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DokuWiki mit Plugins für Projektarbeit im Team aufrüsten

Aus meiner Sicht ist Dokuwiki eines der besten Wikis neben Mediawiki selbst. Der Vorteil des bewährten Programms: es speichert die Inhalte in einfachen Textdateien ab, kommt also ohne Datenbank aus. Dokuwiki eignet sich sehr gut für Dokumentationszwecke aller Art, kann aber mit einigen Plugins so ausgerüstet werden, dass damit auch die Abwicklung von Projekten im Team möglich ist.

AVTaskbox

Mit AVTaskbox können Sie direkt auf Ihrer Seite User-Stories platzieren. Die einfache Syntax erlaubt die Beschreibung des Projektschritts zu erfassen sowie die Verantwortlichkeiten und die voraussichtliche Dauer zu hinterlegen. Außerdem können Sie den Fortschritt in Prozentwerten angeben, die dann in Form eines Balkens ausgewertet werden.

EIne Userstory mit dem Plugin AVTaskbox

Discussion

In einem Projekt sind viele Dinge zu besprechen. Mit dem Plugin Discussion richten Sie auf jeder Ihrer Seiten oder auch nur auf ausgewählten Dokumenten einen Diskussionsbereich ein. Dieser beherrscht auch eine Thread-Ansicht. Wenn Sie das Recht haben, die Seite zu editieren, lässt sich bei Bedarf auch eine Diskussion schließen oder die Kommentare ausschalten.

Ein Diskussionsbereich in Dokuwiki

ToDo

Die User-Stories bilden ja in aller Regel eher größere Arbeitspakete. Um die eigene Arbeit einfacher zu organisieren und den anderen Mitgliedern den Fortschritt zu zeigen, eignet sich ToDo. Mit einem einfachen Block im Text erstellen Sie Aufgaben, die bei Erledigung abgehakt werden können. Schnell und unkompliziert.

Eine Todo-Liste in Dokuwiki

Alle drei rüsten das Wiki schon sehr gut auf und erleichtern den Austausch in einem Projektteam enorm.

Ubidesk – webbasiertes Projektmanagement für Teams

Ubidesk heißt das neueste Angebot in der Riege der webbasierten Lösungen für das Projektmanagement. Der Service versteht sich als komplette Arbeitsumgebung für das gesamte Projektteam, d.h., Sie speichern hier nicht nur Aufgaben und Termine, sondern auch Dokumente und Dateien, die im Zusammenhang mit dem Projekt stehen. Innerhalb des kostenlosen Accounts, der Ihnen bereits die Anlage einer unbegrenzten Zahl an Benutzern erlaubt, ist der Speicherplatz auf 50MB begrenzt. Demzufolge können Sie auch weitere Spaces anlegen, nur darf die Gesamtmenge der gespeicherten Daten die Grenze nicht übersteigen. Mehr Möglichkeiten gibt es dann ab 14 Dollar pro Monat.
Ubidesk lässt sich am ehesten als eine Mischung aus Wiki und geführter Aufgabenverwaltung beschreiben. Dies wird bereits auf der Startseite eines Arbeitsbereichs deutlich. Mit einem Klick auf „Edit“ gelangen Sie in den Bearbeitungsmodus und können hier etwa die Ziele des Projekts aufzeichnen oder andere wichtige Informationen für die Teammitglieder bereitstellen. Haben Sie ein Projekt erstellt, was in wenigen Mausklicks erledigt ist, können Sie mit einem Klick auf „Create Task“ eine neue Aufgabe anlegen. In einem kurzen Dialog definieren Sie den Aufgabentext, legen das Start- und Zieldatum zu und wählen das Teammitglied aus, das für die Durchführung verantwortlich ist. Bis zu 1000 Zeichen zusätzlicher Text zur Erläuterung kann eingetragen werden. Die Mitglieder des Workspace dürfen jede Aufgabe kommentieren. Erläuternde Dokumente oder Dateien werden direkt aus dem Dialog heraus hochgeladen.

