Infinity Rebel 54 HFC – toller kompakter Staubsauger von Dirt Devil

Der Infinity Rebel von Dirt Devil ist das neueste Mitglied in unserem Haushalt. Ich stecke mitten in der Vorbereitung eines Umzugs. Sie kennen das ja. In der neuen Wohnung ist noch viel zu tun und dreckig ist es dort auch. Aber in der alten Heimat muss das Leben auch weitergehen. Um den Miele-Staubsauger nicht ständig her und her kutschieren zu müssen, sollte ein neuer Sauger her.
Die Hauptkriterien meiner Auswahl waren:

  • Preiswert,
  • kompakt und
  • gute Saugleistung.

Nach einigen Produktrecherchen bin ich bei Amazon dann auf den Infinity Rebel vom Dirt Devil gestoßen. Der Sauger kostet unter 100 Euro, besitzt gute Kundenrezensionen und kommt ohne Beutel aus. Also mal Schwupps in den Warenkorb damit.

Der erste Eindruck

Zur Lieferung und Verpackung muss man bei Amazon nichts schreiben. Hat alles gut funktioniert. Versendet wurde im Originalkarton. Mit seinen großen Rädern und dem feuerroten Gehäuse wirkt der kleine Sauger richtig knuffig. Und er ist erstaunlich leicht. Der Zyklonsauger ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und erweckt trotzdem keinen billigen Eindruck.

Es steckt jede Menge Zubehör im Karton. Neben der obligatorischen Düse für Teppiche und Hartböden, sind dies ein kombinierter Aufsatz aus Polsterdüse und Möbelpinsel sowie eine Düse für empfindlichere Hartböden wie Parkett oder Laminat. Alle Düsen können direkt an den Handgriff gesteckt werden oder in das Teleskop-Rohr.

Als verwöhnter Miele-Kunde habe ich hier eine Kupplung der Teile vermisst. Rohr, Handgriff und Düse werden tatsächlich lediglich zusammengesteckt. Das wirkt auf den ersten Blick etwas klapprig. Und gerade weil der kleine Sauger ein so geringes Kampfgewicht auf die Waage bringt, klapperte das Herausziehen des Netzkabels denn doch ordentlich.

Der Praxistest – echt saugstark

Nun ist ein vernünftiges Arbeitsergebnis bei einem Staubsauger wohl das wichtigste. Aus meiner Sicht hätte das Netzkabel ruhig etwas länger sein dürfen, um einen noch größeren Radius zu ermöglichen. Gut, dass eine farbige Markierung am Kabel den Anwender warnt, bevor er es zu weit aus dem Gehäuse zieht. Mit einer Nennleistung von 800 Watt fängt der Kleine dann ordentlich an zu saugen. Das Betriebsgeräusch ist überraschend leise. Der Motor selbst tritt hinter das deutlich hörbare Geräusch der Turbine zurück. Eine Wahl der Leistung am Gerät selbst ist nicht möglich. Wenn sich die Düse regelrecht an einem Läufer festsaugt, wie in meinem Fall, kann der Strahl etwas reduziert werden, in dem am Handgriff ein Schieberegler geöffnet wird. Nebenluft-Regler wird das genannt. Wir haben in unserem Haus fast ausschließlich Hartböden und hier schafft der Dirt Devil doch einiges weg. Doch auch auf Teppich macht der Staubsauger eine ordentliche Figur. Für die Reinigungsleistung würde ich doch mal glatte 100 von 100 Punkten geben. Übrigens ist der Infinity Rebel mein erster Sauger ohne Beutel. Der im transparenten Behälter gesammelte Dreck hat mich dann doch schon ordentlich überrascht.

Handhabung im Alltag

Der Staubsauger ist klein und wendig. Meine Befürchtungen, dass er zu leicht sei und auch beim Ziehen die Balance verlieren könnte, erwiesen sich als unbegründet. Was mir persönlich gefällt, ist die einfache Entnahme des Staubbehälters, der auch leicht ausgewaschen werden kann. Obwohl die Steckverbindung zwischen Handgriff und Rohr nicht arretiert werden kann, ist bisher zumindest nichts beim Saugen auseinandergefallen. Etwas unschön finde ich die Unterbringung des Zubehörs gelöst. Denn nur ein Teil der Düsen lässt sich zusammenstecken, um sie mittels einer Klemme am Schlauch befestigen zu können. Es bleiben also Teile zum Wegräumen zurück. Auch das ist bei größeren Modellen komfortabler gelöst.

