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Superminder – gutes Ticklerfile

Empfehlenswert ist es sicherlich nicht: das Arbeitsleben ganz ohne Aufgabenliste oder Terminkalender. Denn in Ihrem Hinterkopf müssten Sie reichlich lose Enden an Aufgaben und Terminen im Griff behalten. Zwar wirbt Superminder damit, dass der Dienst eine einfache Alternative zu Termin- und Aufgabenplanern darstellt, für mich ist der Service nicht mehr als eine leicht bedienbare und elegante Wiedervorlage, oder ganz im Neudeutsch des GTD, ein Tickler File. Nach der äußerst unkomplizierten Anmeldung betreten Sie einen übersichtlichen Arbeitsbereich. Legen Sie zunächst über „Settings“ Ihre Zeitzone und das Ziel der Erinnerungen fest. Sie haben hier die Wahl zwischen einer Mailadresse oder einer Mobilfunknummer. Beide müssen Sie allerdings durch einen Zahlencode bestätigen. Sind diese Vorarbeiten abgeschlossen, wählen Sie den Monat aus und klicken auf den Link „Add“. Vergeben Sie einen Text und markieren Sie das gewünschte Datum sowie die Uhrzeit. Das war es schon. Der Eintrag Ihrer Merker wandert in die Übergangsliste und Sie werden pünktlich zur verabredeten Zeit eine Mail oder eine SMS als Erinnerung erhalten. Blitzsauber programmiert und einfach in der Nutzung, so soll es sein. Was setzen Sie als Wiedervorlage ein? Kennen Sie ähnliche Dienste, die Ihnen noch mehr zusagen?

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The Big Picture – erfrischend neuer Ansatz fürs Projektmanagement

Um Projekte zu planen, ist nicht immer sofort eine Software wie Onepoint, MS Project oder auch OpenProj nötig. In erster Linie ist, abseits der üblichen systemkonformen Definitionen, ein Projekt zunächst einmal ein Plan zur Erledigung zahlreicher Aufgaben. Davon ist ein Projekt aus Ihrer persönlichen Einschätzung wichtiger als ein anderes und somit auch die hiermit verbundenen Aufgaben(pakete). Wenn Sie eine praktische Hilfe zur Sammlung der Tätigkeiten rund um verschiedene Projekte suchen, werfen Sie einmal einen Blick auf The Big Picture. Nach der Eröffnung eines kostenlosen Benutzerkontos gelangen Sie zunächst zu einer leeren Arbeitsfläche. Sie werden unmittelbar dazu aufgefordert, ein erstes Projekt einzuzeichnen. Durch Klicken und Ziehen mit der Maus platzieren Sie einen Kreis und weisen dem Projekt einen Namen zu. Dieses einfache Konzept hat mich sofort begeistert. Durch die Größe des Kreises habe ich ein einfaches Mittel, die Bedeutung eines Projekts zu unterstreichen. Die zweite Möglichkeit besteht in der Wahl der Farbe der Kugel, die Sie natürlich ebenfalls frei definieren können.

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Mit einem Klick auf die Figur rufen Sie sich die Arbeitsfläche für das Projekt auf. Über den Link „New Task“ definieren Sie eine Aufgabe, die mit der Maus frei auf der Fläche platziert werden kann. Aus den einzelnen Aufgaben können Sie ganz leicht mit der Maus Pakete schnüren. Dazu klicken und ziehen Sie eine Aufgabe auf eine andere. Jede einzelne Aufgabe oder auch das gesamte Paket kann mit der Maus später als erledigt gekennzeichnet werden. Das funktioniert so einfach und schnell, dass Sie den Unterschied zu einer Desktopanwendung nicht bemerken werden. In jedem Projekt gibt es aber Tätigkeiten, die an eine feste Zeit gebunden sind, also die Verankerung im Kalender benötigen. Das geht mit The Big Picture ebenfalls sehr leicht von der Hand. Sie ziehen eine Aufgabe auf das Kalendersymbol und wechseln damit die Anzeige.

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Dort navigieren Sie zum gewünschten Datum und legen den Termin ebenfalls per Drag & Drop an. Die Termine können von Ihnen und den anderen Mitarbeitern des Projekts auch per URL im ICAL-Format abonniert werden. Aufgaben und Termine mailen Sie sich mit einem Mausklick und genauso schnell haben Sie andere dazu eingeladen, mit Ihnen gemeinsam am Projekt zu arbeiten.
Insgesamt hat mich schon länger keine Anwendung nach so kurzer Zeit begeistert, wie The Big Picture. Was meinen Sie dazu? Genügt Ihnen die Anwendung für Ihre Projektplanung?

