Job gesucht? Novell ruft!

Tragen Sie sich gerade mit dem Gedanken, sich beruflich zu verändern? Sie stehen KDE, Linux und der OpenSource-Bewegung nahe? Nürnberg als Dienstort schreckt Sie nicht ab? Dann empfehle ich Ihnen einen Besuch der Job-Seiten von Novell. Dort soll augenscheinlich SuSE gestärkt werden. Insbesondere die Position des “Linux-Evangelisten” stelle ich mir spannend vor. Als Nordlicht wird das eher nix mit dem Umzug ins Bayerische, aber vielleicht klappt’s ja bei Ihnen!

KDE 3.4.1 kommt

Morgen ist wohl der Tag des nächsten KDE-Releases. So kann man zumindest bereits hier das Announcement lesen und dort ein vorläufiges Changelog.

KDE 3.4.1 ist lediglich ein Servicerelease, das immerhin eine Reihe von Bugs in KMail, Konqueror und Quanta beheben wird. Nutzer von Kopete wird freuen, dass in diesem Release die bestehenden Probleme mit MSN behoben sein sollen.

Ach so gehts Business, oder auch nicht

Anno 1995 war es: Da habe ich in einer kleinen Unternehmensberatung meinen ersten Job mit der Aufgabe übernommen, den Bereich Internet auzubauen. Das ist lange her und seitdem gab es viele Hypes und noch mehr Flops. 10 Jahre sollten ausgereicht haben, um ausreichend Erfahrungen im E-Commerce zu sammeln, um Anfängerfehler zu vermeiden. Aber offensichtlich haben die Zeitläufte zumindest in Verlagshäusern zu einer, sagen wir mal, Erfahrungsresistenz geführt.

In den letzten vier Wochen habe ich die Probe aufs Exempel gemacht. Ich habe mich bei insgesamt vier verschiedenen Onlineangeboten für ein Abonnement auf Probe registriert. Zwei Anbieter publizieren ausschließlich im Web, sind also auf ein funktionierendes E-Commerce-System existenziell angewiesen.

Etwas erschüttert war ich vom Ergebnis dann doch: Eines der Angebote ermöglicht einen Probezugang für 48 Stunden, stellt dann aber auf seinen Internetseiten ein komplettes(!) Inhaltsverzeichnis aller in den letzten Jahren erschienenden Artikel zur Verfügung. Dabei ist die Artikelstruktur so einfach gehalten, dass mit einem simplen WGet dank DSL alles in einem Bruchteil der Zeit auf dem heimischen Rechner landet. Großzügiges Geschenk eigentlich.

Ein anderer Anbieter ist immerhin so clever und personalisiert die angebotenen PDF-Dateien. Bereits auf der ersten Seite ist unübersehbar die registrierte E-Mail-Adresse zu lesen. Aber nicht nur hier wurde das Böse im Menschen zumindest in Erwägung gezogen. Im Rahmen des Probeabos haben Sie maximal Zugriff auf vier zurückliegende Ausgaben. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen war der Anbieter schon der Primus. Denn: Schon ein wenig kriminelle Energie vorausgesetzt wird aus einem Probeabo ein offensichtlich unbegrenzter Dauerzustand.

Zwar ist bei allen Angeboten während der Registrierung die Angabe von Adresse und Name obligatorisch. Eine Plausibilitätsprüfung fand aber nirgendwo statt. Lediglich die Postleitzahlen werden überprüft. Das war’s denn auch schon. Bei drei von vier Angeboten konnten sogar Straßennamen angegeben werden, die der Fantasie entsprungen. Fehlermeldungen oder Warnungen? Fehlanzeige!

Also ehrlich Leute: Jeder kleine Krämer an der Ecke, der so fahrlässig mit seinem Kapital und seiner Ware umgehen würde, wäre längst am Ende. In Zeiten funktionierender Billing-Systeme kann ich solche Unbedachtheit nicht verstehen.

Gut in Deutschland zu sein

Es ist toll in Deutschland zu sein. Hier ist alles so hübsch sauber und ordentlich (von einigen an Hauswänden gesprühter Grafiken verirrter Jugendlicher einmal abgesehen). Der Wettbewerb zwischen Unternehmen ist juristisch geregelt, wodurch sich Werbemailings und Prospekte so ordentlich gleichen, weil sich ja niemand gegenüber seinem Mitbewerber in juristisch abmahnfähiger Form exponieren möchte. Und richtig toll ist das Markenrecht: Man registriert seine Marke und hat damit ein höchst schützenswertes Gut für sich.

Und das mit dem Gut, das ist auch gut so. Sonst könnte ja der weltweit bekannteste Suchmaschinenanbieter auf die saudoofe Idee kommen, seinen neuen Maildienst einfach “GMail” zu nennen. Na, auf die Idee kann er schon kommen, aber wenn er es dann tatsächlich auch tut. Das geht nicht an. Markenschutzrechtsverletzungsalarm!

Gut, dass das passiert ist. Denn nun heisst Googles Mail-Dienst eben Google Mail. Das ist auch irgendwie viel ordentlicher und entspricht damit viel mehr der deutschen Mentalität. Diese Amis, da müssen wir erst kommen, damit sie sich einen vernünftigen Namen für ihren Maildienst ausdenken.

Das Ende der Geschichte? Nein, weit gefehlt. Wie heute bei Heise hier zu lesen ist, hat der Anwalt, der sich bisher dadurch auszeichnete, andere Leute kostenpflichtig zu behelligen, weil sie sich des Vergehens (Markenschutzrechtsverletzungsalarm!) der Versteigerung von *Mail-Einladungen schuldig gemacht hatten, wobei die eigentliche Versteigerung nicht das Vergehen war, sondern das Führen des geschützen Namens – dieser Anwalt hat heute bei Gericht eine einstweilige Verfügung erwirkt, die es Google untersagen soll, deutschen Nutzern E-Mail-Adressen unter der Domain gmail.com anzubieten.

Liebe Hamburger Richter! Das war aber auch höchste Zeit. Gut, dass Ihr diese wegweisende einstweilige Verfügung ausgesprochen habt. Denn damit kehrt endlich wieder Ordnung in der deutschen virtuellen Realität ein. Oder aber Google widerspricht dieser Verfügung. Dann könnte in einem Verfahren endlich der Groteske ein Ende bereitet werden.

Apropos: Ziele

Das Jahr nähert sich unerbittlich seiner Mitte: Höchste Zeit also, die eigenen Zielsetzungen zu überprüfen. Sind Sie noch auf dem Weg zu Ihrem gewünschten Ziel? Oder hat Sie die Tagesroutine von der Verfolgung Ihres Weges abgehalten?

Die Mitte des Jahres wird in vielen Unternehmen zu einer ähnlichen Rück- und Vorschau genutzt. Zielfindungs-, Entwicklungs- oder auch schlicht Personalgespräche heißen diese Unterredungen dann.

In diesen Gesprächen wird dann vortrefflich darüber gestritten, ob ein Ziel nun erreicht worden ist. Ist ein Ziel richtig formuliert, kann es über die Frage, ob es erreicht wurde, eigentlich keinen Streit geben. Haben Sie sich selbst ein Ziel richtig gesteckt, dürften Sie eigentlich nicht vom Wege abgekommen sein. Trotzdem passiert das immer wieder…→ weiterlesen