Problemlöser auf dem Schreibtisch und im Hotel

Unter der Platte meines altgedienten Schreibtischs habe ich vor Jahren einen Kabelkanal angebracht, der eine Verteilerdose sowie die Kabel der mehr oder weniger fest installierten Dinge auf dem Tisch aufnimmt. Schreibtischleuchte, Strom für das Display oder auch das Notebook. Aber bedingt durch meine Arbeit benötige ich temporär doch immer mal wieder einen weiteren Stromanschluss. Für einen zweiten Rechner, einen Raspberry oder auch zum Aufladen vom Smartphone. Und vor einem Jahr habe ich mir dann meinen ersten Powercube gekauft. Als die ersten Entwürfe für so einen Steckdosenwürfel bei Tchibo Ideas auftauchten, war ich etwas skeptisch. Ein bisschen klapprig erschien mir die Mechanik. Aber seitdem ist ja viel Zeit vergangen.

Kurzum: Ich möchte das Ding nicht mehr missen. Im Kern besteht der Powercube aus einem Kunststoffgehäuse, das Platz für 5 Steckdosen bietet. Seinen Strom bezieht das Gerät aus einer Verlängerung. Mittels einer Halterung kann der Würfel auch mit einem Klickverschluss an einer Platte montiert werden. Dadurch steht dann aber eine Steckdose weniger zur Verfügung. Bei der von mir gewählten Variante wird eine Steckdose zugunsten von zwei USB-Buchsen zum Aufladen von Geräten getauscht.

Damit besitzen alle Geräte einen platzsparenden Stromanschluss. Und da der Powercube extrem kompakt und leicht ist, nimmt er auch unterwegs nicht viel Platz weg. In Hotelzimmern ein idealer Problemlöser, da dort ja meist ohnehin zu wenige Steckdosen zur Verfügung stehen oder ungünstig angebracht sind. Der Powercube ist aus meiner Sicht eine klare Kaufempfehlung!

Die Maske im Herzen – (m)ein Abschied von den Hamburg Freezers

Die Hamburg Freezers sind Geschichte. Wie die sprichwörtliche Bombe schlug diese Meldung gestern hier im Familienleben ein. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß, dass die Mannschaft für mich und meine beiden Kinder große Bedeutung hatte. Fast 5 Jahre sind wir alle drei zu jedem Heimspiel gefahren, haben gelitten, gejubelt, gefeiert und getrauert. Emotionen pur. Und ich habe mich oft genug auch persönlich an dem Thema abgearbeitet, wenn ich das Gefühl hatte, dass sich die Freezers gerade in Sachen Marketing unter Wert geschlagen haben. Deswegen seien mir ein paar persönliche Zeilen zum Abschied gestattet.

Aus heiterem Himmel aber nicht überraschend

Klar, war ich gestern sprachlos. Die Entscheidung kam aus heiterem Himmel, aber eben doch nicht ganz überraschend. Und die verkorkste Saison dürfte ihren Teil dazu beigetragen haben.

Der Zeitpunkt ist indes für mich nicht nachvollziehbar und menschlich unanständig. Man hätte gleich bei Saisonschluss die Reißleine ziehen können, um den Spielern einen Wechsel zu erleichtern. Wenige Tage vor Ablauf der Lizenzfrist zeigt eigentlich deutlich, dass es um das Abwickeln ohne Hintertür geht.

Aber Anzeichen dafür gab es aus meiner Sicht bereits seit zwei Jahren. Denn dass die AEG die Parole “Sparen” ausgerufen hat, und zwar in beiden Organisationen, war deutlich zu erkennen. Weder in Berlin noch in Hamburg wurden die Kader mit teuren Spielern verstärkt, sondern im Zweifel die preiswertere Lösung eingekauft und den Fans als bewusste Entscheidung verkauft. Das war natürlich Quatsch.

