IBM ermuntert seine Mitarbeiter zum bloggen und Mikrosklaven kommentieren

Wie bei Heise hier zu lesen ist, ermuntert Big Blue seine Mitarbeiter offiziell dazu, ein Blog zu führen. Besonders erwähnenswert erschien dem Redakteur und dem Unternehmen selbst zu sein, dass sich der Mitarbeiter durchaus als Angehöriger von IBM zu erkennen geben soll, unter der Prämisse, dass seine Gedanken keine offizielle Sichtweise des Unternehmens darstellen (Ach…). Auch Microsoft-Mitarbeiter haben Blog-Plattformen, die das Unternehmen offiziell zur Verfügung stellt und Sun auch und…

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Was mich an dem Beitrag bei Heise persönlich ärgert, ist das einfach unreflektionierte Vermelden. Da habe ich an der Stelle schon kritischere Berichte gelesen.

Dass hinter der “Ermunterung” massiv Unternehmensinteressen stecken, ist augenscheinlich. Zum einen vermutlich der Wunsch etwas zu kanalisieren, was sich eigentlich nicht kanalisieren lässt, zum anderen dürften die Strategen erwarten, dass der ach so intrinsisch motivierte Mitarbeiter sein Unternehmen im Falle eines Angriffs verteidigen wird. Da ist es dann durchaus von Vorteil, wenn er sich denn auch gleich des Instrumentariums der Blogosphäre bedienen kann, um die Welt wieder gerade zu rücken. Was uns dann alle erwartet, kann man sich schon einmal bei Wolfgang etwa hier ansehen.

Die Vorstellung, dass wir zukünftig alle in Kommentaren und Trackbacks ersticken werden, die sich direkt aus der Knowledge-Base von Sun oder Microsoft speisen, macht mich schaudern…

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