Google startet mit RSS-Reader

Eigentlich klar, dass dies auch noch kommen musste, oder? Fehlte doch ein RSS-Reader noch in der Sammlung von Google. Wenn sich auch dieser Service noch in der Betaphase befindet, können Inhaber eines Google-Accounts nun ihre RSS-Feeds online bei Google lesen.

Oberfläche Google Reader

Wie auch die anderen Beta-Programme funktioniert das neue Google-Tool bereits erstaunlich gut. Eine aus Bloglines exportierte OPML-Datei konnte problemlos eingelesen werden. Die Oberfläche scheint mir dagegen noch nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Im Vergleich zu Googlemail wirkt das noch improvisiert hässlich.

Die Bedienung dagegen wirkt gefällig. Eine Prise Ajax macht es möglich. Fast selbstverständlich, dass die Beiträge aus der Blogosphäre mit Google-Technologie zu durchsuchen sind. Ein direktes Durchsuchen der neuen Beiträge eigener abonnierter Feeds ist derzeit noch nicht möglich. Ich bin mir aber sicher, dass diese Funktion noch integriert werden wird, da nicht einzusehen ist, dass der Reader funktional schlechter als Google Mail sein wird.

Zu jedem Artikel stehen noch weitere Aktionen zur Verfügung. Mit einem schlichten „Gmail this“ können Sie eine neue Mail schreiben, die den Beitrag zitiert. Ein „Blog this“ erfordert aber einen Nutzeraccount bei Blogger. Andere Blogprogramme oder Dienste werden derzeit noch nicht unterstützt.

Fazit: Mir fehlt noch ein Bookmarklet, die Unterstützung weiterer Blogprogramme und eine etwas verbesserte Oberfläche. Schon ist die Alternative zu Bloglines (fast) fertig.

Thinkfree Office online – Officesuite als ASP-Lösung

Logo Thinkfree Office Online
Thinkfree Office ist eine in Java programmierte Bürosoftware, die bereits seit längerem auf dem Markt ist. Die Downloadversion kostet knapp 50 US-Dollar und besteht aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm. Beim Design der Oberfläche haben sich die Entwickler eng an Microsoft orientiert und versprechen auch die problemlose Bearbeitung von Dateien, die mit MS Word & Co. verfasst worden sind.

Noch im Betatest befindet sich nun die ASP-Lösung Thinkfree Office online. Jedem Nutzer werden 30 Megabyte auf dem Server kostenfrei für die Speicherung eigener Dokumente zur Verfügung gestellt. Nach der kurzen Registrierung erhält man Zugriff auf die aufgeräumt wirkende Schaltzentrale.

Workspace von Thinkfree Office Online

Mit einem Mausklick wird die gewünschte Anwendung gestartet. Modembesitzer dürfen sich nun eine Kanne Kaffee aufbrühen gehen, denn bis das Applet der Anwendung übertragen worden ist, vergeht eine Zeit. Mit DSL geht es zwar deutlich schneller, aber auch hier waren runde 5 Minuten Wartezeit zu absolvieren, bevor sich die Oberfläche der Textverarbeitung aufgebaut hat.

Das ist denn auch bereits der größte Kritikpunkt im Vergleich mit Writely oder anderen Lösungen. Der nächste Aufruf geht jedoch deutlich schneller, weil Teile des Codes auf der Festplatte abgelegt werden.

Hat sich die Oberfläche erst einmal aufgebaut, können Anwender von Microsoft Word sofort mit der Arbeit loslegen. Thinkfree Office sieht nicht nur aus wie Microsoft, es läßt sich auch genauso bedienen. Alle Funktionen befinden sich am angestammten Platz. Die UI reagiert flüssig und auch die Speicherung der Dokumente auf dem Server geht zügig.

Textverarbeitung von Thinkfree Office

Bereits vorhandene Dateien können mit dem Browser einfach hochgeladen werden. Direkt auf dem Server gespeicherte Dateien sollen sich in eine Blog posten lassen. Leider wurde dies immer mit einer Fehlermeldung des Thinkfree-Servers quittiert. Noch nicht implementiert wurde der Versand einer Datei per E-Mail direkt aus dem Verwaltungsbereich heraus. Die gemeinsame Bearbeitung von Dateien ist derzeit noch nicht vorgesehen.

Fazit: Thinkfree Office online hinterläßt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Zwar bietet die Textverarbeitung von allen hier bisher vorgestellten Online-Lösungen den größten Funktionsumfang. Zugleich geht dies aber zu Lasten der lange dauernden ersten Datenübertragung. Eine Versionierung oder Funktionen zur gemeinsamen Arbeit an Dokumenten vermisse ich ebenfalls. Trotzdem ist Thinkfree Office eine der ersten vollständigen Bürolösungen, die online verfügbar sind.

