Hamburg Freezers – ist der Knoten endlich geplatzt? 4:3 gegen Nürnberg

Der Knoten scheint endlich geplatzt zu sein, oder doch nicht? Dass man beim gestrigen Spiel der Hamburg Freezers gegen den Tabellenführer Nürnberg das eine oder andere anders machen wollte, symbolisierten bereits die Klatschpappen, die fein säuberlich in der O2 Word ausgelegt waren. Es war Fremdschämen-Tag angesagt. Die Mottospieltage bei den Freezers sind eine Tradition und das Niveau befindet sich in der “Ladies Night” dabei besonders dicht auf Bodennähe.

Nun denn. Es geht ja eigentlich um den Sport. Die Gastgeber kamen entschlossen aufs Eis. Zweikampfverhalten, Einsatz und Spielzüge – die ersten Minuten des ersten Drittels waren das beste Spiel der Freezers der bisherigen Saison, wenn nicht sogar der vergangenen zwei Jahre. Den Nürnbergern steckte entweder die Anfahrt in den Knochen, oder die Sorge davor, ein Tor zu kassieren. Jedenfalls hatten sie offensichtlich nicht mit soviel Gegenwehr gerechnet. Der Einsatz wurde belohnt. Ausgerechnet im Powerplay (!) gelang es ausgerechnet Phil Dupuis (!) den Puck im Netz zu platzieren. Die Halle bebte und Spieler und Publikum zeigten sich zufrieden. Nürnberg machte nun etwas mehr Druck und konnte sich durchaus Chancen erarbeiten. Der bis zu diesem Zeitpunkt sicher wirkende Caron pflückte im Zweifel die Schüsse auf seinen Kasten aus der Luft.

Im zweiten Drittel wurde nicht schlecht gespielt. Aber wie so oft zeigten die Hamburger Nerven und einen Durchhänger in diesem Spielabschnitt. Individuelle Fehler schlichen sich ein und während die Nürnberger deutlich aggressiver spielten, wurden auf Hamburger Seite viel zu wenig Checks zu Ende gefahren. Insbesondere bei Roy ist zu erkennen, dass der Mann noch nach seiner alten Form sucht. Kevin Lavallee wird die wohl niemals finden. Es ist durchaus nichts schlechtes, wenn ein Verteidiger ungern Checks zu Ende fährt. Dann muss er aber eine sichere, spielerische Lösung finden, wie etwa Kevin Schmidt. Nur wenn beides nicht kommt und die Position an der blauen Linie ständig aufgegeben wird, wird es eng in der Verteidigung.

Die Bemühungen Nürnbergs wurden belohnt und so stand es nach 32 Minuten 1:1.

Thomas Oppenheimer, wochenlang mit der regelrechten Seuche am Schläger, schaffte glücklicherweise bereits drei Minuten später die erneute Führung. Bei ihm scheint der Knoten tatsächlich geplatzt. Das würde man inzwischen auch Garret Festerling und David Wolf wünschen. Beide mühen sich und ackern, aber bisher kommt zu wenig Zählbares heraus. Wobei Garret im Bruderduell gegen Brett bisher immer etwas blass aussah. Mit 2:1 ging es in die Pause. Und diese Führung war auch verdient. Die Freezers wirkten deutlich engagierter als der bisherige Ligaprimus.

Nachdem erneut spärlich bekleidete Männer auf den Tribünen versuchten, den anwesenden Frauen einzuheizen, begann das 3. Drittel, das ganz im Zeichen von Duvie Westcott stand. Es begann mit einem haarsträubenden Fehler unserer Abwehrkante, der einen schnellen Konter erlaubte. Glücklicherweise war Caron zur Stelle. Mit ordentlich Wut im Bauch konnte Westcott in der 46. Minute ein absolut sehenswertes Tor erzielen. Trocken von der blauen Linie abgezogen.

Wenige Augenblicke später jedoch verhakte sich der Schlittschuh unseres AC im Eis. Und wie das so ist, wenn ein Fuß in die eine Richtung will, der stämmige Körper eines Athleten in eine andere, wurde Westcott niedergestreckt und war auch nicht mehr in der Lage, ohne Hilfe aufzustehen. Blaulicht vor der O2-World. Selten ein gutes Zeichen. Bisher konnte wohl nur ein Bruch des Knöchels ausgeschlossen werden. Was die Bändern abbekommen haben, wird sich am Montag zeigen. Gut sah die Haltung des Schlittschuhs jedenfalls nicht aus.

