Flowcharts mit LucidChart

Als ich damit begonnen habe, an dieser Stelle Anwendungen vorzustellen, die vom Desktop ins Web wanderten, gab es meist zwei Kritikpunkte. Ein (noch) nicht vorhandenes Geschäftsmodell und Probleme mit den deutschen Umlauten. Beides kann ich LucidChart nicht vorwerfen. Gleich nach der Eröffnung des kostenlosen Nutzerkontos fordert das System den Anwender auf, sich für den Pro-Account zu entscheiden, der dann mit 50 Dollar pro Jahr zu Buche schlägt. Die kostenfreie Nutzung erlaubt Ihnen die Belegung von 5 MB Speicherplatz auf dem Server. Mit LucidChart zeichnen Sie Fluss- und Organisationsdiagramme direkt im Browser. Die Bedienung ist dabei selbsterklärend und orientiert sich am Platzhirschen Visio. Aus den Vorlagen ziehen Sie die gewünschte Figur auf die Zeichenfläche, editieren diese und verknüpfen sie über Verbinder mit anderen Elementen. Wie Sie es von einer aktuellen Webanwendung erwarten dürfen, wird auf der Zeichenfläche auch der Einsatz der rechten Maustaste unterstützt, über die die meisten Nutzer intuitiv die Eigenschaften eines Objekts suchen dürften. Seine Aufgabe erledigt die Anwendung klaglos. Sie speichern Diagramme direkt auf dem Server und können diese dann auch als Webseite veröffentlichen. Auch der Export in das PDF-Format ist möglich.

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lucid chart

Einen Import-Filter für andere Formate suchen Sie vergeblich. Auch ein Export für die Weiterverarbeitung mit einem Desktop-Programm ist (derzeit?) nicht vorgesehen. Das schränkt dann die Benutzung schon ein. Die Oberfläche wirkt durchaus durchdacht, aber auch sehr schlicht. Mein größter Kritikpunkt ist allerdings das recht zähe Ansprechverhalten beim Zeichnen (Skalieren eines Elements, Ziehen von Verbindern). Hier haben die Entwickler noch etwas Arbeit vor sich. Damit ist LucidChart leider lediglich ein weiterer Flowcharter im Web. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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