Ihr persönlicher Avatar

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Einem Tweet von Thorsten Zoerner verdanke ich den Hinweis auf Iconizeme, einem Service, der Ihnen Ihren ganz individuellen Avatar anbietet. Sie entscheiden sich nach dem Besuch der Webseite für einen der drei Künstler, die ihre Dienste anbieten. Anschließend bezahlen Sie per Paypal 40 oder 50 US-Dollar, je nach Künstler, und werden kurze Zeit später vom Zeichner kontaktiert. Diesem müssen Sie einige Fotos von sich per E-Mail zur Verfügung stellen. Nun kommt der schwierigste Part, zumindest für ungeduldige Menschen: Warten. Die Lieferzeit beträgt zwischen zwei Wochen und einem Monat, was nicht zuletzt daran liegt, dass alle drei offensichtlich einerseits noch einen anderen Job ausüben, andererseits aber auch mit den Zeichnungen gut ausgelastet sind. Anschließend erhalten sie dann Ihren Avatar. Zum einen in Form eines hochauflösenden Vektor-PDF sowie einer Reihe von Icon-Dateien unterschiedlicher Größe. Diese können Sie dann nach Herzenslust bei Socialnetworks oder anderen Diensten als Profilbild hinterlegen. Dieser kleine Luxus ist nicht ganz billig, ich bin aber von meinem Avatar recht angetan. Der übliche Dreitagebart kam auf den Vorlagen wohl nicht so gut raus. Mein Fazit: empfehlenswert! Was halten Sie von meinem kleinen Bild?

OffiSync – Google Apps in MS Office nutzen

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Für das Zusammenspiel zwischen Google Apps und OpenOffice nutze ich ja bereits seit geraumer Zeit das smarte Werkzeug OpenOffice.org2GoogleDocs. Bisher war ich vergeblich auf der Suche nach einer Entsprechung für das Office-Paket aus dem Hause Microsoft. Eine solche Lösung ist OffiSync, das sich derzeit noch in der Betaversion befindet, aber die Synchronisation zwischen Office 2007 und Office 2003 mit den Google Apps verspricht. Für die Installation wird Dotnet in einer aktuellen Version vorausgesetzt und im Zweifel aktualisiert. Ist das Setup erfolgreich verlaufen, haben Sie in den Office-Anwendungen Zugriff auf ein neues Ribbon. Hier richten Sie unter anderem das verwendete Benutzerkonto ein und greifen auf die Funktionen des Dateimanagements zu. Google Office wird dabei direkt in die Oberfläche des Office-Pakets integriert. Wollen Sie eine Datei öffnen, blendet Ihnen das kleine Tool die angelegten Ordner und Dateien ein. Hier öffnen Sie wie gewohnt die gewünschten Dateien mit einem Doppelklick. Auch das gemeinsame Bearbeiten eines Dokuments steuern Sie direkt aus der Oberfläche heraus. Um gezielt ein Dokument zu finden, nutzen Sie die integrierte Suchfunktion, die Ihnen die Dokumente, die den gesuchten Begriff im Titel oder Text enthalten, in Form einer Liste ausgeben. In meinem Test arbeitete der Dienst reibungslos und ohne Probleme. Wenn ich mir noch eine Funktion wünschen dürfte, hätte ich gern noch eine Synchronisation zwischen Dokumenten, die ich offline bearbeitet habe und dem Onlinespeicher.

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Eine nette Idee, eingelogged

eingelogged

Ende der 90er Jahre, also mitten in der Online-Steinzeit, aus der ich ja entstamme, war eines der gängigen Management-Buzzwords der Begriff „Content-Aggregation“. Schon damals erkannten eine Reihe smarter T-Shirt-Träger, dass es auf Dauer schon lästig ist, sich täglich auf einer Vielzahl immer gleicher Websites einzuloggen (Freemailer, Nachrichtenportale, Banking-Sites) und wollten dem Nutzer eine Menge Zeit sparen, in dem Sie für ihn sowohl das Login übernahmen als auch Informationen direkt von den Fremdseiten in einem eigenen Auftritt anzeigten.
Von diesen T-Shirt-Trägern springt heute niemand mehr, die Cash-Burn-Rate ihrer Gründungen hat sie längst verbrannt, dennoch ist das Problem der multiplen Logins ja immer noch nicht gelöst. OpenID hilft mir dabei nur insoweit, dass ich mir lediglich ein Passwort merken muss, um mich auf einer Reihe von weiteren Angeboten einzuloggen. Das haben sich wohl auch die Macher von eingelogged.de gedacht, die selbst das OpenID-Verfahren unterstützen. Nach der unkomplizierten Eröffnung eines kostenlosen Benutzerkontos können Sie aus einer Reihe von Webanwendungen wählen und auf Ihrer personalisierten Startseite platzieren. Zu jedem Angebot hinterlegen Sie Ihren Benutzernamen und das Passwort, um sich später dann mit einem einzigen Klick später beim jeweiligen Anbieter anzumelden. Das funktioniert reibungslos, aber mehr macht das Portal dann auch schon nicht. Nett und bequem, solange Sie kein Problem damit haben, ihre Passwörter auf einer Drittseite abzulegen.