Fake-Bewertungen auf Amazon.de – warum das Unternehmen reagieren sollte

Versandriese Amazon ist und bleibt eine Macht. Und dies gerade auch bei Lesern, die vielleicht ihre Bücher doch lieber im stationären Buchhandel erwerben. Wer als Autor bei Amazon nicht vertreten ist (gerade auch im Selbstverlag) wird kaum die Stückzahlen verkaufen, die er sich (zurecht) von seinem Buch wünscht. Noch schlimmer indes als bei Amazon nicht vertreten zu sein, sind schlechte Kundenrezensionen zu eigenen Büchern. Und genau an dieser Stelle hat sich zum Nachteil der Autoren seit Jahren nichts getan.

Es ist wohl längst kein Geheimnis mehr, dass die Lektoren (nicht nur in Fachverlagen) ihre Autoren ganz offensiv dazu auffordern, »das eigene Netzwerk zu aktivieren«, um positive Rezensionen für einen Buchtitel zu erhalten. Dieses »Aktivieren« ist aus meiner Sicht nach nicht mehr, als ein Euphemismus, Freunde und Bekannte darum zu bitten, gefälschte Rezensionen zu verfassen.

Natürlich würde jetzt jeder Lektor die Hände weit in Unschuld von sich strecken und entgegnen, dass er dies natürlich nie gemeint habe, sondern das Umfeld des Autoren selbstverständlich das Werk lesen sollte und (positiv) bewerten.

Dieses Ansatz zeigt aber bereits, was von dieser Veranstaltung zu halten ist. Haben Sie sich einmal Rezensionen von sogenannten Top-Rezensenten angesehen? Das müssen wahrlich Millionäre sein. Denn zum einen finden sie enorm viel Zeit dafür, über alle nur erdenklichen Produkte und Bücher zu schreiben. Scheinen also keiner sonstigen produktiven Arbeit nachzugehen. Zum anderen müssen dort täglich Pakete von Amazon eingehen, um Rezensionsmaterial abzuliefern.

Und genau das bezweifle ich. Was Amazon gegen diesen Unsinn unternehmen könnte, liegt klar auf der Hand. Im iTunes-Store kann ich nur Bewertungen zu Produkten abgeben, die ich tatsächlich über die Plattform geliehen oder gekauft habe, aber nicht zu diesem und jenem. Die Sache wäre an sich also einfach, nur unternommen wird nichts, schade.

Deswegen kann ich Autoren nur zurufen: Lasst Euch nicht von den Amazon-Rezensionen verunsichern. Sie sind nicht viel wert.

Disclaimer: Ja, auch ich habe einige schlechte Rezensionen gesammelt. Und aus meinem Ärger darüber, erwächst dieser Beitrag. Natürlich habe ich auch Bücher geschrieben, die ich heute anders schriebe. Aber wenn ich einer Kritik anmerke, dass der Kritiker lediglich die Verlagsankündigung als Basis verwendet hat oder noch schlimmer, ein Buch bewertet, das seit Jahren nicht mehr im Handel ist, entlarvt dies die Produktbewertungen auf Amazon als den Zeitvertreib einiger Personen, die offensichtlich für ihre Selbstverliebtheit kein anderes Ventil finden.

Mit diesen Werkzeugen arbeite ich

Diesen Artikel habe ich nun schon eine Weile aufgeschoben. In den vergangenen Jahren kamen zwar immer mal wieder persönliche Mails, die um einen Software-Tipps gebeten hatten, aber irgendwie fehlte mir der ausschlaggebende Impuls, um mal ein paar Worte über meine Ausrüstung zu verlieren.

Vor einigen Wochen habe ich indes die Arbeiten an einem neuen Buch abgeschlossen, das sich mit der beruflichen Nutzung des Mac beschäftigen wird (und bei Smartbooks erscheint). Also eine ganz gute Gelegenheit, den Blick in die Werkstatt einmal nachzuholen.

