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Falsche Umlaute und Zeichenkodierung in WordPress (UTF-8 Probleme)

Anfang des Jahres hatte mein Provider ein kleines Problem mit seinem Datenbank-Server, der für einige Stunden nicht erreichbar ist. Als die Maschinen wieder hochgefahren waren, entdeckte ich hier auf dem Blog, dass alle Umlaute falsch dargestellt wurden. Auch im Backend von WordPress tauchten nicht die korrekten Umlaute auf. Und wurde ein Beitrag geöffnet, zeigt der Editor von WordPress eine leere Seite.

Ein Blick in die Datenbank zeigte, dass hier alle Umlaute korrekt waren. Eine Abfrage mit dem wunderbaren Werkzeug MySQLDumper erbrachte, dass der Server so eingestellt ist, dass Verbindungen per UTF-8 beantwortet werden. Da ich selbst nichts verändert hatte und im vergangenen Jahre in der Datenbank alles auf UTF-8 umgestellt hatte, wandte ich mich an den Support.

Der schlug zunächst vor, die PHP.ini anzupassen: default_charset = "utf-8". Das brachte leider gar nichts. Und da ich keine Zeit für weitere Recherchen hatte, schaltete ich kurzerhand die Seite in den Wartungsmodus.

Nun wollte ich mich der Sache mal erneut annehmen. Und hier die Lösung. Ich habe in den Details zur Datenbank in der wpconfig folgende zwei Zeilen hinzugefügt.

define('DB_CHARSET', 'utf8');
define('DB_COLLATE','');

Und das war es dann auch schon.

WordPress-Themes mit Poedit Pro schneller übersetzen

Viele WordPress-Vorlagen werden leider nur in Englisch angeboten. Was für den Redakteur im Backend kein Problem sein mag, wirkt auf der Site unprofessionell. Besonders, wenn dort eine Mischung aus deutschen und englischen Texten zu lesen ist.

Damit das Theme auch die deutsche Sprache beherrscht, muss der Nutzer selbst Hand an die sogenannte POT-Datei legen. Ausdruck für Ausdruck werden die englischen Texte übersetzt, bis am Ende eine MO-Datei angelegt wird. Liegt diese mit korrektem Dateinamen im entsprechenden Verzeichnis, ist das Theme übersetzt.

Poedit Pro greift auf einen Online-Speicher zu. Damit wird das Übersetzen schneller.

Poedit Pro greift auf einen Online-Speicher zu. Damit wird das Übersetzen schneller.

Schon seit Jahren ist Poedit für viele Designer das Instrument erster Wahl, wenn es um die Übersetzung von POT-Dateien geht. Diese werden nicht nur von WordPress, sondern auch in anderen Systemen und Programmen eingesetzt. Nun gibt es neben der bewährten, kostenfreien Version, auch eine kommerzielle Variante von Poedit.

Für 20 Euro erhält der Nutzer echte Mehrwerte:

  • Anwender, die sich in der Struktur und Mechanismen der Sprachdateien in WordPress nicht so gut auskennen, oder schlicht Zeit sparen wollen, werden von einem Assistenten begleitet. Nach Auswahl des lokalen Ordners des Themes kümmert sich Poedit um die Anlage der weiteren Strukturen.
  • Automatisiertes Übersetzen: Mit einem Mausklick können alle nicht bearbeiteten Strings aus dem Übersetzungsspeicher der Anwendergemeinschaft gefüllt werden. Diese werden markiert, damit sie anschließend schnell überprüft werden können.
  • Vorschläge erhalten: Ebenfalls aus dem Online-Speicher erhält der Anwender Vorschläge für die Übersetzung eines Ausdrucks. Mit einem Tastenkürzel kann dann der passende Ausdruck ausgewählt werden. Oder Sie nutzen Ihre eigenen Texte.

Poedit war gut und ist in der kommerziellen Ausgabe noch besser geworden. Wer regelmäßig Themes oder andere Gettext-Dateien zu übersetzen hat, spart mit der Online-Unterstützung wirklich viel Zeit.

Aufpassen, Frederick Townes – wie Geld verdienen mit WordPress gerade nicht funktioniert

Ich mag WordPress nach wie vor, trotz aller Bugs, immer wieder auftauchender Performance-Probleme und den genauso regelmäßig vorhandenen Sicherheitslücken. Seit fast 10 Jahren laufen meine Internetseiten mit der Software. Und ich finde auch überhaupt nichts ehrenrühriges daran, wenn Unternehmer und findige Entwickler gern etwas mit dem Ökosystem WordPress verdienen wollen.