Es ist nur menschlich, wenn eine Mannschaft auf die schwere Verletzung eines Kollegen mit einem Schock reagiert. Die Schockstarre währte nur kurz, aber mit 64 Sekunden lang genug, um den Nürnbergern den Ausgleich zu ermöglichen. Wieder konnte eine Führung nicht professionell heruntergespielt werden, sondern wieder liess man den Gegner zurückkommen. Ob der Knoten wirklich geplatzt ist? Beim 3:3 sahen jedenfalls Abwehr und Caron gleichermaßen nicht gut aus. Und ausgerechnet Pollock, der sich in den 50 Minuten vorher eher durch eine ausgefeilte Technik des Stockschlagens ausgezeichnet hatte, durfte sich über den Ausgleich für seine Mannschaft freuen.

Die Nürnberger witterten Morgenluft, die Freezers wirkten nervös, aber gaben den Spielstand nicht her. Es ging in die OT. Ein aus Nürnberger Sicht unnötiger Puckverlust, ein wacher Dupuis (!) und der zweite Punkt konnte auf das Hamburger Konto gebucht werden.

Ganz klar. Die Hamburger Freezers haben einen riesigen Schritt nach vorn gemacht und dies nicht nur in der Tabelle. Es wäre natürlich zu wünschen, wenn die beiden Tore bei Phil Dupuis die gleiche Wirkung hätten, wie bei Thomas Oppenheimer und das Selbstvertrauen zurückkehrt. Auch einige der AL-Spieler, von denen man schon annehmen durfte, dass sie gar nicht mehr mitspielen, gaben sich mehr Mühe und wirkten engagierter. Dazu zählen Matt Pettinger und auch Morton Madsen. Letzterer ist aber momentan von der Erwartungshaltung, die DEL zu beeindrucken, schon noch ein weites Stück entfernt. Alles in allem haben die Hamburg Freezers aber einen Punkt verloren. Denn bis zum Ausfall Westcotts hatten die Männer um Benoit Laporte die Partie eigentlich im Griff.

Gut in Form: Dupuis, Oppenheimer, Schmidt, Westcott
Schlecht in Form: Jakobsen, Rinke

Hamburg Freezers – krampfen sich zum Sieg gegen Schwenninger Wild Wings

Damit sich die Berichte nicht zu sehr gleichen, vielleicht zunächst ein paar Worte zum Schiedsrichter der gestrigen Partie der Hamburg Freezers gegen die Schwenninger Wild Wings. Roland Aumüller ist mit Sicherheit der umstrittenste Unparteiische in der DEL. Und Herr Aumüller pfeift grundsätzlich einseitig. Das ist übrigens jedem Zuschauer und jedem Manager in der Liga bekannt. Erstaunlicherweise schaffen es die 14 Vereine dennoch nicht, sich entschlossen gegen weitere Einsätze dieser Schande des Sports auszusprechen.

Gestern hatten die Freezers zunächst Glück. Unerklärlicherweise hatte Herr Aumüller seine Aversion gegen Hamburg vergessen und pfiff für die Gastgeber. Die aber erneut nichts aus vier Überzahlsituationen machen konnten. Und das, obwohl doch genau das in der vergangenen Woche trainiert worden sein sollte?

Obwohl, nicht alle Spieler boykottierten ihren Übungsleiter. Die jungen Deutschen agierten wendiger und frischer. Kamen aber nicht zum Abschluss. Apropos Übungsleiter. Die Luft hinter den Kulissen scheint deutlich dünner zu werden für Benoit Laporte. So sah sich der Sportdirektor der Hamburg Freezers im Laufe der Woche gezwungen, dem Trainer sein Vertrauen auszusprechen. Ein wenig überzeugender Versuch, von der eigentlichen Verantwortung abzulenken. Denn wer hat denn die Spieler des aktuellen Kaders zusammengestellt, die kaum in Hamburg angekommen, alles vergessen haben, was sie konnten, wenn sie es denn je konnten?