Die Hardware

  • Dreh- und Angelpunkt ist ein MacBook-Pro aus dem Jahr 2010. Ich hatte mich seinerzeit ganz bewusst für die kleinere 11 Zoll Variante entschieden, denn am heimischen Schreibtisch ist es an einen 23 Zoll TFT aus dem Hause Samsung angeschlossen. Ich benutzte das Macbook täglich und obwohl dort auch viel Software zu Testzwecken landet, ist bisher nicht der Wunsch nach einem neuen Gerät entstanden. Auch noch nach fast drei Jahren genügen mir die Hardware-Ressourcen vollauf für meine tägliche Arbeit. Angeschlossen sind daran via Bluetooth das klassische Trackpad von Apple sowie die Logitech Tastatur K760.
  • Da ich viel über Windows und Linux schreibe und das Gefummel mit virtuellen Maschinen nicht so mag, steht bei Bedarf ein 17 Zoll Notebook vom Acer neben mir. Darauf werden wahlweise OpenSuse, Ubuntu oder Windows 7 gebootet. Dieser Rechner ist, wenn Sie so wollen, das Labor.
  • iPad der dritten Generation: Eigentlich ebenfalls nur als Testgerät gekauft, nutze ich das iPad inzwischen täglich. Es hat meine Produktivmaschine nicht abgelöst, aber ich schätze die Flexibilität, die sich daraus ergibt. Meine Feeds lese ich inzwischen nur noch damit und da ich Servus-TV nicht über meinen Anbieter empfangen kann, streame ich regelmäßig das Programm über die App des Senders an mein Apple-TV.
  • iPhone 4s: Ein Telefon und zugleich Testgerät. Mehr nicht.

Software und Tools

Bei einem Journalisten, der noch dazu in erster Linie über Technologie schreibt, landen zwangsläufig einige Programme auf den Festplatten. Ich greife an dieser Stelle lediglich die Apps heraus, ohne die das Arbeiten nur sehr schwer wäre.

