von Terminen vergeblich.

Bei der Anlage einer neuen Aufgabe haben Sie die Wahl zwischen drei verschiedenen Prioritäten. Ist die Aufgabe fällig, erhalten Sie auf Wunsch eine E-Mail. Lästig ist allein die Terminierung einer Aufgabe. Geben Sie ein Fälligkeitsdatum ein, muss auch eine Uhrzeit eingestellt werden.

Oberfläche von HipCal

In der Kontaktverwaltung finden Sie die üblichen Felder vor. Zu den genannten Funktionen lassen sich in HipCal Gruppen anlegen, die privat und öffentlich sein können. Wenn Sie die Inhalte einer Gruppe abonnieren, erscheinen deren Termine und Ereignisse in Ihrem eigenen Kalender. So finden Sie hier auch bereits eine noch im Entstehen begriffene Gruppe mit deutschen Feiertagen.

HipCal macht schon einen ausgereiften Eindruck. Der Dienst ist noch kostenlos.

Die Blogosphäre: Heute – wir basteln uns ein Lesezeichen

Web 2.0, Socialsoftware, schön und gut. Alle diese neuen Angebote machen Spaß und so neugierig auf die weitere Entwicklung wie Anfang der 90er Jahre. Aber, was für mich das Internet immer noch so faszinierend macht, sind kleine Schätze, über die man durch Zufall beim Surfen oder del.icio.us (endlich wieder mit Strom versorgt, scheint’s) stolpert.

In diesem Fall Lesezeichen zum Selberbasteln von Fabio Sirna. Einfach das PDF herunterladen, ausdrucken und nach Anleitung falten und ausschneiden. Schon hat man ein kleines analoges Lesezeichen zur Hand. Danke, Fabio!

Noch ein Collaborations-Service: Rallypoint


Sitzen heute zwei Web-Entwickler zusammen, einigen sie sich entweder auf die Programmierung eines Bookmarkmanagers oder einer webbasierten Textverarbeitung. In die Reihe der Collaborationslösungen mit bislang unbekanntem Geschäftsmodell reiht sich nun Rallypoint ein. Rein funktional und optisch steht der Dienst Writeboard näher als etwa Writely.

Die kostenlose Registrierung führt zu einem noch leeren Dashboard. Dort legen Sie neue Seiten an, die mit einem einfach zu bedienenden Editor bearbeitet werden. Die Seiten können wiederum zu Dokumentsammlungen zusammengestellt werden. Mit bis zu 5 Benutzern dürfen Sie an Dokumenten arbeiten, die zusammen nicht mehr als 25 MB auf dem Server belegen dürfen. Über Änderungen werden Sie automatisch informiert, wenn das Dokument von Ihnen abonniert wurde.

Mehr Funktionen stehen derzeit nicht zur Verfügung. Unter einer nüchternen Oberfläche finden sich auch Einsteiger schnell zurecht. Beim Einsatz von AJAX haben sich die Entwickler recht wohltuend zurückgehalten. So hat der Nutzer nie den Eindruck, dass es bei einer Funktion um Effekthascherei gegangen ist. Rein optisch gefällt mir persönlich Rallypoint etwas besser als Writeboard. Bis zum Funktionsumfang von Writely ist es aber noch ein weiter Weg.

Ein Dokument wird bei Rallypoint bearbeitet

Peoplefeeds – präsentieren Sie sich zentral


Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle SuprGlu vorgestellt. Dort werden auf Ihrer persönlichen Startseite die Inhalte verschiedener Social-Plattformen aggregriert.

Einem ähnlichen Ansatz folgt Peoplefeeds. Nach der kostenlosen Registrierung legen Sie dort Ihre persönliche Profilseite an. Die Einbindung Ihrer Bookmarks aus del.icio.us sowie Fotos aus Flickr ist bereits direkt vorgesehen. Außerdem können Sie per XML-RPC eine Verbindung zu Ihrem Blog aufbauen, um somit ebenfalls die aktuellsten Beiträge zu präsentieren.

Da auch beliebige RSS-Feeds auf der Profilseite platziert werden können, ist die Integration weiterer Angebote ohne Probleme möglich. So können Sie auch Ihre Pläne und Vorhaben aus 43things oder 43places präsentieren. Die Inhalte der Profilseite können wiederum selbst über RSS abonniert werden, genauso wie die Inhalte anderer Nutzer des Systems.

Profilseite bei Peoplefeeds

Im Vergleich zu SuprGlu wirkt Peoplefeeds weniger verspielt, was aber zur Übersichtlichkeit beiträgt. Achja: Meine Profilseite dort: http://peoplefeeds.com/slamprecht/profile