ubidesk

Integriert wurde auch ein Workflow. Per Mausklick signalisieren Sie die Übernahme einer Aufgabe, was innerhalb der Log-Datei bemerkt wird. Dank der eingängigen, englischsprachigen Benutzeroberfläche, legen Sie auch schnell eine Unteraufgabe an. Damit der Projektverantwortliche und sein Team einen besseren Überblick über den zeitlichen Verlauf des Projekts behalten, ist ein Kalender enthalten, der zusätzlich auch private Termine aufnehmen kann. Sehr gelungen ist aus meiner Sicht der Zeitstrahl (Timeline), der in Flash umgesetzt wurde. Dahinter verbirgt sich eigentlich nichts anderes als ein Gantt-Diagramm, das Sie auf Wunsch auch im Vollbildmodus ansehen und bearbeiten können. Hier wird auch die Bedienung mit der Maus unterstützt. Bei Bedarf verlängern Sie die Aufgabenzeiten oder verlegen per Klicken und Ziehen den Beginn einer Aufgabe. Ubidesk leistet durchaus viel und das zu einem sehr guten Preis. Sofern Sie sich noch nicht für eine andere Lösung entschieden haben, sollten Sie sich den Service einmal ansehen.

The Big Picture – erfrischend neuer Ansatz fürs Projektmanagement

Um Projekte zu planen, ist nicht immer sofort eine Software wie Onepoint, MS Project oder auch OpenProj nötig. In erster Linie ist, abseits der üblichen systemkonformen Definitionen, ein Projekt zunächst einmal ein Plan zur Erledigung zahlreicher Aufgaben. Davon ist ein Projekt aus Ihrer persönlichen Einschätzung wichtiger als ein anderes und somit auch die hiermit verbundenen Aufgaben(pakete). Wenn Sie eine praktische Hilfe zur Sammlung der Tätigkeiten rund um verschiedene Projekte suchen, werfen Sie einmal einen Blick auf The Big Picture. Nach der Eröffnung eines kostenlosen Benutzerkontos gelangen Sie zunächst zu einer leeren Arbeitsfläche. Sie werden unmittelbar dazu aufgefordert, ein erstes Projekt einzuzeichnen. Durch Klicken und Ziehen mit der Maus platzieren Sie einen Kreis und weisen dem Projekt einen Namen zu. Dieses einfache Konzept hat mich sofort begeistert. Durch die Größe des Kreises habe ich ein einfaches Mittel, die Bedeutung eines Projekts zu unterstreichen. Die zweite Möglichkeit besteht in der Wahl der Farbe der Kugel, die Sie natürlich ebenfalls frei definieren können.

big picture 1

Mit einem Klick auf die Figur rufen Sie sich die Arbeitsfläche für das Projekt auf. Über den Link „New Task“ definieren Sie eine Aufgabe, die mit der Maus frei auf der Fläche platziert werden kann. Aus den einzelnen Aufgaben können Sie ganz leicht mit der Maus Pakete schnüren. Dazu klicken und ziehen Sie eine Aufgabe auf eine andere. Jede einzelne Aufgabe oder auch das gesamte Paket kann mit der Maus später als erledigt gekennzeichnet werden. Das funktioniert so einfach und schnell, dass Sie den Unterschied zu einer Desktopanwendung nicht bemerken werden. In jedem Projekt gibt es aber Tätigkeiten, die an eine feste Zeit gebunden sind, also die Verankerung im Kalender benötigen. Das geht mit The Big Picture ebenfalls sehr leicht von der Hand. Sie ziehen eine Aufgabe auf das Kalendersymbol und wechseln damit die Anzeige.

big picture 2

Dort navigieren Sie zum gewünschten Datum und legen den Termin ebenfalls per Drag & Drop an. Die Termine können von Ihnen und den anderen Mitarbeitern des Projekts auch per URL im ICAL-Format abonniert werden. Aufgaben und Termine mailen Sie sich mit einem Mausklick und genauso schnell haben Sie andere dazu eingeladen, mit Ihnen gemeinsam am Projekt zu arbeiten.
Insgesamt hat mich schon länger keine Anwendung nach so kurzer Zeit begeistert, wie The Big Picture. Was meinen Sie dazu? Genügt Ihnen die Anwendung für Ihre Projektplanung?

TaskBarn – ZCope nun auf Englisch

Ich habe an dieser Stelle ja bereits über ZCope berichtet, die Webanwendung für modernes Projektmanagement. TaskBarn verspricht seinen Anwendern ebenfalls Unterstützung bei der Verwaltung von Projekten und damit der Koordination eines Teams. Der Service befindet sich derzeit noch in der Betaphase und erlaubt die kostenlose Eröffnung eines Benutzerkontos. Wenige Augenblicke später betreten Sie dann Ihr Dashboard und können Ihr erstes Projekt anlegen. Neben einer Zusammenfassung und der Bezeichnung des Projekts müssen Sie dabei auch eine Subdomain angeben, über die die Projektseite dann auf dem Server des Anbieters erreicht werden kann. Sind die Rahmendaten eingetragen, machen Sie sich daran, Aufgaben zu notieren.

