Clipmarks – eine gute Alternative zu Furl

Während die Alternativen zu del.icio.us ja wie Pilze aus dem Boden wuchsen (Taggle, Simpy, Blinklist), war Furl einigermaßen konkurrenzlos. Mit Clipmarks ändert sich dies.

Clipmarks im Einsatz auf Heise

Mit diesem Service speichern Sie Teile oder ganze Internetseiten in einem persönlichen Archiv. Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, wird ein kleines Bookmarklet angeboten, das auch im Firefox unter Linux ausgezeichnet funktioniert. Sind Sie beim Surfen auf eine interessante Information gestossen, klicken Sie einmal auf den neuen Schalter “Clip It”. Damit wählen Sie ganz komfortabel den Teil des Dokuments aus, den Sie speichern wollen. Mit “Save It” übernehmen Sie den Inhalt in Ihr Archiv.

Gerade die Möglichkeit, nur bestimmte Ausschnitte aus einer Seite speichern zu können, gefällt mir persönlich sehr gut. Die Elemente aus Ihrem Archiv dürfen als öffentlich oder privat gekennzeichnet werden. Ordnung schaffen Sie durch ein zweistufiges System. Einerseits lassen sich die klassischen Ordnerhierarchien anlegen, andererseits weisen Sie einem Element Stichwörter zu. Nach diesen kann auch in allen öffentlichen Archiven gesucht werden.

Den sozialen Austausch fördernd sind u.a. folgende Funktionen:

  • Veröffentlichung der letzten eigenen Clippings durch eine Cliproll, die auf der Homepage oder im Blog präsentiert werden kann.
  • Verfolgen der Clippings anderer Nutzer
  • Suche nach Tags und den damit verbundenen öffentlichen Clippings.

Die Benutzung von Clipmarks ist dank AJAX sehr einfach und schnell. Das Angebot macht einen sehr runden und vielversprechenden Eindruck.

Ein VMWare Clone – und ein guter dazu

Wer viel Software und Betriebssysteme testen muss oder will, ohne sein Produktivsystem zu beeinträchtigen, hatte bisher nur zwei Alternativen. Entweder für Testzwecke einen eigenen PC abstellen oder eine Lizenz von VMWare besorgen. Mit seinen virtuellen Maschinen erlaubt es VMWare unter Windows und Linux unterschiedlichste Betriebssysteme auszuprobieren. Nun gibt es eine dritte Möglichkeit, denn vor kurzem trat mit Parallels ein neuer Anbieter auf den Plan. Im Vergleich zu seinem Mitbewerber lockt dieses Unternehmen mit einem absoluten Kampfpreis von 49 Dollar für eine Lizenz seiner Workstation. Das musste ich mir ansehen.

Zunächst habe ich mich für die virtuelle Maschine unter Linux entschieden. Dabei muss ich zugeben, dass ich das Kleingedruckte nicht gelesen habe, und direkt das RPM installierte. Schade: Ein 64-Bit-System wird derzeit als Host noch nicht akzeptiert. Unter einer 32-Bit Suse 9.3 verlief die Installation hingegen ohne Probleme, vorausgesetzt, auf dem System liegen die zum Kernel passenden Sourcen vor. Die Einrichtung eines neuen virtuellen Computers ist mit wenigen Mausklicks erledigt. Wie bei allen Emulatoren gilt, dass Sie pro installiertem Betriebssystem 1 bis 2 GB an Festplattenspeicher vorhalten sollten, Um flüssig mit Host und virtuellem PC arbeiten zu können, sind ausreichende RAM-Reserven notwendig.

Agnula unter Windows XP

Ebenfalls problemlos war die Installation unter Windows XP. Hier entfällt natürlich das Hantieren an einem Kernel. Setup aufrufen und den ersten virtuellen Rechner zusammenstellen, mehr bleibt nicht zu tun.

Die Arbeit mit Parallels verlief ohne Probleme. Unter Windows XP habe ich ohne Schwierigkeiten einen virtuellen Rechner mit Agnula betrieben. Auch unter Linux klappten Arbeiten wie Booten, Formatierungen und Netzwerkzugänge mit verschiedenen Betriebssystemen anstandslos.

