eSnips – 1 GB freier Speicher im Netz

Zugegeben, die Idee Nutzern 1 GB freien Speicherplatz und damit eine virtuelle Festplatte anzubieten, ist weder neu noch umwerfend originell. In den letzten Tagen habe ich mich zwei Diensten dieser Art beschäftigt. Über MyBloop hätte ich gern ausführlich geschrieben, allerdings ist das im Betastadium befindliche Angebot so stark Beta, dass vernünftiges Arbeiten damit noch nicht möglich ist. Da ist eindeutig jemand zu früh an den Start gegangen.

Oberfläche eSnips

eSnips dagegen funktioniert problemlos. Die Oberfläche ist nicht so schick und auch AJAX sucht der Nutzer vergeblich, dafür sind bereits alle Funktionen integriert. Nach der kostenlosen Registrierung bekommen Sie Zugriff auf Ihren Speicherplatz. Hier wird nicht mit Tags gearbeitet, sondern konventionell in Ordnern organisiert. Wie unter Windows stehen bereits Hauptkategorien zur Verfügung (Fotos, Musik). Sie können beliebige Ordner anlegen, die Sie entweder völlig öffentlich einrichten, als privat markieren oder mit einem ausgewählten Nutzerkreis teilen. Zur leichteren Verwaltung wird eine Toolbar für Internet Explorer und Firefox angeboten.

Als sehr gelungen empfinde ich auch die Möglichkeit, Elemente per E-Mail hochladen zu können. Wer die Kosten für Traffic auf dem eigenen Server gering halten will und noch auf der Suche nach Speicherplatz im Netz ist, sollte sich eSnips einmal ansehen.

Chandler – vielversprechender OpenSource PIM

In Version 0.6 hat die OSAF ein plattformübergreifendes Programm mit dem Namen Chandler vorgelegt. Diese Software für die Verwaltung von E-Mails, Terminen und Aufgaben liegt in Versionen für Linux, Mac OS X und Windows XP vor. Derzeit ist die Aufgabenverwaltung noch nicht implementiert und auch die E-Mail-Funktionalität ist noch nicht eingebaut. Obwohl das Programm noch leicht absturzgefährdet ist, verdient es, an dieser Stelle vorgestellt zu werden.

Die Entwickler haben eine sehr ehrgeizige Roadmap veröffentlicht. Das Ziel von Chandler ist es, einen modernen PIM zu schaffen, der eine gehörige Prise der Philosophie des GTD erhält. So verabschiedet sich das Programm von den überkommenen Ordnerstrukturen und deren Restriktionen. Die Grenzen zwischen den Informationsarten (E-Mail, Aufgabe, Termin) werden dadurch verschwimmen. Durch Tagging können Elemente verschiedenen Kontexten zugeordnet werden.

Davon versprechen sich die Entwickler eine größere Flexibilität und produktiveres Arbeiten. Eine wichtige Rolle wird hier das Konzept der Eingangsboxen spielen, da ja innerhalb von GTD eine zentrale Position einnehmen Durch die Erzeugung so genannter Collections können Sie unterschiedliche Elemente beispielsweise einem bestimmten Projekt zuordnen. Durch Aufruf der Sammlung erfassen Sie dann mit einem Blick, welche Aufgaben, Termine oder Mails zu diesem Projekt gehören. Statt sich wie in Outlook oder Evolution mühselig durch verschiedene Programmbereiche zu klicken, sehen Sie dann die Informationen, die Sie für die Bewältigung eines Projekts benötigen.
Oberfläche Chandler

Ich bin sehr neugierig auf die weitere Entwicklung und wünsche der Gemeinschaft genug Atem, um das Projekt tatsächlich bis zur Version 1.0 zu treiben. Lohnen würde es sich auf jeden Fall!

Omgili – Suchmaschine für Foren

Sehr viele nutzbringende Informationen befinden sich tief verborgen im so genannten “unsichtbaren Web”. Die Newsgroups des Usenet und zahllose Expertenforen sind ein Beispiel dafür. Nicht alle diese Informationsquellen werden auch von den großen Suchmaschinen gebührend berücksichtigt. Diese Lücke will Omgili füllen, eine neue Suchmaschine, die sich ausschließlich dem Thema Diskussionsforen widmen will.

Logo Omgili

Der Dienst befindet sich im Betastadium und ist derzeit noch stark auf den englischen Sprachraum fokussiert. Derzeit kann die Suchmaschine also allenfalls als Ergänzung für die Recherche mit Google, Seekport, Yahoo & Co genutzt werden. Das Konzept erscheint mir aber ganz interessant zu sein.

Und wie es sich für eine aktuelle Web-Anwendung gehört, sind natürlich viele Funktionen mit AJAX umgesetzt worden. So fördert ein Doppelklick auf die Suchbegriffe weitere Optionen auf den Schirm.

Tolle Zeichnungen auch für (nahezu) Unbegabte

Beim Surfen im Web stößt man zwangsläufig immer wieder auf verblüffende Seiten, die einen verblüffen, Spaß machen, aber nicht gerade zur Erhöhung der eigenen Produktivität beitragen. Eine davon ist der Scribbler.

Die Bedienung ist simpel. Mit der Maus zeichnen Sie einige Grundlinien auf einer Zeichenfläche auf. Mit einem Knopfdruck wandelt das Programm diese Linien in eine Bleistiftzeichnung um. In den Einstellungen dürfen Sie noch die Strichstärke und Farben ändern. Der ganze Spaß wurde übrigens in Flash realisiert.

Selbst absolut talentlose Menschen dürfen gespannt sein, zu welch erstaunlichen Zeichnungen mit organischen Formen sie fähig sind. Einfach mal ausprobieren!

Oberfläche von Scribbler

Schreiben Sie einen Wunsch auf!

Wenn Sie nur einen einzigen Wunsch frei hätten: was wäre das? Die Seite Wish spornt Sie dazu an, sich zu diesem Thema Gedanken zu machen, denn dort kann jeder seinen persönlichen Wunsch (in englischer Sprache) äußern. In der einfachen Bildschirmmaske tragen Sie diesen ein. Die Betreiber prüfen aber jede Eingabe und behalten sich vor, Wünsche nicht freizuschalten, um den sonst oft anzutreffenden pubertären Unsinn zu vermeiden. Das tut dem Angebot durchaus gut und es macht Spaß, in den anonymen Wünschen der anderen Nutzer zu stöberen und sich inspirieren zu lassen.
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