  • Omnifocus: Für mich das ideale Programm für das Erfassen und Abarbeiten von allen Aufgaben und Vorhaben rund um Beruf und Familie. Ich synchronisiere die Datenbank per Web-DAV auf meinem eigenen Server mit dem iPad und dem iPhone. An Apps für GTD herrscht für den Mac nun wahrlich kein Mangel, aber was ich an Omnifocus besonders schätze, sind die vielen Möglichkeiten, die sich durch individuelle Ansichten, Filter und die Option, eigene Ordner anzulegen, ergeben.
  • nvAlt: Ich liebe dieses kleine Programm. Ideen für Blogartikel und deren erste Fassungen entstehen darin genauso wie kurze Konzepte. Alle Texte werden natürlich als Markdown-Dateien gespeichert. Wenn ich feststelle, dass eine Notiz umfangreicher wird, wechsle ich dann zum nächsten Programm. Sehr schön ist, dass in nvAlt ein externer Editor per Tastenkürzel aufgerufen werden kann.
  • iAWriter: Ich habe auf dem Mac eine Reihe von Editoren ausprobiert, die Markdown unterstützen. Und ich bin nach einem Umweg über ByWord bei iAWriter gelandet und dort geblieben. Die Oberfläche ist schlicht, aber gerade der Vollbildmodus und der Fokus auf Absätze sind wirklich eine tolle Sache für jeden Vielschreiber. Schön auch die integrierte Markdown-Vorschau, die sich einfach per Tastenkürzel aufrufen lässt. Das Programm ist auch auf dem iPad installiert.
  • Snagit: Nutze ich sowohl unter Windows als auch auf dem Mac. Es hat mir bisher in allen Situationen dabei geholfen, Screenshots zu machen. Und seine Funktionen für Bildschirmfotos sind den internen Optionen der Betriebssysteme deutlich überlegen. Leider hinkt die Mac-Version immer noch hinter dem Windows-Pendant hinterher. Denn dort können Profile hinterlegt werden, die dann per Knopfdruck für eine einheitliche Bezeichnung der Dateien sorgen und diese dann auch immer in einem bestimmten Format im ausgewählten Verzeichnis ablegen. Das spart noch einmal Zeit.
  • Pandoc: Über Pandoc habe ich bereits vor einigen Tagen einen Artikel beim Lifehacker geschrieben. Früher oder später muss ich meine Markdown-Texte in ein anderes Format übertragen, da Redaktionen damit nichts anfangen können. Und genau hier hilft mir Pandoc weiter, da ich daraus schnell eine RTF- oder DOC-Datei machen kann. Um den Prozess möglichst rasch abzuwickeln, habe ich mir einen Ablauf in Hazel erstellt, der auf das Wort “Final” im Dateinamen reagiert und die Konvertierung anstößt.
  • DevonThinkPro Office: Ich arbeite schon seit einiger Zeit mit diesem Programm und trotzdem würde ich nicht behaupten, bereits alle Funktionen und Möglichkeiten zu kennen, die sich beim Einsatz bieten. Devonthink ist mein persönliches Archiv. Hier landen alle nur erdenklichen Materialien wie PDF-Datei, Whitepaper oder auch Grafiken. Material für zukünftige Artikel oder schlicht Dinge, die ich aufheben möchte. Dies gilt insbesondere für interessante Aufsätze aus dem Web. Wenn ich dabei auf einen längeren Artikel stoße, den ich gern archivieren will, lasse ich diesen zunächst von Readability bearbeiten, konvertiere diese in ein PDF, das dann im Eingangskorb von Devonthink Pro landet. Auch wenn die Anschaffung auf den ersten Blick nicht ganz billig erscheint, empfehle ich die “Pro-Office” Version, da Sie damit auch schnell und unkompliziert Dokumente digitalisieren und per OCR bearbeiten lassen können. Mit wirklich tollen Ergebnissen.
  • Launchbar: Es ist wirklich schwer, alle die Vorzüge, die der Einsatz eines solchen Launchers bietet, in wenigen Zeilen zusammenzufassen. Aus meinem Arbeitsalltag ist das Tool jedenfalls nicht wegzudenken. Ich starte damit Programme viel schneller, gelange schneller zu gesuchten Dateien und mag besonders die vielen weiteren komfortablen Funktionen, wie die Google-Suche oder auch die Historie der Zwischenablage. Leider habe ich für Windows und Linux noch keine Launcher gefunden, die vom Funktionsumfang an Launchbar heranreichen. Aber ein Launcher gehört grundsätzlich zu den Programmen, die ich immer möglichst rasch auf einem neuen PC installiere.
  • Keyboard Maestro: Wer auf der Homepage von Keyboard Maestro stöbert, meint, den ultimativen Treiber für größere Produktivität am Mac gefunden haben. Ist das Programm dann erst einmal installiert, macht sich bei vielen Nutzern zunächst Ernüchterung breit. Kein Wunder, denn das Programm bietet jetzt keine einfachen Lösungen auf Knopfdruck an. Wer sich aber sowohl auf die Dokumentation des Programms einlässt und in seinen zahlreichen Funktionen stöbert, wird immer mehr Einsatzgebiete finden und damit beginnen, seine eigenen Makros zu schreiben.
  • Hazel: Ein Werkzeug, das mir richtig viel Zeit spart. Auch hier gilt, dass einem als Nutzer immer weitere Möglichkeiten einfallen, je länger das Programm auf dem Rechner installiert ist. Hazel legt bei mir Dateien automatisiert ab. Ich lasse einen Ordner überwachen. Sobald dort eine Markdown-Datei den Schlüssel “Final” erhält, wird die Datei von Hazel an Pandoc übergeben und ich erhalte ein RTF daraus. Unter Windows nutze ich Hygeia, auch wenn dessen Möglichkeiten nicht an Hazel heranreichen.
  • Typinator: Ich kann jedem Computernutzer, der viel schreibt, nur empfehlen, sich eine Software für Textbausteine anzuschaffen. Diese Programme sind allen Lösungen, die in den Office-Paketen enthalten sind, denn Sie haben die Kürzel in jeder Anwendung parat. Ob ganze Textpassagen oder die automatische Korrektur Ihrer individuellen “Lieblings-Vertipper”: die Programme sparen enorm viel Zeit!
  • Scrivener: Ich glaube nicht, dass ich noch viel über Scrivener schreiben muss. Ich bin ein Fan des Programms und habe auch auf meinen anderen Seiten darüber geschrieben. Ich benutze es für alle größeren Schreibprojekte. Immer dann, wenn umfangreichere Stoffe zu gliedern sind und auch Referenzmaterial verwaltet werden muss, kommt Scrivener zum Einsatz. Ich kann jedem Autoren, ob Schriftsteller oder Journalisten, nur empfehlen, das Programm einmal auszuprobieren. Scrivener wird auch in einer Windows-Version angeboten, die allerdings funktional noch hinter der Mac-Variante hinterherhinkt, aber bereits produktiv eingesetzt werden kann.
  • Uberwriter: Einige meiner Artikel beschäftigen sich ausschließlich mit Linux. Wenn es möglich ist, schreibe ich diese Beiträge dann direkt auf dem System, auf dem ich arbeite. Dieser Editor, über den ich auch bereits einen anderen Beitrag geschrieben habe, sieht aus wie iA-Writer und bietet viele ähnliche Funktionen, ist aber für Linux programmiert.
  • WriteMonkey: Ist mein bevorzugter Editor mit Unterstützung von Markdown unter Windows. Ich schreibe unter diesem System nicht sehr oft, aber wenn, dann nur mit diesem Editor, der auch einen tollen Vollbildmodus besitzt.