Fazit: Dieser VMWare-Clone arbeitet bereits erstaunlich stabil und erweist sich als schneller Emulator. Zu diesem Preis machen Sie hier wirklich ein Schnäppchen.

yED – ein geniales Zeichenwerkzeug

Einer Anregung von Simon folgend habe ich mir mal eine aktuelle Version von yED besorgt. Die Software ist sehr sauber in Java programmiert und gehört zu den vielseitigsten und besten Anwendungen, die ich in den letzten Monaten gesehen habe.

yED ist ein grafischer Editor: Kein Mindmapper, kein Zeichenprogramm und auch keine Bildbearbeitung. Es dient dem Zeichnen von einfachen geometrischen Formen, die sich mit Linien verbinden lassen. Vom Grundkonzept ist yED also eher mit Visio oder Kvio , weniger mit Freemind zu vergleichen. Sie klicken in der Zeichenfläche einfach mit der Maus, um eine neue Figur zu platzieren. Durch Markieren können Größe und Lageverändert werden. Zum Repertoire von yED gehören nicht nur Rechtecke, sondern auch Ellipsen, Parallelogramme, Trapeze und Hexagone. Dank der durchgängigen Unterstützung von Kontextmenüs passen Sie Form und Farben schnell an Ihre Wünsche an. Die grafischen Effekte umfassen alles, was Sie im Alltag benötigen werden. Von Schattierungen bis hin zu Transparenz ist alles möglich.

Was bei anderen Programmen zu einem leidigen Gefummel ausartet, nämlich mehrere Zeichnungselemente miteinander zu verbinden, ist für yED eine Kleinigkeit. Einfach innerhalb einer Figur mit der Maus klicken und den Zeiger zur nächsten Figur bewegen. Bei den Verbindungen sind nicht nur gerade Linienzüge, sondern sogar Bézierkurven möglich. Fast von selbst versteht sich, dass yED auch unterschiedliche Pfeiltypen kennt.

yED Oberfläche

Figuren und verbinden können völlig frei auf der Zeichenfläche platziert werden. Das kostenlose Programm bietet aber auch vorgefertigte Layouts an, die sich um eine ansprechende Positionierung der Elemente kümmern.

Ihre Arbeitsergebnisse speichern Sie auf Wunsch als PNG- oder SVG-Datei. Mit diesem tollen Programm können Sie Abläufe planen, Storyboards entwerfen oder auch Organigramme zeichnen. Ihre Kreativität sind (fast) keine Grenzen gesetzt.

Wer seine Bookmarks lieber für sich behält…

Logo von Looklaterwechselt zu LookLater. Eine neue Plattform für die zentrale Lesezeichenverwaltung, die sich in Aufmachung und Bedienung an del.icio.us orientiert, aber auf dessen soziale Komponente verzichtet. Tags oder Kategorien sucht der Anwender (noch) vergeblich, letztere sind aber bereits angekündigt. Auch die Suche soll noch erweitert werden.

Die Lesezeichen selbst werden über ein kleines Bookmarklet hinzugefügt, das mit einer pfiffigen Funktion aufwartet. Wird auf die Funktion “Enable LookLater” geklickt, können beliebig viele Links auf einer Seite durch die Kombination aus Strg-Taste und Mausklick markiert werden. Mit einem weiteren Mausklick auf das eingeblendete Bookmarklet-Fenster werden dann alle Links dem persönlichen Archiv hinzugefügt. Die Funktion hätte ich auch gern bei del.icio.us. Vielleicht erhört mich ja jemand.

Wer einen Teil seiner Bookmarks dennoch öffentlich machen will, kann dies über die integrierte del.icio.us-Funktion tun. Innerhalb der eigenen Sammlung kann jedes Lesezeichen an den dortigen Account weitergeleitet und mit Tags versehen werden. Auf der eigenen Startseite von LookLater kann nicht nur nach Bookmarks gesucht werden. Wer auf die eigene Surfchronologie blicken will, findet in der Kalenderfunktion ein entsprechendes Werkzeug.

Die Übersicht der eigenen Lesezeichen wartet noch mit einigen netten Zusatzfunktionen auf. So kann zu jedem Lesezeichen eine Google-Suche gestartet werden. Außerdem lässt sich die im Cache von Google befindliche Version der Seite einsehen. Per Link wird außerdem eine Ebay-Abfrage angeboten.

Bookmarkübersicht von looklater

Alles in allem ein vielversprechender Start. Besonders gut gefällt mir die multiple Selektion von Links einer Seite. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Weiterentwicklung von LookLater zu beobachten.