myCorners: Wie XING ganz früher

Schon seit einiger wollte ich einmal über myCorners bloggen, hab es dann aber immer wieder aufgeschoben.

Wer sich die Funktionalitäten und das Layout der Plattform ansieht, wird sich sofort an XING erinnert fühlen, als dieses noch mit anderer Optik und dem Namen openBC aufgetreten ist.

Einerseits ist dies natürlich vorteilhaft, wenn es darum geht, Mitglieder von XING anzusprechen, die sofort mit den Funktionen zurechtkommen werden, andererseits aber auch bereits einer der wesentlichen Kritikpunkte. MyCorners bietet keinen eigenständigen Ansatz. Von der Profilseite über die Foren ist alles genauso wie bei XING, mit dem Unterschied, dass auf das Modell der Monatsgebühr und die Premium-Mitgliedschaft verzichtet wurde.

Während XING seinen Fokus auf geschäftliche Kontakte setzt, betont myCorners ein Netzwerk für Beruf und Freizeit zu sein, bietet aber aus meiner Sicht zu wenig Mehrwert, um als Plattform ernst genommen zu werden, über die sich relevante Kontakte finden und knüpfen lassen. Bisher ist das alles viel zu sehr “Me too”, eigene Ansätze habe ich keine gefunden.

Oberfläche myCorners

33 Augenblicke des Gücks

Es gibt Bücher und Autoren, die meiner Ansicht nach nur deshalb so gelobt werden, weil die deutschsprachige Gegenwartsliteratur nur mit wenigen wirklich stilsicheren und gleichermaßen fantasievollen Autoren gesegnet ist. 33 Augenblicke des Glücks ist ein solches Buch, das viel gelobt wurde, die Fragen nach dem Warum aber nicht beantwortet. Es hat für mich den Begriff Lesearbeit neu definiert.

Seite um Seite habe ich mich durch die Kurzgeschichten vorgearbeitet, immer auf der Suche nach einem Satz oder einer Handlung, die den Zauber eines Buches ausmachen können. Leider habe ich davon nichts gespürt. Mit einer bemerkenswert distanzierten aber auch leblosen Sprache ringt sich Schulze teilweise überraschende Enden seiner Geschichten ab, was bei mir aber oft genug den Eindruck hinterlassen hat, dass es hier lediglich um die Effekthascherei ging. Schade.

IScrybe im Langzeittest

Immer wieder stelle ich an dieser Stelle Online-Werkzeuge für das Zeit- und Selbstmanagement vor, die oftmals einen viel, häufig aber auch einen wenig versprechenden Eindruck machen. Deswegen unterziehe ich in loser Folge das eine oder andere Angebot einem längeren Praxistest. Den Anfang bildet IScrybe, mit dem ich mich in den vergangenen Wochen ausschließlich organisiert habe.

IScrybe hat zwei große Vorteile im Vergleich zu anderen Angeboten. So bietet es einen Offlinemodus, über den der Zugriff auf die persönlichen Daten auch dann möglich ist, wenn gerade keine Internetverbindung vorhanden ist. Das klappt unter Windows Vista, XP und Linux sowohl mit Firefox und dem Internet Explorer ganz ausgezeichnet. So war es problemlos möglich, von meinen vier verschiedenen Rechnern auf meine Aufgabenlisten zuzugreifen. Inkonsistenzen in den Daten traten nicht auf.
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links for 2007-06-17