  • Adam Mitchell, Philip Dupuis und Morten Madsen sollten vielleicht einmal für ein oder zwei Spiele auf der Bank Platz nehmen. Da hilft auch das Scorerpünktchen von gestern nicht.
  • Matt Pettinger, gut in die Saison gestartet, muss sich inzwischen fragen lassen, wann er denn vorhat, mal wieder ins Geschehen einzugreifen?

Wie ratlos der Trainer inzwischen ist, Leistung von der “Paradereihe” zu bekommen, zeigt das plötzliche Auftauchen von Festerling darin. Apropos Laporte. Wie die Hamburger Morgenpost heute berichtete, soll der Trainer gestern seinen Jungs erstmals gesagt haben, dass sie da auch um seinen Job spielen.

Zusammengefasst. Die erfahrenen Spieler können oder wollen ihre Leistung nicht abrufen. Die jungen Spieler sind somit allein gelassen. Und so wirkt das Spielgeschehen auch. Die Freezers begannen druckvoll und das recht frühe 1:0 machte Lust auf mehr. Doch hier haperte es leider erneut mit der Chancenverwertung. Man sieht Thomas Oppenheimer inzwischen an, wie stark er den Willen hat, endlich das erste Saisontor zu liefern. Aber genauso verkrampft ist inzwischen seine Spielweise. Wenigstens nahmen die Freezers die Führung mit in die Pause.

Es folgte der (nicht nur aus dieser Saison) gewohnte Einbruch. Ungeordnete, hektische 20 Minuten, in denen es die Freezers letztlich nur Niklas Treutle zu verdanken hatten, dass am Ende des Tages überhaupt Punkte in Hamburg blieben. Besonders desolat. Das fast 8 Sekunden dauernde Schaulaufen eines freien Schwenniger Stürmers direkt vor Niklas. Kein Verteidiger, der den Angreifer da mal aus dem Weg räumte. Schwenningen verdankte es schließlich nur eigenem Unvermögen, dass im zweiten Drittel das Spiel nicht komplett gedreht werden konnte. Zur Pause stand es schmeichelhaft für die Freezers 1:1.

Ob Laporte seinen Spielern nun tatsächlich nahegelegt hat, konzentriert zu agieren oder mit einem anderen Trainer arbeiten zu müssen, wird sich nicht klären lassen. Herr Aumüller hatte inzwischen die Seiten gewechselt und agierte nun eher zu Gunsten der Wild Wings. Allerdings muss er sich fragen lassen, wie er eigentlich Fouls bewerten will, wenn wegen seiner inzwischen offensichtlich konditionellen Schwächen fast 2/3 des Spielfeldes zwischen ihm und dem Geschehen liegt. Die 5 Minuten-Überzahl nutzen die Schwenniger nicht. Erneut war es keinem der neuen Spieler vergönnt, den Sieg für die Freezers in trockene Tücher zu bringen. Duvie Westcott war (und wieder ein Verteidger) es, der das erlösende 2:1 markierte. Zum Sieg wurde die Mannschaft dann in den letzten drei Minuten vom (inzwischen überschaubarem) Hamburger Publikum getragen.

Schlecht in Form: Dupuis, Mitchell, Pettinger, Madsen, Wolf
Gut in Form: Treutle, Krämmer, Jakobsen, Nielsen, Westcott

Der freie Fall der Hamburg Freezers scheint gebremst. Viel wird natürlich davon abhängen, wie sich die Mannschaft bei den nächsten beiden Auswärtspartien verkauft. Insbesondere auf das Spiel gegen Berlin darf man gespannt sein. Denn so sehr auf gleichem Niveau, das indes nicht sonderlich hoch ist, haben sich die Eisbären und die Freezers wohl schon lange nicht mehr gegenübergestanden.

Hamburg Freezers – gegen Augsburg der spielerische Bankrott

Die Hoffnung, dass der wenig glanzvolle Heimsieg gegen Grizzly Adams Wolfsburg Selbstvertrauen geschaffen hätte, erfüllte sich heute leider nicht. Die Hamburg Freezers lieferten im Gegenteil den spielerischen Bankrott der Saison ab. Die Freezers starteten besser in die Partie. Das führt beim Twitter- und Facebook-Beauftragten der Mannschaft dann dazu, eine “drückende Überlegenheit” zu erkennen. Davon waren die Männer um Herrn Laporte weit entfernt. Es sah nur etwas spektakulärer aus, weil die Augsburger immerhin 4 Strafzeiten nahmen. Die Freezers konnte erneut kein Powerplay aufbauen, das den Namen auch verdient. Am Ende der ersten 20 Minuten stand es 0:0. Es waren die besten 20 Minuten des Tages. Zumindest aus Hamburger Sicht.