Fazit: Insgesamt kann ich dieses Modell des Infinity Rebel von Dirt Devil empfehlen. Er bietet ordentliche Arbeitsergebnisse (auf Hartböden und Läufern) zu einem tollen Preis.

Der legt jeden Keller trocken – Rotek ACD-20-DF Luftentfeuchter

Ich wohne (noch) in einem Haus aus dem Jahr 1908. Und da ist es nicht ungewöhnlich, dass der Keller eben gerade nicht trocken ist. Schließlich waren die modernen Dämmstoffe seinerzeit noch nicht erfunden. Da der Keller aber auch als Waschküche genutzt wird und darin auch noch der Wäschetrockner steht, hatte ich irgendwann die Nase sprichwörtlich voll. Es roch einfach zu muffig. Nach diversen Experimenten mit den billigen Granulaten aus dem Baumarkt, sollte ein Luftentfeuchter her. Und nach der eingehenden Lektüre von Produktbeschreibungen habe ich mich für den Rotek ACD-20-DF entschieden. Kurzum: Ich habe den Kauf nicht bereut.

Kompaktes und leichtes Gerät

Der kleine und kompakte Entfeuchter wird sicher verpackt geliefert. Beigefügt ist eine kurze Anleitung, die bei der Inbetriebnahme hilft. Und die erste Lektüre genügt auch bereits, um den Rotek von da an sicher bedienen zu können. Es ist alles fix montiert. Eine Steckdose genügt und es kann losgehen. Dank der Rollen ist der Luftentfeuchter schnell dort, wo er seine Arbeit verrichten soll. Allerdings ist das Netzkabel aus meiner Sicht etwas kurz. 30 oder 40 Zentimeter mehr hätten es schon sein dürfen, dann wäre die Aufstellung im Raum noch flexibler.

Automatik oder Dauerbetrieb

Der ACD-20-DF besitzt ein eingebautes Hygrometer. Mittels der Wahltasten stellen Sie die gewünschte relative Luftfeuchte ein. Damit startet der Kompressor. Und dann können Sie das Gerät in Ruhe seine Arbeit verrichten lassen. Der Hersteller wirbt zwar selbst damit, dass der Entfeuchter flüsterleise arbeitet, aber das ist natürlich Werbung. Für das Entfeuchten von Badezimmer oder zur Unterstützung der Lüftung in Wohnräumen kann er sicherlich genutzt werden. Aber auf die Dauer werden Sie ihn hören und dann doch auch wieder abschalten wollen.
In den ersten Stunden sind die einzig sichtbaren Anzeichen dafür, dass der Entfeuchter seine Arbeit macht, das drehende Rad im Stromzähler, der sich verändernde Wert des Hygrometers und ein sich langsam füllender Wassertank. Dieser hat eine Kapazität von knapp 3 Litern. Je nach Feuchtegrad des Aufstellungsraums ist der Tank dann aber binnen weniger Stunden voll. So wie in unserem Keller. Dann stoppt der Rotek und weist per Display auf den anstehenden Wechsel des Behälters hin. Das ist aber rasch erledigt. Und dank des integrierten Griffs kann der Tank auch sicher transportiert werden.
Statt der Automatik lässt sich auch der Dauerbetrieb einstellen. Dann arbeitet der Entfeuchter solange, bis Sie ihn wieder abstellen.

Tolles Ergebnis

Und sie werden überrascht sein, wie viel Wasser das Gerät tatsächlich aus der Luft und damit auch aus dem Mauerwerk entnimmt. In meinen Fall habe ich zwei Tage lang fleißig den Wassertank entleert. Aber mit tollem Ergebnis. Denn der muffige Geruch war bereits am zweiten Tag verschwunden und das Hygrometer zeigte statt 82 Prozent lediglich 62 Prozent an. Das finde ich für einen alten Keller als durchaus angemessen.

Wartungsarm und moderat im Verbrauch

Was mich bisher von der Anschaffung eines elektrischen Luftentfeuchters abgehalten hatte, war die Sorge um den Stromverbrauch. Klare Sache. Das Ding benötigt für seinen Kompressor Strom. Aber mit einer Leistung von 400 Watt hält sich das durchaus in Grenzen. Alle zwei Stunden eine knappe Kilowattstunde waren mir das Arbeitsergebnis wert. Und mit knapp 180 Euro ist der Apparat auch erschwinglich. An Wartungsarbeiten ist eigentlich nichts auszuführen. Zum Reinigen einfach feucht abwischen, Wassertank regelmäßig leeren und ebenfalls ausspülen und gelegentlich muss das Lufteinlassgitter von Staub gesäubert werden.

