Steinstraße 11 – wunderbares Heft

Ein wunderbar aufgemachtes Heft erregte vor zwei Tagen meine Aufmerksamkeit in der Bahnhofsbuchhandlung meines Vertrauens. „Steinstraße 11“ sein Titel. Als Hamburger denkt man in einem Hamburger Kiosk natürlich an die Steinstrasse in Hamburg, aber weit gefehlt; Namensgeber ist die Redaktionsadresse der Redaktion in München, was ein erster Blick auf die letzte Seite des Heftes, dem nach dem Cover immer zuerst meine Aufmerksamkeit gehört, verriet.

Eine gelungene Überraschung. Die zweite Überraschung bestand in dem hervorragenden Inhalt. Die Zeitschrift, die sich selbst als „Magazin für Kultur und Diverses“ bezeichnet, gibt sich in dieser Ausgabe 2/2005 den Schwerpunkt „Über die Liebe“. Facettenreich und mit ästhetischen Bildstrecken anmutig garniert gibt es hier unter anderem ein Interview mit einem italienischen Playboy, das Federico Fellini führt, ein Essay von Henryk M. Broder, und als exklusive Vorabübersetzung Auszüge aus dem Blog eines Londoner Callgirls, das in Kürze in Buchform erscheint. Ein Magazin, das erfrischend anders ist, großen Lesespaß bietet. Ich wünsche ihm viele viele Leser!

Eine Antwort auf Steinstraße 11 – wunderbares Heft

  1. Hartwig Mähler 23/11/2011 at 8:59 #

    Nach eine Aussage von taz und diversen Texten scheint das Magazin letztmalig in 12/2005 von Herausgeberin Gina Kehayoff auf den Markt gekommen zu sein. Die Apoldaerin Ilka Lohmann fragte in Facebook danach, was mich zuerst in die Apoldaer Steinstraße 11 führte. Dort gibt es das Magazin für Kultur und Diverses nicht, denn die Steinstraße ist in München. Wenn schon solch gute Kritiken anliegen, muss es doch auch weitere Auflagen geben.
    Danke für eine Antwort.

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