Xandros Desktop 3.0

Wenn davon die Rede ist, Nutzern von Windows den Umstieg auf Linux zu erleichtern, fallen meist zwei Namen: Linspire und Xandros. Letzteres habe ich mir einmal in der kostenlosen „Open Circulation Edition“ angesehen. Das 650 MB große ISO-Image kann entweder für 10 Dollar direkt vom Server des Herstellers oder kostenfrei über Bittorent heruntergeladen werden.

Nach dem Booten wird der Anwender zunächst von einem sehr professionell wirkenden Setup begrüßt, das sich sowohl optisch als auch funktional eng an Installationsprogramme unter Windows anlehnt. Nach der Bestätigung der Lizenzbedingungen gelangen Sie bereits zur Softwareauswahl. Übersichtlich sind die Optionen einer benutzerdefinierten Installation gestaltet.

Installer von Xandros

Erst im nachfolgenden Schritt sind Angaben zur Partitionierung zu machen. Hier kommt es dann zum ersten Stolperstein für alle PC-Nutzer, die bisher nur mit Windows zu tun hatten, da erstmals von Begriffen wie hdc die Rede ist. Nach dem diese Klippe umschifft ist, geht es verhältnismäßig einfach weiter.
Softwareauswahl bei der Installation

Es wird nun die Netzwerkverbindung konfiguriert und anschließend müssen das Root-Kennwort und die Benutzerkonten angelegt werden. Danach werden die Programmdaten übertragen und das System neu gestartet. Nach der Anmeldung werden Sie von einem speziell angepassten KDE-Desktop (3.3) begrüßt, der durch die ersten Schritte führt.

Die kostenfreie Version von Xandros ist spartanisch ausgestattet, bietet aber mit OpenOffice (Version der 1er Reihe) zumindest alles, was man für die Büroarbeit benötigt. Das Softwareangebot kann allerdings jederzeit erweitert werden. Dazu stellt der Desktop mit Xandros Networks eine Art von Softwareshop bereit. Dort können einerseits kommerzielle Programme regulär erworben (zum Beispiel StarOffice) aber auch freie Programme heruntergeladen werden.
Softwareshop bei Xandros

Um uneingeschränkten Zugriff auf das Angebot zu erhalten, müssen Sie eine kostenpflichtige Mitgliedschaft erwerben. Das ist denn auch bereits der größte Kritikpunkt, denn damit fällt die Anschaffung der Distribution deutliche teurer als angegeben aus.

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