Was dann folgte, dürfte jedem Chronisten schwer fallen, zu beschreiben. Der spielerische Totalausfall einer Mannschaft. Ausnehmen dürfte man erneut Kevin Schmidt, der zumindest die Übersicht bewahrte und gute Lösungen fand. Aber ansonsten?

  • Madsen, Dupuis, Mitchell, Lavallee, Ejdepalm brachten an Leistung: 0,0
  • Bettauer und Openheimer versagten heute in jedem Zweikampf
  • Westcott leistete sich haarsträubende Fehler an der blauen Linie
  • Krämmer, Rinke, Jakobsen waren gefühlt nicht auf dem Eis.
  • Festerling Wolf und Flaake versuchten wie immer “schön” zu spielen. Mit keinem Erfolg.
  • Das Trainergespann Laporte und Aubin schaute stoisch wie das Kaninchen auf die Schlange und sprach mit den Spielern hinter der Bande kein Wort.

So durfte es niemanden wundern, dass einige Fans heute bereits etwas früher gingen. Dazu gehörte auch meine Wenigkeit. Ich hatte nach 3 Gegentoren genug. So blieb mir das letzte EN dann erspart. Schade, dass heute Mottospieltag gewesen ist und viele Kinder mit ihren Eltern da waren. Die werden wohl nicht wiederkommen.

Und wie geht es weiter? Gar nicht, befürchte ich. Die Lizenzen sind mehr oder weniger vergeben. Es mag sein, dass ein Auswechseln von Herrn Laporte etwas Besserung bringen könnte. Und sei es, als Weckruf an die Mannschaft. Bei der derzeitgen Form sind die Saisonziele in akuter Gefahr. Die Freezers wollten bisher immer den Begriff der Krise vermeiden. Sie taten gut daran, denn sie befinden sich bereits im freien Fall.

Hamburg Freezers – zittern sich zum Sieg gegen Wolfsburg

Grimmig und entschlossen wirkten die Hamburg Freezers gestern beim Betreten der Eisfläche. Und schon nach 30 Sekunden war der Puck auch erstmals auf der richtigen Seite im Netz. Die Mannen um Benoit Laporte waren sofort da. Die Wolfsburger indes auch. Und damit war dieser Spielstand weniger als 2 Minuten nach Beginn auch schon wieder Geschichte. Unser Niklas braucht halt immer ein paar Minuten, bis er so richtig auf “Betriebstemperatur” ist.

Was dann folgte, waren 58 Minuten, die einerseits etwas psychische Sicherheit gebracht haben sollten. Die aber auch mehr als deutlich die Schwächen der Mannschaft offenbarten.

Es ging durchaus munter weiter. Die Freezers in Spiellaune und mit Glück im Angriff. Das 3:1 durch Jerome Flaake allerdings mit fahlem Beigeschmack. Ein Wolfsburger liegt verletzt auf dem Boden, der Schiedsrichter lässt weiter spielen. Der Puck ist drin. Generell war der Schiedsrichter gestern eher ein Hamburger.

Die Wolfsburger dagegen sonderbar paralysiert, woran aber mit Sicherheit die Niederlage im Spiel zuvor nicht unschuldig gewesen sein dürfte. So stand es am Ende des 1.Drittels verdient 4:2 für die Freezers. Das zweite Wolfsburger Tor durfte man da als “Ausrutscher” verbuchen.

Es waren die besten 20 Minuten des Abends. Und darüber sollte man sich als Fan der Freezers freuen. Denn diesmal konnte die Mannschaft immerhin schon über 30 Minuten schön mithalten. Wenn nur diese verflixte Abwehr nicht wäre. In der vergangenen Saison das Schmuckkästchen. In diesem Jahr bisher nahe am Komplettausfall. Schon bei souveräner Führung liefen die Verteidiger bloß neben dem gegnerischen Stürmer und lieferten quasi den Begleitschutz. Kein Angriff. Kein gewonnener Zweikampf.

