Yahoos neue Gemeinschaft – eher lau als 360 Grad

Mit “Yahoo 360 ^o^”:http://360.yahoo.com, das sich derzeit noch in der Betaphase befindet, versucht Yahoo eine neue Community-Plattform zu etablieren. Mein erster Eindruck ist, dass das Yahoo-Management hier versucht, auf alle derzeit fahrenden und so modern scheinenden Züge des WWW zugleich aufzuspringen. Yahoo 360^o^ ist:

* ein Blog
* ein Social-Network
* ein Online-Fotoalbum

Liest sich zunächst einmal wie ein toller Ansatz, aber bei dieser Vielzahl an Möglichkeiten, die alle dem Diktat des “Einfach zu benutzen”-Gedankens unterliegen, ist (zumindest in der Beta) der Dienst nicht wirklich richtig.

Startseite von Yahoo 360

Nutzer des Dienstes können einen zentrale Seite in das Netz stellen, die etwa über http://360.yahoo.com/mitgliedsname erreicht werden kann. Auf dieser Homepage befinden sich die Verweise auf die verschiedenen angebotenen Module. Dröge Einheitskost ist die Folge: der Reiz einer persönlichen Homepage mit individueller Optik bleibt auf der Strecke. Der Nutzer kann lediglich die Sichtbarkeit eines Moduls ein- oder ausschalten. Ich denke nicht, dass sich hier viel gegenüber den jetzigen Mitgliedsprofilseiten ändern wird.

Die Seiten von Freunden und Bekannten, die ebenfalls Mitglied von Yahoo 360^o^ sind, lassen sich problemlos auf der eigenen Seite verwalten. So hält man den Kontakt und sieht wer online ist, um ihn (natürlich mit dem Yahoo Messenger) auch gleich ansprechen zu können. Auch das Schreiben einer E-Mail direkt aus diesem “Adressbuch” ist schnell gemacht. Sonderlich aufregend ist dieser Teil der Plattform aber bisher nicht.

Also schaute ich mir einmal das Blog an. Einfach zu bedienen, keine Frage. Ein schlichter Editor im Stile von Textarea und die Option, ein Bild zu einem Eintrag hochzuladen. Das war’s dann auch schon. Auf Wunsch ist die Veröffentlichung per RSS 2.0-Feed möglich. Aber mehr als einfache Hausmannskost wird hier nicht geboten.

Blog Oberfläche

Der Fotodienst entspricht von seiner Funktionalität dem jetzigen “Yahoo Photos”. 30 MB Speicherplatz gratis und die Möglichkeit, den Zugang für jedes Album zu beschränken.

*Fazit*: Yahoo 360^o^ bündelt unter einer Optik mit abgerundeten Ecken, an der man sich wahrscheinlich in Kürze satt gesehen hat, die bisherigen Yahoo-Dienst. Wirklich neu ist dabei lediglich das Blog und das Social-Networking. Beide neuen Module bieten aber derzeit noch deutlich weniger als bereits aktive Dienstleister. Für Interneteinsteiger durchaus tauglich, aber jeder, der seinen Freunden mehr bieten oder sich individueller präsentieren möchte, wendet sich lieber einem anderen Dienst zu.

Floskeln mit OpenOffice verwalten

Sie benötigen in Ihrer Korrespondenz häufiger die gleichen Formulierungen? Mit der Funktion des Auto-Text kennen Sie vielleicht bereits eine Möglichkeit solche Textbausteine in OpenOffice / StarOffice anzulegen. Mit der *Auto-Korrektur* lassen sich solche Aufgaben aber ebenfalls realisieren. Anschließend genügt die Eingabe einer selbst gewählten Abkürzung, um den Textbaustein zu verwenden.

# Formulieren Sie zunächst den Text, den Sie wieder verwenden möchten.
# Kontrollieren Sie die Schreibung und markieren Sie die Textpassage.
# Rufen Sie nun aus dem Menü *Extras* den Befehl *Auto-Korrektur / Auto-Format…* auf.
# Im Register *Ersetzung* tragen Sie in das Feld *Kürzel* das gewünschte Kürzel ein. Im Feld *Ersetzen durch* sollte sich bereits der von Ihnen markierte Text befinden.
# Drücken Sie auf den Schalter *Neu*.
# Verlassen Sie den Dialog mit einem Druck auf OK.

Damit steht Ihnen das Kürzel zukünftig zur Verfügung. Geben Sie einfach das eingetragene Kürzel an einer beliebigen Stelle Ihres Dokuments ein und drücken Sie die Leertaste. Die Ersetzung wird sofort ausgeführt.

Viola Roggenkamp: Familienleben

Ich habe dieser Tage das wunderbare Buch “Familienleben” von Viola Roggenkamp beendet. Die bekannte Publizistin stellt damit ihren ersten Roman vor. Vorweg: Das Debüt in diesem Genre ist vollkommen gelungen.