Neben diesen Werkzeugen gibt es noch zwei Webdienste, ohne die mein Büro nicht denkbar wäre. Google Mail hat mein Postfach auf meinen eigenen Server schon vor Jahren abgelöst. GMail kann sehr gut mit externen Devices genutzt werden und die vielen Suchfunktionen und der riesige Speicherplatz haben mich damals überzeugt. Ein Schritt, den ich bis heute nicht bereut habe. In der gleichen Liga spielt Dropbox, das schon wegen des Zusammenspiels mit mobilen Geräten und allen Betriebssystemen eine wichtige Rolle beim Datenaustausch einnimmt. Sensible Informationen speichere ich dort indes nur verschlüsselt.

NHL Saison 2013 auf dem Apple-TV ansehen

Das NHL Gamecenter ist die Möglichkeit, für alle europäischen Fans alle Spiele der NHL Saison 2012/2013 zu verfolgen. Direkt über das Internet werden alle Begegnungen sowohl als Live-Stream und als Aufzeichnung angeboten. Der Abruf erfolgt direkt über den Browser. Lediglich ein aktuelles Flash-Plug-in muss enthalten sein.

Und wer Besitzer eines Apple-TV ist, kann sich die Spiele auch auf seinem Fernseher ansehen.

NHL Gamecenter auf dem deutschen Apple-TV aktivieren

Leider ist auf dem deutschen Apple-TV auf der Startseite kein NHL-Logo für den Abruf zu finden. Wenn Sie einen Account beim Gamecenter haben, ist die Aktivierung aber dennoch möglich. Dazu wechseln Sie zunächst in die Einstellungen des Apple-TV und suchen dort den Eintrag iTunes-Store. Wechseln Sie dort anschließend das Land auf »United States«. Wenn Sie anschließend auf die Startseite zurückkehren, steht die NHL-App zur Verfügung.

Rufen Sie danach das Programm auf. Unter Settings können Sie Ihre Account-Daten hinterlegen. Für den größten Spaß, wenn Sie also möglichst viele Spiele sehen wollen, ist es ratsam, die Option Scores auf off zu stellen. Dann zeigt Ihnen das Gamecenter keine Zwischenstände und Ergebnisse an.

Macht viel Spaß, aber…

Die Professionalität des amerikanischen Eishockey setzt sich auch bei dieser Präsentation des Sports fort. Ohne den Menschen dort zu nahe zu treten, aber gegen das Gamecenter sind Angebote wie Laola1.tv der reinste Kindergeburtstag, was schon allein die Bildqualität betrifft.

Im Gamecenter wählen Sie einfach das Logo Ihres Lieblings-Teams aus und erhalten anschließend eine Liste aller Spiele der Mannschaft. Bei den meisten Übertragungen können Sie zusätzlich auch zwischen den Kommentaren der Heim- oder Gastmannschaft wählen. Der Kommentar ist natürlich in englischer Sprache, aber das dürfte sich von selbst verstehen. Die Begeisterung für die NHL 2013 auf dem Apple-TV wird aus meiner Sicht lediglich von zwei Dingen getrübt:

  1. Die so genannten »Blackouts«: Das ist keine Störung, auch wenn der Bildschirm trotzdem (vorläufig) dunkel bleibt. Anhand der bei der Eröffnung des Accounts hinterlegten Daten erkennt die App, in welcher geographischen Region Sie sich befinden. Ist es möglich, dass Sie eines der Spiele dort (zumindest theoretisch) auch im TV sehen könnten, ist der Live-Abruf im Gamecenter nicht möglich. Beispiel: Sie haben sich gestern für das Spiel der LA Kings interessiert. Deren Begegnung wurde auch per ESPN America übertragen. Und ESPN ist auch in Deutschland empfangbar. Also stand das Spiel nicht im Gamecenter zur Verfügung. Diese Blackouts spielen aber auch bei den Abrufen von Spielen eine Rolle. Normalerweise stehen abgelaufene Begegnungen binnen weniger Stunden zur Verfügung. Ausgenommen sind allerdings Partien, die landesweit in den USA oder in Ihrer Region übertragen wurden. Dann müssen Sie 48 Stunden warten, bis der Stream zur Verfügung steht.
  2. Die Preise: Die sind nämlich stabil geblieben, allerdings haben wir es ja mit einer deutlich verkürzten Saison zu tun.