Und diese Abwehr fiel (inklusive unserer 31) zweimal binnen 4 Minuten auf den gleichen Spielzug herein. Und damit brannte es lichterloh. Nichts lief mehr zusammen. Versöhnlich indes das Tor von Jakobsen vom eigenen Drittel ins leere Wolfsburger Gehäuse. In der NHL schon ein paar Mal gesehen, war es für mich erst der zweite Treffer dieser Art, den ich live sehen durfte.

Der Sieg der Freezers war nicht unverdient, inbesondere nach dem 1. Drittel. Aber, dass nach einer 5:2-Führung noch um drei Punkte gezittert werden muss, gibt es so eben auch nur derzeit in Hamburg.

Woran es auch gestern krankte:

  • Dupuis und Mitchell sind für mich eine große Enttäuschung bzw. spielen so schlecht, wie ich es befürchtet habe. Adam Mitchell ist ein netter Bursche, aber es hat auch immer Gründe, wenn ein Spieler von den Mannheimern aussortiert wird. Und die Gründe sieht man momentan. Da ist kein intelligenter Spielzug, viele Zweikämpfe gehen verloren. Schlichtes Schaulaufen. Dupuis war mir bis vor seinem Wechsel an die Elbe nicht bekannt. Ich glaube, in einem Jahr werde ich ihn auch schon wieder vergessen haben.
  • Die Abwehr: Bettauer? Wer ist das gleich nochmal? Ejdepalm – ein totaler Reinfall. Stand gestern zwar kurz im Verdacht, ein Tor geschossen zu haben, war aber passenderweise ein Irrtum. Der Mann ist langsam, gibt nur den Begleitservice, verliert ständig Zweikämpfe. Aus meiner Sicht die größte Fehlentscheidung der sportlichen Leitung. Der Mann kostet sicherlich nur einen Bruchteil eines Patrick Köppchen. Hat aber auch nur einen Bruchteil dessen spielerischer Qualität. Und Lavallée? Sind die Freezers eigentlich sicher, dass der nicht noch Geld von den Haien erhält? So viele Vorlagen er für die gegnerische Mannschaft gibt…

Super gespielt hat erneut Kevin Schmidt, der sich ja auch mit einem wirklich schönen Tor selbst belohnte. “JJ” war ebenfalls gut drauf. Die 14, 89 und 90 lieferten erneut solide Leistung ab. Auf Dauer werden aber eineinhalb gute Sturmreihen nicht zu größeren Sprüngen reichen. Nach einigen guten Spielen muss auch Matt Pettinger mal wieder etwas liefern.

Kurzum: Der Sieg war glücklich und verdient. Aber “über den Berg” sind die Hamburger Freezers damit noch lange nicht. Viel dürfte von der morgigen Begegnung gegen die Augsburger Panther abhängen.

Verarscht von o2 – oder: Technikprobleme ungelöst

Ho-ho-hooo. Ich schreibe ja gern mal meine Erlebnisse als Konsument nieder. Und nur noch mit einem herzhaften Lachen ist meine seit nunmehr 11 Tagen dauernde Störung des o2-DSL Anschlusses zu ertragen. Aber von vorn:

Ich bin ja leider bei o2 gelandet, weil die spanische Telefongesellschaft, sich unbedingt die italienische Telefongesellschaft einverleiben musste, die sich das deutsche Unternehmen Hansenet einverleiben musste. Oder anders. Der ehemalige Premium Anbieter Alice ist nun beim Ramscher o2 zu Hause.

In der vergangenen Woche plagten mich Leitungsprobleme unseres Anschlusses. Während DSL funktionierte, war der ISDN-Anschluss permanent gestört und mein IP-TV funktionierte gar nicht. Also dann mal bei schnell o2 angerufen.

“Ihre voraussichtliche Wartezeit beträgt 10 Minuten” – naja, die wurden fast eingehalten. Nach 16 Minuten erreichte ich einen sehr freundlichen und verständnisvollen Techniker, der meinen Anschluss einer Messung unterzog und meinte, dass dort ein Kurzschluss vorhanden zu sein scheint. Das könnte nur durch einen Techniker vor Ort gelöst werden. Er beauftrage die Telekom. Zeitfenster am Montag zwischen 8 und 12 Uhr.

Okay. Dumm nur, dass ich für das IP-TV ein Entertainment-Paket gebucht habe, dass ich nicht nur nicht nutzen kann, sondern dass ich auch nicht abbestellen kann, wenn ich das Menü des IP-TV nicht aufrufen kann.