Und es gibt ja inzwischen einige Beispiele für Plug-ins, deren vollständiger Funktionsumfang sich nur nach Erwerb einer Lizenz nutzen lässt.

Ein Beispiel dafür, wie man es dann doch besser nicht macht, ist allerdings Frederick Townes. Seiner eigenen Beschreibung nach der Kopf hinter dem Plug-in W3 Total Cache.

Diese Erweiterung kann den Seitenaufruf von WordPress extrem beschleunigen und wurde in den vergangenen Jahren kostenlos angeboten. Nun hat sich Mister Townes aber überlegt, dass sich bei der Größe seiner installierten Basis ja auch damit Geld verdienen lassen müsste.

Dagegen ist nichts einzuwenden. Eine Pro-Version soll nun mehr Geschwindigkeit und Funktionen bieten. Allerdings bin ich mit der Basisversion mehr als zufrieden. Also habe ich mich zur Nutzung der Community-Edition entschieden.

Mit „Gemeinschaft“ hat das allerdings wenig zu tun. Denn in der kostenlosen Variante bettelt Mr. Townes (ganz in der Tradition aggressiven US-Marketing) auf jeder(!!) Seite des Backends in Form eines Popup-Fenster um einen Tweet oder das Abonnement eines Newsletters.

Wäre das nicht bereits verstörend genug, verschwindet das Fenster nicht einmal, wenn man den Tweet abgesetzt hat. Und genau hier ist dann aus meiner Sicht die Grenze überschritten. Das ist einfach nur geldgierig. Zumal kritische Stimmen in den Nutzerforen der WordPress-Gemeinschaft noch nicht einmal mit einer Antwort bedacht werden.

Sie müssen aufpassen, Mr. Townes. Denn wenn ich mir die aktuellen Bewertungen des Plug-ins ansehe, laufen Sie gerade Gefahr, ihre eigene Arbeit zu ruinieren. Und womit? Mit Recht!

Ich stelle übrigens momentan alle meine Sites gerade um. Denn noch gibt es zum Glück ja auch Alternativen.

AdRotate Pro – lassen Sie das Update lieber

Der eigene Erfolg scheint dem Entwickler von AdRotate offensichtlich zu Kopf gestiegen zu sein. Vielleicht ist er auch einfach schlicht zu jung, um sich an den originären Shareware-Gedanken zu erinnern. Oder er suchte nach einer Möglichkeit, schnell Geld mit seinem Plug-in zu verdienen.

Ich habe einige Jahre AdRotate sehr gern genutzt. Das Programm kümmerte sich (kostenfrei) um die Platzierung von Anzeigen in einer WordPress-Installation, wobei sogar eine Gewichtung der Anzeigen möglich war. Eine super Sache, für die ich auch gern einige Euros via Paypal spendete.

Nun hat Arnan de Gans sich offensichtlich überlegt, dass das Plug-in eine gute Möglichkeit wäre, eine eigene Existenz aufzubauen. Daran ist überhaupt nichts verwerfliches, allein der Weg erscheint etwas bedenklich. Denn im Rahmen eines Bulk-Updates von Plug-ins in meinem WordPress musste ich erstaunt feststellen, dass die aktuelle Version so gar keine Funktionen mehr enthielt, die ich bisher genutzt habe.

Stattdessen befindet sich dort der lapidare Hinweis, dass “einige Funktionen” nun der “Pro-Version” vorbehalten seien.

Lassen Sie sich nicht von “einige” blenden. Bannersteuerung und Auswertungen sind alle nun der Pro-Version vorbehalten. Mit anderen Worten: Ein Programmentwickler kastriert sein kostenfreies Produkt und bittet zur Kasse. Für das, was sich jetzt noch kostenfrei herunterladen lässt, wäre indes die freundlichen Bezeichnung “Demoversion” passender. In der Shareware gibt es dafür den wenig schmeichelhaften Namen “Crippleware”. Statt also den Grundbestand an Funktionen zu behalten und diese mit weiteren Funktionen zu ergänzen, der gegenteilige Weg. Schade…

Da ich keine Lust darauf hatte, mich geschwind nach einer Alternative umzusehen, trug ich mich dann leicht verschnupft mit dem Gedanken, die Pro-Version zu erwerben.

Parsing ist Glückssache!

Wenn man sich die Seite von AdRotate so betrachtet, erhält man schnell das Gefühl vermittelt, absolut an der richtigen Stelle zu sein. Zwar wird eingeräumt, dass es sich um ein kleines Business handelt, aber man den Kunden sehr ernst nehme.

