Schlagwort-Archive: Marginalia

Au weia, T3N

Ab und an habe ich an dieser Stelle auch einmal über „t3N“ berichtet. Ein Magazin, das sich aus meiner Sicht inhaltlich und optisch gefunden hatte. Die Betonung liegt auf „hatte“, denn die aktuelle Ausgabe wartet mit einem neuen Layout auf. Das ist auch wieder nicht ganz richtig, denn „neu“ ist an dem Layout lediglich, dass t3n bisher anders ausgesehen hat. Klimaneutral und mattes Papier, einverstanden. Aber das Layout mit den fetten Trauerbalken ist nun absolut 90er. Und nicht so überzeugend, als dass es jetzt als Retro-Version noch mal gebraucht würde. Vielleicht hat einer meiner Leser eine alte Ausgabe der Internet Professionell aus den Jahren 98 oder 99? Dann bitte dringend nach Hannover schicken, damit man sich da dann ein bisschen schämt. „Dieses Magazin wurde auf Basis von Open-Source- und XML-Technologien automatisiert gesetzt“. So steht es in jeder Ausgabe. Ab jetzt sieht man das leider auch. Schade.

Klarstellung zu aktuell kursierenden Zahlen zu XING | XING Blog

Hossa! Ich schätze eigentlich die Arbeit von Herrn Kopka noch aus alten AOL-Zeiten. Aber ganz ehrlich. Diese Erwiderung auf im Netz kursierende Zahlen hätte er sich dann doch lieber verkniffen. Da steht etwas von Fakten. Das sind aber alles Behauptungen, so lange hier keine einzige konkrete Zahl genannt wird. So wird aus einer gut gemeinten Klarstellung, eine verfrühte Reaktion und damit auf den ersten Blick zumindest das Einräumen, es können hier doch sehr wohl etwas dran sein.

Wie sind die Fakten?

1. XING hat in allen Quartalen 2010 ein starkes Mitgliederwachstum verzeichnet. Im vierten Quartal haben wir sogar mehr Mitglieder gewonnen als jeweils in den drei Vorquartalen. Wir sind auf Wachstumskurs und freuen uns über diese Entwicklung.
2. Die Nutzung eines Business-Netzwerks ist im Weihnachts- und Urlaubsmonat Dezember naturgemäß geringer als in anderen Monaten. Da aktuell Zahlen aus Dezember mit Zahlen aus Januar 2010 verglichen werden, ergibt sich zwangsläufig ein verzerrtes Bild. Das wäre in etwa so als würde man bei einem Vergleich des Traffics von Dezember zu Januar einen extremen Nutzer-Zuwachs unterstellen. Üblich sind aus diesem Grund Vergleiche mit dem jeweiligen Vorjahresmonat.
3. XING ist das mit Abstand aktivste und meistgenutzte Business-Netzwerk.

[From Klarstellung zu aktuell kursierenden Zahlen zu XING | XING Blog]

Work Smarter In Windows: 55 Great Productivity Tricks – PCWorld Business Center

we’ve dug up the best Windows tricks in our arsenal and talked to some of the best minds in productivity to find 55 tips sure to help you get more work done with your PC in less time.

[From Work Smarter In Windows: 55 Great Productivity Tricks – PCWorld Business Center]

Also wer sehr intensiv und viel mit Computern, insbesondere Windows arbeitet, wird nicht all zu viele Neuigkeiten lesen. Aber aufgrund der Vielzahl der Tipps und der Dichte der Zusammenstellung dennoch lesenswert!

Kostenpflichtiges Oracle Open Office 3.3 veröffentlicht – ich bin nicht dabei

Kostenpflichtiges Oracle Open Office 3.3 veröffentlicht

Oracle hat seine Office-Suites Open Office 3.3 und das webbasierte Oracle Cloud Office in der Version 1.0 veröffentlicht. Oracle Open Office kann ab sofort zu Preisen ab 39 Euro erworben werden, die freie Version der Office-Suite steht noch nicht zum Download bereit.

[From Openoffice.org: Kostenpflichtiges Oracle Open Office 3.3 veröffentlicht – Golem.de]

Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass ich eigentlich immer sehr gern mit OpenOffice (StarOffice) gearbeitet habe. Zugegeben, diese Liebe wurde erst erweckt, als ich vor knapp sechs Jahren meinen Produktivrechner auf Linux umstellte, aber seitdem habe ich immer brav eine kommerzielle Version des Pakets erworben. Die kommerzielle Variante bracht einige nette Vorlagen mit und sparte mir die Zeit, diese erst aus dem Web zu laden. Zum anderen habe ich meine Lizenz immer als meinen persönlichen Beitrag verstanden, den Initiatoren hinter OpenOffice einen Obolus zukommen zu lassen.

Nun bin ich seit einigen Monaten auf den Mac umgestiegen. Zwar arbeite ich immer noch sehr gern mit Linux und werden auch weiter hin darüber schreiben, aber Artikel, Bücher und Blogs entstehen jetzt auf einen Macbook Pro. Dort habe ich zwar ebenfalls eine Version von OpenOffice installiert, die ich aber nur dann verwende, wenn ich über die Software berichten möchte. Und nun veröffentlicht Oracle also eine neue kommerzielle Version, nachdem es im OpenOffice-Team zu Querelen und zur Abspaltung eines Teiles gekommen ist.

Ich werde also diesmal keine kommerzielle Version erwerben. Das liegt einerseits schlicht daran, dass ich derzeit keine wirkliche Verwendung für das Programm hätte. Der Kern von OpenOffice und LibreOffice ist gut, keine Frage. Und vor allem erlaubt es vielen Menschen auf der Welt, eine komplettes Office-Paket zum Nulltarif zu verwenden. Aber es hat sich in den vergangenen Jahren leider kaum etwas an der Oberfläche und Bedienung geändert. Die Oberfläche, die einen anstarrt, wirkt im Vergleich zu anderen (ja zugegeben,kommerziellen) Lösungen einfach alt- und hausbacken. Spaß sieht anders aus.

Aber noch viel wichtiger: Als Oracle sich das Office-Paket einverleibte, hatte ich ein recht ungutes Gefühl. Und wie unsensibel man mit den Wurzeln einer tradierten Lösung und auch einer Marke umgehen kann, ist schon erstaunlich. Wenn ich dann auch noch lese, dass ich jetzt für jedes OS eine eigene Lizenz benötige, fällt mir schon gar nichts mehr ein. Das war eines der Vorteile des kommerziellen Pakets. Alle Versionen in einem Karton zu einem Preis! Tja, eine Ära geht zumindest auf meinen Rechnern zu Ende.