Am Montag passierte vieles in meinem Leben. Nur leider kam niemand von der Telekom. Oder besser nicht dann, als er kommen sollte. Als ich am Nachmittag nach einem Einkauf mit meiner Tochter ins Haus zurückkehrte, erzählte mir mein Sohn, dass ein Mann wegen des Telefons dagewesen sei. Der würde mich nochmal anrufen.

Übrigens: An diesem Tag wurde an zwei Stellen in unserer Strasse der Schacht “Deutsche Post” geöffnet und tatsächlich waren da auch Kabel zu sehen. Nun ja, Sie können sich vorstellen wer mich nicht anrief. Am Dienstag schauten wir sogar TV über IP-TV und es konnte mich jemand anrufen. Also denkt man sich. Na, Mensch. Haben das o2 Deutschland und Telekom doch in den Griff bekommen.

Die Freude währte nur bis Mittwoch früh. Dann ging hier ausser DSL wieder nichts. Tja schade, Schokolade. Also flink bei o2 angerufen. “Ihr voraussichtliche Wartezeit beträgt 10 Minuten”. Man kann sich ja mal verschätzen. Mein iPhone zeigte 23 Minuten als sich endlich eine Mitarbeiterin meiner erbarmte. Dieser hatte ich dann nachdrücklich von meinem bisherigen Pech erzählt und angedeutet, dass die Störung langsam mal beseitigt werden müsste, sonst wäre der Herr Lamprecht bald LTE-Kunde bei Vodafone und das TV käme über Schüssel. Sie beauftragte erneute einen Techniker. Und…gab mir eine weitere Rufnummer. “Dort müssen Sie auch nicht so lange warten”. Geht’s noch?

Gestern kam um 11 Uhr 20 tatsächlich ein Mitarbeiter einer Firma Lause. Denn die Telekom kommt ja heute nicht mehr selbst. Sondern die Mitarbeiter, die massenweise entlassen und in Auffanggesellschaften und Subunternehmen eingegliedert wurden.

Der besah sich die Sache und meinte “Tz,tz,tz”. Die Signal ginge durch eine alte Wechseldose. Das kann so nicht funktionieren. Deaktivierte das Teil. Schaute auf meinen NTBA, sein Messgerät, freute sich und verschwand.

Ich freute mich auch, verschwand ebenfalls zum Spiel der Hamburg Freezers gegen die Wolfsburger.

Umso weniger freute ich mich, dass heute Morgen erneut am NTBA kein Licht leuchtete und die Alice-TV-Box einen “101” meldete. Das ist böse, bedeutet, dass Fernsehen nicht geht.

Anruf bei der anderen o2-Nummer: “Ihre Wartzeit beträgt voraussichtlich 1 Minute”. Wow. Es waren zwei, aber ein ausgeschlafener Techniker meldete. Der sagte nur, er sehe, dass dort dauert etwas abbricht. Er gibt das weiter. Das kann nur vor Ort geklärt werden.

Kenne ich ja schon. Zum obligatorischen Wochenendeinkauf aufgebrochen. Das Handy klingelt, zu langsam aus der Tasche genestelt. Pech.

Wieder daheim, rufe ich die angezeigte 0800-Nummer an: “Willkommen bei o2. Unser Kundendienst benötigt zu Ihrer Störung noch weitere Informationen. Bitte rufen Sie die Hotline an.”

Wie bitte? Wieso muss ich jetzt eigentlich dauernd irgendwo anrufen? Eine mir verkaufte Leistung funktioniert nicht und der Anbieter erwartet von mir ständig, dass ich mich melde, als wenn ich die Leistung eigentlich gar nicht benötige?

Ich rief also erneut die Hotline an: Schade. Der nette Mitarbeiter konnte mein Ticket zwar sehen, nur leider wusste er von einem Anruf bei mir nichts. Er trage das nach.

Ergebnis der Bemühungen von o2 und seinen Technikern:

  • In 11 Tagen nur an einem Tag TV. Ich zahle also für eine Leistung, die ich nicht nutzen kann, schon einmal 1/3 des Monats zu viel.
  • Bisher in Warteschleifen verbrachte Zeit: 51 Minuten gesamt

Ich bin gespannt darauf, wie es weitergeht.