Trotzdem ist für jeden NHL-Fan das Gamecenter Live auf dem Apple-TV eine tolle Alternative zum TV.

Logitech K760 – tolle Tastatur für den Mac

Durchaus euphorisch waren die ersten Artikel und Rezension zum Keyboard K760 von Logitech. Ich nutze diese Tastatur jetzt seit gut 6 Monaten und möchte gern mit Ihnen meine Erfahrungen teilen.

Logitech K760 – in Kürze

Die Tastatur für den Mac bietet diese Highlights:

  • Solarbetrieben: Die K760 kommt ohne Batterien aus und wird durch das Tageslicht aufgeladen.
  • Bluetooth: Statt eines wie auch immer gearteten Dongles kommuniziert die Tastatur direkt per Bluetooth mit dem Mac.
  • Pairing mit bis zu 3 Geräten: Zwischen denen dann mittels der Funktionstasten gewechselt werden kann.

Die Verarbeitung

Die Logitech K760 sieht aus, als hätte sie Apple hergestellt. Dabei liegt aber die Betonung auf “sieht aus”. Denn die Aluminium-Optik der Oberseite besteht aus einer silberfarbenen Auflage, auf der eine transparente Scheibe angebracht ist. Das Gehäuse ist also statt aus kühlem Aluminium vollständig aus Plastik gefertigt. Für Ästheten sicherlich ein Minuspunkt. Auch sind bei meinem Modell zwei kleinere Kratzer auf der silbernen Einlage zu erkennen, die wohl beim Aufkleben der Abdeckung entstanden sind.

Trotz der kompakten Abmessungen ist das Keyboard (wohl bedingt durch Steuerungselektronik, Akku und Solarzellen) angenehm schwer und rutscht nicht auf dem Schreibtisch.

Nach rund sechs Monaten im Dauereinsatz beginnen die Tasten mit den üblichen Verdächtigen (a, e, r, usw.) zu glänzen. Das war allerdings bereits beim Apple Wireless Keyboard schon so.

Schreibkomfort

Die Tasten sind verglichen mit dem Apple Wireless etwas kleiner und besitzen eine deutlich fühlbare Wölbung nach innen. Der Tastenhub ist höher und die Tasten insgesamt etwas schwammiger. Das erfordert etwas Umgewöhnung bei den ersten Texten mit dem K760. Ist die Gewöhnung eingetreten, lässt sich mit dem Keyboard flott schreiben. Erwähnenswert ist indes, dass die Tasten auch deutlich klappern. Leider nicht mit einem satten Klang wie die legendären Keyboards von IBM oder Cherry, sondern heller. Auch das dürfte bei Ästheten für Punktabzüge sorgen. Denn damit hören sie regelrecht das verbaute Plastik arbeiten.

Erfahrungen mit Solarbetrieb und Bluetooth-Pairing

Logitech verspricht in der Produktbeschreibung, dass sich die K760 durch das Tageslicht, ja sogar Kunstlicht auflädt. Das kann ich bestätigen. Obwohl ich die verbaute Taste zum Ausschalten der Tastatur nie betätige, hat mich das Keyboard noch nie im Stich gelassen. Übrigens ist auch ein Funktionstaste enthalten, die über eine LED die Einsatzbereitschaft, also den Ladezustand des Akkus darstellt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Logitech-Modellen arbeitet die K760 ohne einen USB-Funkempfänger, sondern nutzt Bluetooth. Für mich war eines der Hauptargumente für den Kauf die Möglichkeit, bis zu drei Geräte verbinden zu können, um zwischen diesen mit einem Tastendruck wechseln zu können. Das klappt hervorragend. Dazu wird das Keyboard über einen auf der unteren Seite befindlichen Schalter in den Pairing-Modus versetzt. Danach muss man die Taste drücken, mit der man die Verbindung zwischen dem gewählten Endgerät herstellen will und durchläuft dann die übliche Verbindung auf iPad, Mac oder iPhone. Danach trennt ein Druck auf den entsprechenden Schalter die Verbindung mit dem bisherigen Gerät und meldet die Tastatur dann etwa am iPad an. Das funktioniert reibungslos.

Die Verbindungen sind stabil. Ich hatte in dem guten halben Jahr vielleicht drei oder viermal Verbindungsprobleme mit meinem Macbook. Ach ja: Der Puffer der Tastatur ist ausreichend groß. Wenn sie zum Stromsparen ansetzt und man sich in diesem Zustand am Mac anmelden will, sind die ersten Zeichen des Passworts gespeichert und werden reibungslos übertragen.

