Ich mach das auch

Auf den Seiten des Sicherheitsexperten Bruce Schneier wurde in dieser Woche der Ratschlag diskutiert, man solle seine Passwörter aufschreiben. Ich sehe sie schon vor mir: Systemadministratoren, die ihre Hände über dem Kopf zusammenschlagen: „Um Himmels willen, was predige ich den Usern nur immer!“

Ich finde es gut, dass ein durchaus angesehener Experte endlich das ausspricht, was viele Leute ohnehin, wenn auch mit schlechten Gewissen, tun. Das es gefährlich ist, bei allen Onlineangebote das gleiche Passwort zu verwenden, dürfte den meisten Nutzern einleuchten. Ist dies einmal einem unbefugten Dritten bekannt, öffnen sich damit sofort Freemailer, Ebay & Co. Wie ein sicheres Passwort aufgebaut sein sollte, wissen mit Sicherheit auch die meisten erfahrenen Anwender. Das Problem: Je sicherer, desto weniger zu merken. Also doch nur ein Passwort für alle Fälle?

Nein: Der Tipp mit dem Aufschreiben ist durchaus gut. Ich selbst mache das auch schon seit Jahren und bin bisher vom Datenklau verschont geblieben. Aufschreiben heisst ja nun nicht, dass ich den Zettel mit meinem Passwörtern einfach herumliegen lasse oder gar an mein Whiteboard hänge. Ich verwahre meine Passwortliste dort, wo ich auch andere sensible Dinge, wie zum Beispiel meinen Personalausweis und meine Kreditkarten, aufbewahre: In meiner Geldbörse. Und die lasse ich nun wirklich nicht aus den Augen. Also weg mit dem schlechten Gewissen! Schreiben Sie Ihre Passwörter ruhig auf. Aber passen Sie auf den Zettel auf.

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2 Antworten auf Ich mach das auch

  1. Kai Buehler 24/6/2005 at 20:05 #

    Hallo,
    besser ist doch ein elektronischer Speicherort. Bei der heutigen Masse an Passwörtern ist KeePass für mich nahezu unentbehrlich geworden (http://sourceforge.net/projects/keepass/)

    Kai.

  2. Stephan 25/6/2005 at 10:59 #

    Hallo Kai,

    besser ist doch ein elektronischer Speicherort.

    Ich denke, das kommt wirklich auf die Umstände drauf an. Ich finde den PwManager unter KDE ganz klasse. Aus diesem generiere ich auch immer meine Liste, die ich bei mir führe. Aber sobald ich eben nicht an meinem Produktivrechner sitze, kommt die analoge Liste zum Einsatz. Mit ist schon mal vor einem Terminal mein Palm ausgegangen, in dem ich die PIN für meine Geldkarte, die ich gerade aufladen wollte, gespeichert hatte. 🙂

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