Fazit: Der Luftentfeuchter von Rotek ist aus meiner Sicht eine klare Kaufempfehlung für alle, die einen Keller oder die Garage entfeuchten wollen. Auch Wohnungsinhaber von Innenbädern sollten sich die Anschaffung überlegen, um Schimmelbildung vorzubeugen.

Ikeas digitale Scheissprozesse

Dass es bei Ikea bei der Digitalisierung durchaus Potenzial nach oben gibt, habe ich vor einigen Tagen bei etailment geschrieben. Während es von meiner Küchenbestellung noch nichts weiter zu berichten gibt, stolpert das Unternehmen zumindest bei mir auf der letzten Meile. Und das gewaltig.

Online Möbel bestellt

Der Beginn der Geschichte ist schnell erzählt. Im Online-Shop wurden ein paar Regale zusammengestellt. Und für die Lieferung ins eigene Heim bestellt. Brav habe ich bei der Bestellung angeklickt, per Bezahlkarte meine Rechnung begleichen zu wollen. Bestellbestätigung, Liefertermin avisiert – es lief geschmeidig durch. Was man bei meiner Ex-Frau nicht sagen kann. Deren Lieferung wurde jetzt bereits zum dritten Mal verschoben. Na, Glück gehabt.

Das Drama des Bezahlens – Hermes und outgesourcte Prozesse

Heute sollte die Lieferung nun kommen. Und sie kam. Eigentlich alles super. Aber ich sagte, ich wolle per Bezahlkarte … Das war das Debüt für den von Hermes beauftragten Mitarbeiter. Sein Multifunktionsgerät, das sich bereits einmal aufgehangen hatte, sah diese Option nicht vor. Also machte er sich drei Treppen nach unten auf den Weg, um sich wohl bei seiner Zentrale schlau zu machen. Und schwupps, gab es die Option doch. Nun musste er mit seinem Multifunktionsdingens eine Nummer anrufen. Zum Glück war auf Laut gestellt. Er musste also bestätigen, dass ich neben ihm stehe, seinen Namen sagen und bekam eine Autorisierungsnummer.

Wie ich jetzt weiß, war damit der Vorgang abgeschlossen. Meine Karte belastet. Das wusste ich aber nicht, der bemühte Mitarbeiter auch nicht.

Er zog meine Karte also durch seinen Kartenleser, der vorher mühsam per PIN und Bluetooth mit dem Multifunktionsdingens verbunden werden musste. Der akzeptierte die Karte aber nicht. Das Spiel spielten wir dann dreimal, wobei er zweimal neu starten musste. Flehentlich fragte er, ob ich auch per ec-Karte zahlen könnte. Also okay. Gesagt getan. Und nach einem Neustart seines Dingens ging das auch.

Besitzer eines großen Kartonberges rief ich doch mal bei der Ikano-Bank an. In wenigen Wochen kommt meine Küche und die wollte ich dann gern mit der Bezahlkarte…. Die Dame am Telefon war sehr freundlich und erklärte mir, dass meine Karte belastet sei. Das könnte sie sehen. Auf meine Nachfrage kam dann ein: “Dann müssen die ihr Personal richtig schulen. Mit der Codenummer ist der Vorgang abgeschlossen. Wenn Sie per ec gezahlt haben, wurde die Ware jetzt doppelt bezahlt”.

Ich bedankte mich freundlich…

Nun wird es spannend. Denn Vertragspartner ist die ganze Zeit IKEA. Auch auf dem Lieferschein gibt es keinen direkten Kontakt zu Hermes, obwohl die es jetzt verbockt haben. Inzwischen bekam ich auch schon meinen ELV-Beleg. Von einem weiteren Dienstleister, der Hermes wohl diese phänomenalen Lesegeräte stellt, die dann nicht funktionieren.