Verbessern Sie Ihre Reputation mit iKarma – neue Socialsoftware am Start

Business Netzwerken wie LinkeIn oder OpenBC fehlt bisher eine wichtige Komponente. Es gibt keine Möglichkeit, sich über die tatsächliche Reputation eines Kontakts zu informieren. Die Zahl der bestätigten Kontakte allein kann kaum Erkenntnisse darüber vermitteln, wie gut oder wie schlecht jemand seine Arbeit erledigt oder wie zuverlässig die Person ist.

Einen interessanten neuen Weg beschreitet iKarma. Es bietet die gleichen Grundfunktionen wie Orkut oder LinkedIn. Man präsentiert sich und seine Leistungen auf einer individuellen Seite und kann interessante Personen seinen eigenen Kontakten hinzufügen.

Homepage iKarma

Dies ist aber nur eine Verwaltungsfunktion. Viel wichtiger ist die Möglichkeit, sich hier ein Netzwerk an Referenzen aufbauen zu können. Jeden, den Sie dazu einladen, kann bei iKarma etwas über Sie schreiben und Sie bewerten. Er wird damit Teil Ihres persönlichen Netzwerkes aus Beziehungen und Reputation.

Freunde, Kunden, Lieferanten: mit wem auch immer Sie zu tun hatten; die Person trägt mit seiner Meinung zu Ihrem Ruf bei. So wird Transparenz erreicht und eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen, sich über jemanden zu informieren, bevor eine Geschäftsbeziehung angebahnt wird.

Das System dürfte in dieser Form derzeit einzigartig sein. Entfernt erinnert es an die Freundesbotschaften in Orkut oder die Bewertungsprofile bei eBay.

Grundsätzlich räume ich iKarma durchaus Chancen ein, dazu muß die Kontaktverwaltung aber zu OpenBC oder LinkedIn aufschließen.

Falls wir uns kennen oder Sie von diesem Blog so begeistert sind, mich loben oder kritisieren zu wollen…nur zu:



Ein kleines Geschenk: Referenz der Google Befehle

Vorschau Google Referenz
Ich erlaube mir, Ihnen ein kleines Geschenk zu machen. Mit dem nachfolgenden Link können Sie über die Funktion “Ziel speichern unter” Ihres Browsers ein kleines PDF herunterladen, in dem ich einmal alle mir bekannten Befehle und Kürzel von Google zusammengefasst habe.

Möge es dem einem oder anderem unter Ihnen nützlich sein. Mir hat es zumindest geholfen 🙂

Den Download finden Sie hier!

P.S.: Meine Traffic-Kosten danken es Ihnen, wenn Sie die Datei wirklich herunterladen, nicht auf dem Server öffnen!

Writeboard: Web 2.0 Textverarbeitung von 37 Signals

Logo Writeboard

Mit Writeboard präsentiert 37 Signals, Macher von Basecamp, über das ich hier berichtet habe, eine neue Textverarbeitung für das Web, das die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten gestattet.

Textverarbeitung ist für den schlichten Editor allerdings ein großes Wort. Die Formatierung erfolgt ausschließlich mit Sonderzeichen. Damit ist Writeboard mehr Wiki als Textverarbeitung. Noch dazu ein schlechtes: Die Zahl der unterstützten Formate ist gering. Gerade mal der Grundstock an HTML-Formaten ist enthalten. Überschriften der ersten und zweiten Ebene, nummerierte und nicht nummerierte Aufzählungen, Verweise und Fett- bzw. Kursivdruck stehen dem Nutzer zur Verfügung. Auf eine Oberflächengestaltung oder Symbolleisten haben die Entwickler unverständlicherweise verzichtet.

Oberfläche Writeboard

Writeboard eignet sich damit allenfalls für das flüchtige Skizzieren einiger Gedanken. Gepeicherte Texte können aber wenigstens als reine Textdateien exportiert werden.

Zur gemeinsamen Bearbeitung eines Dokuments laden Sie die Kollegen per E-Mail ein. Um in den entstehenden Versionen nicht den Überblick zu verlieren, bietet Writeboard eine leicht bedienbare Versionierung an.

Fazit: Die Schwäche in der zentralen Funktionalität machen auch die hübsch mit AJAX realisierten Dialoge und Verwaltungsfunktionen nicht wett. Writeboard bietet im Vergleich zu Writely und selbst zu Zoho Writer einfach zu wenig.