Mit viel Witz erzählt die Autorin das Familienleben eines jüdischen Frauenhaushalts im Hamburg der 60er Jahre. Alma Schiefer ist das Oberhaupt der Familie, das über das Treiben der Kinder wacht, sie besorgt versucht von der Aussenwelt abzuschirmen. Fania, 13 Jahre alt, die Ich-Erzählerin und Hauptperson des Romans, hadert mit der deutschen Sprache und ihren Klassenkameradinnen. Aufmerksam beobachtet Sie die Entwicklung Ihrer größeren Schwester und wartet dabei fast verzweifelt auf ihre erste Periode, auf das Ende der Kindheit.

Nur an den Wochenenden ist auch der Vater Paul anwesend, der als Handelsvertreter für Brillengestelle die Woche über unterwegs ist und mit dessen Hilfe die Mutter das Dritte Reich überlebt hat. Als sich dann die Gelegenheit für die Familie zu ergeben scheint, dass Haus, in dem die Familie lebt, zu erwerben, muss Alma aktiv werden.

“Familienleben” ist ein rührendes, zugleich witziges Buch. Ein Zeitgemälde der Bundesrepublik in den 60er Jahren und zugleich ein Entwicklungsroman.

Kurzum: Absolut *lesenwert*.

Was sind 43 Dinge, die Sie tun möchten?

Beim Erreichen Ihrer Ziele möchte Sie eine Gemeinschaft im WWW unterstützen, die auf den Namen “43 Things”:http://www.43things.com gehört. Wie viele erfolgreiche Ideen im Internet ist das Konzept des Dienstes einfach zu beschreiben: Sie legen dort eine Liste von Zielen an, die Sie erreichen wollen. Diese Liste ist öffentlich und kann von den anderen Mitgliedern eingesehen werden. Haben Sie Ihr Ziel erreicht, haken Sie es einfach ab.

Was sich zunächst nicht sonderlich spektakulär anhört, offenbart faszinierende Möglichkeiten bei der weiteren Erkundung des Angebots.

* Schreiben Sie zu jedem Ihrer Ziele beliebig viele Notizen, die von den anderen Nutzern gelesen und kommentiert werden können. 43Things ist also auch ein Blog.
* Wollen Sie ein anderes Mitglied auf dem Weg zu seinem Ziel unterstützen? Mit einem “Cheers” ermutigen Sie einen anderen dazu, seinen Weg weiterzugehen. 43Things ist also auch eine Gemeinschaft.
* Sie meinen, nur in einer Gruppe beim Erreichen Ihres Ziels erfolgreich sein zu können? Laden Sie doch andere Nutzer ein, sich mit Ihnen gemeinsam neue Gewohnheiten anzueignen. Die Gruppe beschreibt dann gemeinsam den Fortschritt auf dem Weg zum Ziel.
* Haben Sie bereits ein eigenes Blog? Ihre Texte rund um Ihre Ziele lassen sich aus 43Things in Ihr eigenes Blog übernehmen!

43Things Homepage

43Things ist also deutlich mehr als eine simple Auflistung von Zielen und Träumen. Auch das einfache Stöbern in den Zielen anderer Mitglieder erweist sich als eine Quelle der Inspiration. Probieren Sie “43Things”:http://www.43things.com doch einfach mal aus. Die Nutzung ist kostenlos!

*Meine persönlichen Ziele derzeit sind:*

Die wundersamen 43 Mappen

Wie im Sturm erobert ein Begriff Internetseiten (zumindest amerikanische) rund um das Thema Zeit- und Selbstmanagement: 43 Folders. Zurück gehen dies 43 Mappen unter anderem auf eine Methode, die mit GTD abgekürzt wird, was für “Getting Things Done” steht. Vater dieser Wortschöpfung ist der Autor “David Allen”:http://www.davidco.com/.

Bei diesen 43 Mappen handelt es sich um nett verpackten alten Wein, der in neuen Schläuchen daherkommt, handelt es sich dabei doch das seit Jahrzehnten bewährte Prinzip der Wiedervorlage. Man nehme für jeden Wochentag eines Monats eine Mappe und füge für jeden Monat des Jahres eine weitere dazu. Schon sind 43 Mappen beieinander.

Die Wiedervorlage spielt im System des GTD eine wichtige Rolle. So führt Allen in seinen Texten und Büchern aus, in einem Zeitplanbuch nur die Dinge einzutragen, die wirklich an einem Datum unbedingt erledigt werden müssten. Ansonsten solle man sich mehr auf seine Ablagemappen und den Eingangskorb verlassen.

Der Kern der 43 Mappen ist also nichts revolutionäres und kein Hexenwerk. Auch ich habe eine Zeitlang mit einer solchen Wiedervorlage gearbeitet. Diszipliniert eingesetzt kann sie bei der pünktlichen Durchführung von Projekten durchaus helfen. Was mir an dem System allerdings nicht zusagt, ist die Dominanz des Kalenders und des Datums. Eine Ablage nach Projekten sagt meinem Arbeitsstil deutlich mehr zu.