taskbarn

In übersichtlichen Dialogen tragen Sie eine ausführliche Beschreibung ein, legen das Fälligkeitsdatum fest und weisen bei Bedarf die Aufgabe einem anderen Projektmitglied zu. Die Dialoge sind dabei nahezu selbsterklärend. Was mir an dieser Stelle noch fehlt, ist die Definition von Aufgabenpaketen, um der Struktur des Projekts eine weitere Dimension zuweisen zu können. Auch grafische Auswertungen sind derzeit (noch?) nicht zu finden. Der Service bietet aktuell 100 MB Speicherplatz, um Dokumente und Dateien rund um das Projekt ablegen und teilen zu können. Die Funktionen rund um die Projektkommunikation entsprechen dabei den Standards. Über die Fälligkeit einer Aufgabe lassen Sie sich bei Bedarf per E-Mail erinnern und in einem Notizenbereich, der an ein Blog erinnert, schreiben Sie kurze Artikel, die sich auch per RSS-Feed abonnieren lassen. Das funktioniert alles soweit ganz gut, wenn Sie aber ZCope bereits kennen und dort zufrieden sind, gibt es keinen Grund zu wechseln. Und im direkten Vergleich hat ZCope funktional die Nase vorn. Taskbarn punktet hier, dass es die gleichen grundlegenden Funktionen bietet, aber derzeit (noch) kostenlos ist.

OpenGoo – OpenSource Office und Gruppenlösung

startlampe

So bequem das Google Office auch sein mag: Ein komisches Gefühl beschleicht einen doch ab und an, wenn man an die dort gespeicherten Dokumente denkt. Wenn Sie auf das Modul der Tabellenkalkulation verzichten können und lieber eine Groupwarelösung nutzen wollen, die Sie auf Ihrem eigenen Server installieren, greifen Sie auf OpenGoo zurück. Das OpenSource-Projekt benötigt neben etwas Webspace eine aktuelle MySQL-Datenbank und PHP. Die Installation ist sehr einfach und auch für Laien leicht umsetzbar. Sie laden sich die aktuelle Version auf Ihren Rechner, entpacken das Archiv und übertragen es dann etwa per FTP auf Ihren Server. Dann rufen Sie die URL des Verzeichnisses mit dem Browser auf und werden vom Installationsprogramm begrüßt. Wenige Augenblicke später können Sie sich bereits einloggen. Zu OpenGoo gehören mehr oder weniger alle Module, die Sie von einer Groupwarelösung erwarten. Sie finden eine Aufgaben- und Kontaktverwaltung sowie einen Kalender vor. Außerdem ist auch ein Modul für Notizen und eine Zeiterfassung mit dabei.
Neben der natürlich vorhandenen Option, Dokumente innerhalb der Arbeitsumgebung speichern zu können, verfügt OpenGoo sowohl über eine kleine Textverarbeitung als auch ein Präsentationsmodul. Gerade Letzteres ist deswegen interessant, da die Präsentation direkt vom Server aus aufgerufen und dann Ihrem Publikum vorgeführt werden kann. Innerhalb der Dateiverwaltung legen Sie fest, ob Sie auf das Dateisystem zurückgreifen wollen oder aber die Dokumente direkt in der Datenbank ablegen wollen. Die in OpenGoo erstellen Dokumente sind reine HTML-Dokumente, die Sie also mit Desktop-Anwendungen weiterbearbeiten können. Ein Download in einem der bekannten Office-Formate ist damit allerdings nicht möglich.

opengoo
Ebenfalls sehr gut gelöst ist die Integration von E-Mails. Allerdings verhält sich das System hier in der Benutzerführung nicht konsistent. Die Anlage eines neuen Mailkontos (wobei für eingehende Nachrichten POP und IMAP zur Verfügung stehen) erfolgt nicht aus dem Administrationsbereich heraus, sondern als Aufgabe innerhalb des Mailkontos selbst. Der Funktionsumfang der Textverarbeitung reicht noch nicht an das Google Office heran, genügt aber durchaus für Protokolle oder Memos. Alles wirkt durchaus funktional und modern und auf bestehende Daten wie Kontakte und Termine kann durch die Importfunktion (CSV und ICS) schnell online zugegriffen werden. OpenGoo ist damit eine rundheraus gelungene Anwendung für das Teamwork auf dem eigenen Server.