Seit einigen Wochen haben ein Kooperationspartner und ich am Konzept und Angebot für die neue Homepage der Hamburg Freezers und einer möglichen App gearbeitet. So viel darf man hier nun wohl am Ende der Geschichte erzählen. Unser Entwurf kam in Hamburg gut an und alles sah nach einer mehr oder weniger klaren Sache aus. Allerdings bin ich lang genug im Geschäft, um zu bemerken, wenn ein Kunde plötzlich mauert und auf Zeit spielt. Ellenlange Nachfragen aus den USA zum Entwurf. Immer wieder herauszögern der finalen Entscheidung, die in London und LA fallen sollte. Stichtag sollte der 18.5. sein, wie man den Hamburgern mitteilte. Nun weiß ich auch warum.

Die wirklich dummdreiste Begründung für das Ende der Freezers lautet nun, man habe ja schon seit Jahren einen Käufer gesucht und nie mit den Freezers Geld verdient. Das ist ebenso töricht wie eine Beleidigung der Intelligenz aller Menschen, die den Sport kennen. Man zeige mir die Bilanz einer einzigen (!) Spielbetriebs GmbH der DEL, die nennenswert (!) Geld verdient. Fakt ist. Die Bilanzen der Freezers und der Eisbären Berlin zeigen übereinstimmend ein millionenschweres negatives Engagement der AEG. Und man darf bei alldem nicht vergessen. Wer Verluste schreibt, zahlt darauf auch weniger bis keine Steuern. Zumal Kosten für die Spielstätte ja nichts anderes als ein Geschäft nach dem Motto linke Tasche, rechte Tasche waren.

Die finale Entscheidung, nein sie lag nicht am Geld allein. Aus meiner Sicht viel wichtiger:

  • Es ist den Freezers in all den Jahren nicht gelungen, als Teil Hamburgs in einer breiteren Öffentlichkeit akzeptiert zu werden. Wenn man sich im Trikot in ein Taxi setzte, musste man auch im 10. Jahr immer noch erklären, dass man gerade nicht zum HSV fährt.
  • Es ist vor Uwe Frommhold nicht gelungen, eine nennenswerte Sponsorenschaft aufzubauen. Insbesondere die glücklose Ära Michael Pfad, der Angst davor hatte die “Marke zu verscherbeln” (welche Marke?), hat die Freezers nicht vorangebracht.
  • Und es ist in alle den Jahren nicht gelungen, Hamburger Kaufleute nachhaltig von den Freezers zu begeistern und als attraktive und preiswertere Alternative zum Engagement im Fußball zu positionieren.
  • Das Areal der Arena besitzt keine direkte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Punkt. In Berlin fällt man aus dem Ostbahnhof direkt in den Eingang der Arena.
  • Berlin bietet Möglichkeiten, dass Geschäftsmodell von Anschutz besser umzusetzen. Schließlich soll das Umfeld dort ausgebaut werden. Vorbild ist hier das Gelände rund um die Spielstätte der LA Kings. Das ist in der Nähe der MVA schlecht vorstellbar.

Die Freezers, sie werden mir fehlen

Ich habe mich auf Facebook nie auf Diskussionen eingelassen, wo es um “wer ist ein wahrer Fan, wer nicht” ging. Ich war / bin Fan der Hamburg Freezers, weil ich mich mit den Werten der Organisation und ihren Fans identifizieren konnte. Wir haben unser Team unterstützt, aber eben auf hanseatische Weise. Da gab es keine Gesänge wie “Wir sind Eure Hauptstadt Ihr Bauern” (schöne Grüße an die Eisbären Fans, möge Anschutz Euch noch lange den Spielbetrieb garantieren) oder “Hurensöhne” (schöne Grüße nach Düsseldorf), sondern Begeisterung für das Team. Die Freezers waren eine Mannschaft zum Anfassen, durch und durch. Geschäftsstelle und Spieler. Es ist beileibe keine Selbstverständlichkeit, wenn man vom Leiter einer Geschäftsstelle nach einem längeren Blogbeitrag eine mehrseitige persönliche E-Mail erhält, die einen Einblick hinter die Kulissen verschaffte. Danke Thomas.

