Iprioritize – noch eine GTD Webanwendung

Eines muss man David Allen lassen: Mit seinem GTD hat er einen Stein ins Rollen gebracht, der sich zumindest unter Softwareentwicklern zu einer Lawine entwickelte. Webanwendungen, die das Anlegen und die Pflege von Aufgabenlisten ermöglichen, schießen wie Pilze aus dem Boden. Ob das die Zeichen einer Revolution im Zeitmanagement sind, oder der Grund doch eher darin besteht, dass eine solche Anwendung verhältnismäßig überschaubar zu entwickeln ist, bleibt einmal dahingestellt. Habe ich Ihnen bereits Orchestrate vorgestellt, möchte ich Ihnen Iprioritize nicht vorenthalten.

Die Anlage eines Benutzerkontos erledigen Sie schnell durch Vergabe eines Passworts und die Angabe eines aktiven Mailkontos. Die Oberfläche ist schlicht und intuitiv. Sie legen per Mausklick neue Listen an und befüllen diese anschließend mit Aufgaben, die mit Notizen versehen werden und nach Erledigung abgehakt werden.

Oberfläche iPrioritize
Sie dürfen sich Kopien der Listen per E-Mail zusenden und können die Inhalte auch in einen RSS-Reader einlesen. Natürlich wurde auch hier nicht mit AJAX gespart, allerdings verhält sich Iprioritize für meinen Geschmack etwas zäh. Im direkten Vergleich gefällt mir Orchestrate besser, was aber letztlich Geschmackssache sein dürfte.

Koolim – Konkurrenz für Meebo

So richtig habe ich den Zweck der webbasierten Instant Messenger nie verstanden. Eines der geläufigen Argumente lautet dann immer, dass Systemadministratoren Programme wie den AIM oder YIM argwöhnisch betrachten und als unsicher einstufen, aber die Ports für http-Protokolle geöffnet lassen. Systemadministratoren sperren aber auch gern SSL-Verbindungen der Anwender, was dann die Nutzung etwa von Meebo unmöglich macht. Sei es drum!

Besagter Dienst hat nun einen Konkurrenten auf den Plan gerufen: Koolim. Anderer Name, gleiche Idee. Sie loggen sich auf einer zentralen Seite in ihre verschiedenen Benutzerkonten ein. Es öffnet sich dann ein eigenes Browserfenster, das dem Layout den Messengern nachempfunden ist. Dieses Fenster bleibt selbst dann geöffnet, wenn die Koolim- Startseite im Browser wieder geschlossen wurde. Trotz Alpha-Status funktioniert das alles problemlos.

Koolim

TechCheatSheets sammelt Befehlskürzel und Cheats

Wo finde ich eine Übersicht der Kürzel von vim? Welche PHP-Befehle benötige ich noch mal für ein WordPress-Template? Im Alltag jeden PC-Nutzers stellt sich früher oder später die Frage nach Tastenkombinationen oder Befehlen. Techcheatsheets.com bietet seinen Nutzern, Links zu solchen Befehlsübersichten abzulegen und mittels Tags zu organisieren. Außerdem können Sie Einträge mit einem kleinen Ratingsystem bewerten. Das inzwischen klassische Socialbookmark/Digg-Prinzip also, dem ein neuer Aspekt abgewonnen wurde. Eine durchaus nützliche Anlaufstelle im Web, der ich möglichst viele begeisterte Nutzer wünsche!
Oberfläche TechCheatSheets

Giropay – ein erfolgloses Bezahlsystem?

Das Bezahlsystem giropay ist recht laustark zu Beginn dieses Jahres gestartet. Der Slogan „online zahlt man giropay“ suggeriert (immer noch), dass hier der kommende Standard aus den Startblöcken gekommen ist.

Während ich mich hier etwas mit der Technik von giropay auseinandergesetzt habe, hat Nico den Versuch unternommen, einmal aus Kundensicht den Vorteil von giropay zu erkennen. Anscheinend hat ihm das die Website von giropay nicht so ganz leicht gemacht.

Das managermagazin spendiert giropay jedenfalls die Schlagzeile „erfolgloses Banksystem“. Und mit dem lautstarken Start von Googles Checkout, das erst einmal den Beweis antreten muss, dass es überhaupt etwas kann, spricht sich PayPal-Ebay-giropay zunächst einmal selbst Mut zu. Laut ECIN bieten immerhin bereits 2% der befragten Händler giropay als Zahlungsweg an. Was die Zusammenfassung nur verschweigt: Laut der Studie, die Sie hier herunterladen können, gehören 74% der Befragten dem Kleinunternehmertum mit 1-10 Mitarbeitern an. Ich kann also in kleineren Online-Shops zumindest teilweise mit giropay (aka die Onlineüberweisung) bezahlen. Allein bei den Großen der Branche wie Amazon, Tchibo, Otto usw. nicht.

Da liegt offensichtlich noch eine längere Durststrecke vor den giropay-Machern.

Die PR-Toolbar: Nette Spielerei

Unter www.pr-toolbar.de können Kommunikationsarbeiter kostenlos eine neue Browsererweiterung auf Ihren PC herunterladen. Die Toolbar steht in Versionen für den Internet Explorer und Firefox zur Verfügung. Die Installation in meinem Firefox unter Linux war möglich, allerdings lassen sich damit nicht alle Funktionen richtig nutzen. Die Aktualisierung der bereits enthaltenen RSS-Feeds bringt keine Ergebnisse. Der größte Nutzen der Toolbar liegt für mich persönlich in den mehr als 300 enthaltenen Links. Bilddatenbanken, PR-Ausbildungsstätten, Verbände und Dienstleister liegen wohlgeordnet vor.

Daneben locken noch weitere Funktionen und Gimmicks den Anwender. So können Benachrichtigungen für E-Mail-Accounts eingerichtet werden und Suchabfragen bei Google und Amazon gestartet werden. Letzteres lohnt sich dann natürlich für die Anbieter der Toolbar, da deren Partner-ID im Bestellstring übergeben wird.

PR-Toolbar
Bis die Toolbar geladen wird, vergeht unter Linux doch einige Zeit. Für mich eine nette Spielerei, die ich aber flugs wieder de-installiert habe. Vielleicht ist die nächste Version auch für Nutzer von MacOS und Linux tauglich.