Also ab in den Shop und eine Version in den Warenkorb gelegt. Leider fingen damit die Probleme auch schon einmal an. Denn der Shop wollte meine Bestellung nicht akzeptieren. Die Eingabe meiner Umsatzsteuer-ID scheiterte und wurde abgelehnt. Schade, da diese absolut gültig ist. Kurze Nachfrage beim Autor – nun durfte ich bestellen.

Bug-Fixing offensichtlich auch

Der Entwickler nennt folgende Schritte, um das Update durchzuführen:

  • Das alte Plug-in deaktivieren
  • Per FTP die alten Dateien auf dem Server löschen
  • Das neue Plug-in per FTP auf den Server übertragen
  • Das Plug-in aktivieren

Diese Schritte habe ich dann auch durchgeführt. Als ich den Bereich von AdRotate in meinem WordPress gewechselt bin, war ich dann überrascht, dass keine einzige Anzeige zu sehen war. Stattdessen meldete die Software, dass es Probleme gebe.

Ich setzte daraufhin dann ein Ticket ab. Lobenswert: Obwohl Samstag hatte ich wenige Minuten später bereits eine Antwort. Die vorgestellte Lösung, Plug-in de-aktivieren und erneut aktivieren, löste aber nicht das Problem.

Nun wollte der Entwickler gern von mir Zugangsdaten zum Blog mit Administrator-Rechten. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Ich habe bei so etwas immer ein ungutes Gefühl. Richtete aber das Benutzerkonto ein. Parallel schaute ich mit dann mal meine SQL-Tabellen an. Die, die eindeutig AdRotate zuzuordnen waren, waren leider leer. Und zwar vollständig. Kein Wunder, dass keine Anzeigen gefunden werden konnte.

Dies teilte ich, zugegeben inzwischen schon verärgert, dem Entwickler mit. Die Essenz unserer Kommunikation: Ich hätte ihm mehr Zeit für die Fehlersuche geben müssen. Ich hätte die Tabellen gelöscht und falls es ein Problem gegeben habe, hätte dies nichts mit dem Update zu tun, sondern könnte allenfalls durch das Update ausgelöst worden sein. Er hätte die Daten wiederherstellen können.

Wodurch nur? Zauberkräfte?

Fazit: Ich habe Geld für ein Plug-in ausgeben müssen, um Funktionen weiter nutzen zu können. Das Update hat meine Installation so beeinträchtigt, dass ich nun von vorn anfangen musste. Sie können sicher verstehen, dass ich derzeit gar keine Lust auf ein Update einer anderen Installation mit AdRotate habe.

3 Premium Themes zum Schnäppchenpreis

Bei MightyDeals gibt es zur Zeit drei wunderschön gestaltete Themes für WordPress zum Schnäppchenpreis von 29 Dollar. Das ist eine Ersparnis von rund 84(!)%. In dem Paket enthalten sind drei Themes, die sich in erster Linie für ein kommerzielles Blog eignen. Themify ist in der Szene kein Unbekannter und bietet durchdachte Themes an, mit denen sich mit wenig Anpassungsaufwand extrem professionelle Blogs gestalten lassen.

Im Paket enthalten sind:

[unordered_list style=“green-dot“]

  • Biszco: Ein Theme, das mir persönlich sehr gut gefällt. Es bietet einen großen Promo-Bereich und einen Slider, über den aktuelle News automatisch im Wechsel angezeigt werden können.  Ich hatte seinerzeit Themify ebenfalls in die engere Wahl für meine Blog gezogen und auch ausprobiert. Um mit dem Framework umgehen zu können, brauchen Sie wirklich kein Experte zu sein!
  • Edmin: Ist eher für ein Blog, das eine Anmutung eines Magazins erhalten soll. Ebenfalls mit einem Slider, sieht es aber mehr nach Newssite aus.
  • Bloggie: Auch wenn der Name etwas anderes suggeriert. Das Theme eignet sich nicht nur für ein Blog, sondern ebenfalls für einen Auftritt, der an ein Magazin erinnern soll.

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Zu jedem Theme gibt es auch die PSD-Dateien (keine Selbstverständlichkeit) und eine Reihe von Widgets, die sich in der Sidebar platzieren lassen und damit mehr Möglichkeiten eröffnen. Biszco werden ich bestimmt in einem der nächsten Projekt einsetzen. Wer sich die 3 Themes zu diesem Preis sichern will, muss aber schnell sein. Der Deal läuft jetzt gerade noch 20 Stunden!