Hier in Hamburg sind einige tolle Talente zu großartigen Spielern gereift. Ob ein G. Festerling, K. Schmidt, T. Oppenheimer oder auch ein N. Krämmer. Spieler, die umworben waren und sich bewusst für diesen Standort entschieden haben. Sie jetzt nicht mehr in der liebgewonnenen Arena spielen sehen zu können, schmerzt.

Ein Debakel für Eishockey im Norden und Schande für Hamburg

Hamburg – das ist doch die Medien- und die Sportstadt! Nun Medien werden schon seit Jahren überwiegend in Berlin produziert. Und Sport spielt wie Kultur tatsächlich schon immer eine kleine Rolle. Die hanseatisch zurückhaltende Art führt derzeit dazu, dass Hamburg wieder das wird, was es vor der Teilung Deutschlands war. Provinz, mit zu wenig Strahlkraft gegenüber der Haupstadt.

Hochklassiger Sport findet jetzt noch im Fußball statt, wo ein überschuldeter Sportverein sich immer mehr in die Abhängigkeit eines einzigen Gönners begibt. Dass es dem Handball und dem Eishockey nicht gut geht, war bekannt. Auch ohne unmittelbare finanzielle Unterstützung hätte es hier sicherlich für die Stadt Möglichkeiten gegeben, den Freezers zu helfen. Wenn man denn gewollt hätte. Eine echte Schande für eine angeblich so weltoffene Stadt.

Das Ende der Freezers ist auch ein schlechter Tag für das Eishockey. Erinnert sei noch mal an die vorbildliche Jugendarbeit der Organisation und dass nun der Einzugsraum SH und HH völlig ohne realistische Möglichkeiten dasteht, erstklassiges Eishockey zu sehen. DEL-Niveau gibt es also zukünftig jenseits der Elbe.

Und sportlich ist das auch für kleine Vereine (auch wenn es einige eingefleischte Fans nicht so sehen und auch nicht verstehen) ein Debakel. Denn die Option, einen DEL-Partner zu finden, um Nachwuchsspieler zu fördern, ist nun ins Nirwana gewandert.

Ich werde zu den Crocodiles gehen, aber ein Ersatz sind sie nicht

Ich liebe Eishockey. Und je schneller und brillanter, umso schöner. Genau deswegen waren die Freezers so wichtig für mich. Hier spielten Profis auf hohem Niveau.

Wann immer es ging, bin ich trotzdem nach einem Heimspiel noch nach Farmsen gefahren. Aber Oberliga bleibt eben Oberliga. Das ist auch Eishockey, nur eben ganz anders. Nicht weniger spannend, nur eben nicht das Eishockey, was ich gern live gesehen habe. Vielleicht gönne ich mir eine Dauerkarte für die Crocodiles.

Aber die Maske der Freezers werde ich weiter im Herzen tragen.

Ich wünsche allen Spielern und Mitarbeitern der Geschäftsstelle, dass sie den Schock schnell überwinden und vor allen Dingen möglichst rasch eine neue tolle Herausforderung finden.

Meine guten Wünsche gehen insbesondere aber an zwei Personen, die mir, auch wenn es nur sporadische bzw. kurze Begegnungen waren, am Herzen liegen. Thomas Bothstede und Tina Schröder vom HEC.

Alles Gute! Servus, Freezers.

Reklame: Mich lesen Sie jetzt auch bei Management-Journal

Es ist mal wieder Zeit für etwas schonungslose Reklame in eigener Sache. Neben meinen Artikeln, die regelmäßig bei etailment.de erscheinen, schreibe ich seit einigen Wochen für das Management-Journal. Das Blog gibt es zwar schon seit einiger Zeit, wurde aber aus Zeitgründen nicht intensiver betrieben.

Dort veröffentliche ich nun (fast) täglich Rezensionen zu aktuellen Businessbüchern. Ich werde aber auch häufiger Hintergrundgespräche mit Autoren führen und auch die eine oder andere Studie vorstellen. Kurzum: Wer beruflich fit im Kopf bleiben will, erhält hier regelmäßig interessante Lesetipps. Eine Aufgabe, die mir viel Spaß macht. Ich freue mich also, wenn ich Sie da vielleicht einmal als Leser begrüßen dürfte.