Fazit

Mit der K760 liefert Logitech eine solide Tastatur für alle Mac-Nutzer ab. Die Haptik der Tasten ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die drei gespeicherten Verbindungen zu anderen Bluetooth-Geräten sind genial. Ich kann das Keyboard durchaus allen Vielschreibern empfehlen.

 

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Erster Spieltag der DEL aus Sicht eines Fans der Hamburg-Freezers

Der erste Spieltag ist gelaufen und aus Sicht eines Fans der Hamburg Freezers zumindest spielerisch ganz erfolgreich. Der Auftakt in die neue DEL-Saison ist geglückt, der erste Sieg in trockenen Tücher gebracht.

Aber aus meiner Sicht gab es auch einige bemerkenswerte Details an diesem ersten Spieltag der DEL Saison 2012/2013.

  • Beginnen wir mit der kritischen Würdigung der Schiedsrichterleistung. Eine Neuerung dieser Saison besteht darin, dass die Partien grundsätzlich mit vier Schiedsrichtern ausgerichtet werden. Bei diesem ersten Spiel glänzte insbesondere Roland Aumüller einmal mehr bei seinen Hamburger Auftritten mit einer, vorsichtig formuliert, recht einseitigen Betrachtungsweise der Regeln. Unfassbar eigentlich, dass der Mann sogar einen eigenen Fanclub besitzt. Sofern die Mitglieder dort die Veranstaltung nicht als Realsatire sehen. Das krasseste Beispiel war sicherlich das ungestrafte Halten eines Hamburger Stürmers durch einen Wulfsburger, das immerhin und ohne Puck in der Nähe handgestoppte 35 Sekunden dauerte, während wenige Sekunden später Kapitän Schubert für zwei Minuten auf die Bank durfte. Angeblich wegen eines unkorrekten Körperangriffs. Dumm nur, dass “Schubi” den Gegner gar nicht getroffen hatte. So bemühte sich Herr Aumüller also nach besten Kräften den Vorsprung der Freezers zu egalisieren, was die Mannschaft aber dann doch vereitelte. Immerhin hat er das klar erkennbare Torraum-Abseits zumindest im Video-Beweis dann doch gesehen und das Tor der Wolfsburger nicht gegeben. Die Aktion wäre in USA übrigens bereits vorher abgepfiffen und mit einer kleinen Strafe wegen Torhüterbehinderung geahndet worden.
  • Der neue Einlauf-Film der Hamburg Freezers: Schöne Bilder keine Frage. Sieht auch alles professionell aus. Nur, was hat GF Michael Pfad geritten, einen Film produzieren zu lassen, der vollständig in englischer Sprache ist? In Interviews und an jeder Straßenecke werden Pfad und sein Pressesprecher es nicht müde und erzählen es jedem, auch dem, der es nicht hören will, dass eine Bindung zum Publikum geschaffen werden soll. Und dann ein englischer Film ohne jeden Bezug zu Hamburg? In diesem Zusammenhang: Ein kritischer Blick auf die (peinliche) neue Kampagne der Freezers hätte vor dem Plakatieren nicht geschadet. David Wolf sieht mit seinen 23 auf den Plakaten wie 69 aus. Denn dass der Grauschleier im Gesicht “Eis” sein soll, erschließt sich entweder nur bekifften Werbeagentur-Inhabern oder aber nach einigem Nachdenken über die Überschriften.
  • Die Power-Breaks: Je nun. Sie gehören in der NHL seit Jahrzehnten dazu und helfen den Zuschauern am TV dabei, Getränke zu holen oder sich verbrauchter Getränke zu entledigen. Im Stadion indes sind sie eher langweilig. Aber statt leicht bekleideter Freezers-Girls mit Schneeschiebern Eis an den Rand transportieren zu lassen, würde Musik meiner Meinung nach einfach ausreichen. Denn die so am Rand des Feldes nun vorhandenen Eiswülste führen nur dazu, dass die Schiedsrichter diese wieder auseinander schieben, um dort eben keine Wülste entstehen zu lassen. Das macht das Eislaufen berechenbarer. An dieser Stelle wäre etwas Nachdenken der Verantwortlichen schon gut gewesen.

Aber wie gesagt: Sportlich lässt dieser erste Tag hoffen. Mal sehen, wie es heute in Nürnberg weitergeht.