Eine weitere Quelle (nutzlosen?) Wissens

Vor wenigen Tagen habe ich mich über das wunderbare Buch von „Ben Schott“:https://news.lamprecht.net/index.php?p=36 ausgelassen, der einen Fundus an originellen und skurilem Wissen zusammengetragen hat, das seinesgleichen sucht. Verwundert stehe ich nun gestern in einer der Buchhandlungen meines Vertrauens und blicke auf ein Werk, bei dem es sich, höflich formuliert, optisch um eine Entlehnung von Schotts Sammelsurium handelt. Dreistes Plagiat, denke ich mir, und nehme das Buch mit, nicht zuletzt, um an dieser Stelle meiner verehrten Leserschaft Kostproben eines miesen Plagiators aufzutischen.

Tatsächlich hat Manfred Walch bei der Gestaltung von „Ringels Randnotizen“ eine -Kopie- Entlehnung geschaffen, aber damit hört die Überschneidung beider Titel bereits auf. Während Schott Wissen sammelt und damit auch zur Bildung seiner Leser beiträgt und wohl auch beitragen will, hat der Autor Michael Ringel, Redakteur der taz, eine Sammlung von Listen zusammengestellt, die auf ihre Art und Weise zwar auch irgendwie zur Bildung beitragen, aber dank ihrer sich in die Gedankengänge ätzenden Polemik einfach nur Spaß machen:

* Die zehn ekligsten Geräusche,
* Die zehn berühmtesten Dopingfälle,
* Sieben deutsche Schriftsteller, die Berufssoldaten waren,
* Die zehn merkwürdigsten Befehle aus „Raumpatrouille Orion“

um nur einige Beispiele aus dem 240 Seiten starken Werk zu nennen.

Ringels (Be)Wertungen verblüffen, amüsieren und wecken in jedem Leser eine Menge Erinnerungen, sei es an die 70er, 80er oder 90er Jahre. Gehen Sie los und kaufen Sie dieses Buch! Sie werden es nicht bereuen!

*Oder auch gleich hier bestellen:*

Cover Ringels Randnotizen

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