Hej! Ich habe Dich nicht verstanden …

Also rief ich mal bei IKEA an. Haben Sie schon mal Pastewka gesehen? Wenn er mit Hotlines telefoniert? Es war…genauso, wenn nicht schlimmer. Man nennt zunächst sein Einrichtungshaus oder sagt “Online Shop”. Das habe ich auch in wechselnden Tonlagen viermal getan, bis ich im zweiten Menü anlangte. Übrigens die Option, man solle andernfalls sein Anlegen in einfachen Worten vortragen, ist wohl nur ein Platzhalter. Das funktioniert gar nicht…

Geschlagene 18 Minuten später und mit viel Musik gab ich auf. Es gab keinerlei Durchsagen, wie lange die Wartezeit noch betragen könnte oder wie viele Kunden vor einem sind. Ich startete einen zweiten Versuch. Die ACD-Anlage von Ikea muss aus der Steinzeit sein, denn spätestens hier wird üblicherweise ein Anruf gleich nach vorn priorisiert, schließlich hat der Kunde angerufen, sein Anliegen wurde nicht bearbeitet und er hat 20 Minuten gewartet. Aber die ACD von Ikea interessiert das nicht. 12 Minuten später legte ich auf und schrieb eine Mail.

Der Autoresponder teilte mir mit, dass man derzeit leider vier Tage für eine Reaktion benötigt. Wir fassen also mal aus Kundensicht zusammen:

  1. Ikea verlässt sich auf der letzten Meile auf einen Dienstleister, dessen Personal einen peinlichen Fehler bei der Bezahlung macht.
  2. Der Dienstleister nutzt einen Dienstleister für die Zahlungsabwicklung.
  3. Der Dienstleister selbst ist nicht erreichbar.
  4. Ikea unterhält zu wenig Kapazitäten, um in adäquater Zeit einen Mitarbeiter mit der Problemlösung betrauen zu können.
  5. Der Kunde hat die gleiche Ware zweimal bezahlt, verursacht durch den Dienstleister, hat aber keinen festen Ansprechpartner.

Wer auch immer da die Verantwortung für Sales- und Kundenservice trägt. Er sollte mal bei sich selbst einkaufen.

Cross-Border-Commerce: Veranstaltung bei der IHK in Flensburg

Bei all dem Stress in diesem Jahr habe ich völlig versäumt, mich bei den Organisatoren der Veranstaltung “Für für den dänischen Markt” zu bedanken. Am 17.11. durfte ich bei der IHK in Flensburg den Impulsvortrag rund um das Thema “Cross Border Commerce” halten. Obwohl ich ja gebürtiger Norddeutscher bin, hat es mich bisher selten nach Flensburg verschlagen. Aber, das, was ich auf meinem Weg zum Veranstaltungsort sehen durfte, hat mir gut gefallen. Die Räumlichkeiten der IHK sind sehr schön, die Veranstaltung war perfekt organisiert. Und die Teilnehmer lachten an den erhofften Stellen. Was will der Referent mehr? Sensationell war indes auch der Simultandolmetscher für die Teilnehmer aus Dänemark. Der Vortrag hat Spaß gemacht und bildete die Klammer zu einer ebenfalls sehr gelungenen Veranstaltung, an der ich im April teilgenommen habe.

Referenten bei der IHK Flensburg

Geniales Zubehör für jedes Notizbuch

Viele Jahre habe ich für meine Zeit- und Aufgabenplanung die unterschiedlichsten digitalen Werkzeuge genutzt. Nach Things und Omnifocus war dann Todoist an der Reihe. Doch seit fast einem Jahr organisiere ich alle Aufgaben und Ideen ausschließlich mit einem klassischen Notizbuch, das ich in Form meiner eigenen Adaption eines Bullet Journal führe.

Um bei Besprechungen möglichst auf kleinsten Raum auch mehrere Stifte mitnehmen zu können, habe ich mir dieses Utensilienband gekauft. Es besteht aus einem Nylongewebe. Auf der Vorderseite ist eine kleine Tasche angebracht, die mit einem seitlichen Reißverschluss fest verschlossen wird. Die Tasche nimmt dann mehrere Stifte und ein Lineal auf. An der Seite ist zusätzlich noch eine Stiftschlaufe angebracht. Auf der Rückseite ist ein Gummizug fest eingenäht.

Das Band wird dann über den vorderen Einband des Notizbuchs gezogen. Es sollte auf allen Notizbüchern im Format A5 straff sitzen. Auf meinen Büchern von Leuchtturm 1917 sitzt es perfekt. Dank der Reißverschlusstasche braucht niemand Sorge haben, dass die teuren Stifte einfach verloren gehen.

Klar sollte aber auch sein, dass die linken Seiten des Notizbuchs dann nicht mehr satt auf dem Schreibtisch aufliegen. Wen das stört, muss das Band während des Schreibens wieder entfernen. Ich persönlich komme damit sehr gut zurecht. Ähnliche Bänder gibt es auch von anderen Herstellern. Diese sind dann aber meist offen, Stifte können also herausfallen oder verloren gehen.