Falsche Umlaute und Zeichenkodierung in WordPress (UTF-8 Probleme)

Anfang des Jahres hatte mein Provider ein kleines Problem mit seinem Datenbank-Server, der für einige Stunden nicht erreichbar ist. Als die Maschinen wieder hochgefahren waren, entdeckte ich hier auf dem Blog, dass alle Umlaute falsch dargestellt wurden. Auch im Backend von WordPress tauchten nicht die korrekten Umlaute auf. Und wurde ein Beitrag geöffnet, zeigt der Editor von WordPress eine leere Seite.

Ein Blick in die Datenbank zeigte, dass hier alle Umlaute korrekt waren. Eine Abfrage mit dem wunderbaren Werkzeug MySQLDumper erbrachte, dass der Server so eingestellt ist, dass Verbindungen per UTF-8 beantwortet werden. Da ich selbst nichts verändert hatte und im vergangenen Jahre in der Datenbank alles auf UTF-8 umgestellt hatte, wandte ich mich an den Support.

Der schlug zunächst vor, die PHP.ini anzupassen: default_charset = "utf-8". Das brachte leider gar nichts. Und da ich keine Zeit für weitere Recherchen hatte, schaltete ich kurzerhand die Seite in den Wartungsmodus.

Nun wollte ich mich der Sache mal erneut annehmen. Und hier die Lösung. Ich habe in den Details zur Datenbank in der wpconfig folgende zwei Zeilen hinzugefügt.

define('DB_CHARSET', 'utf8');
define('DB_COLLATE','');

Und das war es dann auch schon.

Formel 2 – ein Buch erinnert an die geilste Rennserie aller Zeiten

Sagen Ihnen die Namen Geoff Lees, Mike Thackwell oder RALT-Honda noch etwas? Dann haben Sie in den 80er Jahren das Geschehen der Formel 2 Serie aufmerksam verfolgt. Ich war zu jung, um die Rennen dieser Serie in den 60er und 70er Jahren zu verfolgen. Schade, denn gerade in den Anfängen der Formel 2 gaben sich regelmäßig auch die Piloten der Formel 1 die Ehre und griffen beherzt in die Lenkräder. Meine Erinnerung an die Formel 2 beginnt erst Ende der 70er und reicht bis zu ihrem Ende im Jahr 1984, als die Formel 3000 der erklärte Nachfolger wurde.

Ein großer Fehler, denn die Formel 3000 erbte die Probleme der Formel 1. Die Rennstrecken dieser Zeit waren nicht mehr auf die eher breiten Fahrzeuge und deren Motorisierung ausgelegt. Schon gar nicht auf die die wahnsinnigen Kurvengeschwindigkeiten, die durch Ground-Effekt-Seitenkästen möglich wurden. Abgesehen davon, dass die Formel 3000 als Nachwuchsserie auch zu teuer war. So blieb dem Nachfolger nur eine kurze Lebenszeit. Die Formel 2 EM gab es in dieser Form nie wieder.

Aber ich schweife ab. Aus meiner Sicht wurde mit der Formel 2 eine der, Verzeihung, geilsten Rennserien aller Zeiten zur Grabe getragen. Die Rennen waren unglaublich spannend, es gab tolle Manöver und das Publikum konnte spätere Champions sozusagen während der Ausbildung verfolgen.

Das Buch “Formel 2: Die Story von 1964 bis 1984” kann ich Ihnen nur ans Herz legen. Es macht die Serie wieder lebendig und lebt von den wunderbaren Aufnahmen des Meisters Ferdi Krähling. Der Mann kann zu dieser Zeit eigentlich nie zu Hause gewesen sein und besitzt offensichtlich einen unerschöpflichen Fundus an Aufnahmen, die die Atmosphäre der Rennwochenenden und die Persönlichkeiten der Fahrer wieder lebendig machen.

Rennfans werden den Kauf des Buches nicht bereuen!