Ubuntu 5.10 – sehr überzeugend

Vor einer Woche habe ich mich (endlich) einmal intensiver mit Ubuntu auseinander gesetzt und mit das ISO-Image der 5.10 heruntergeladen. Um das Fazit bereits vorwegzunehmen: Ich zeige mich tief beeindruckt von dieser Distribution.

Getestet habe ich Ubuntu auf insgesamt drei Systemen. Einem älteren PC mit AMD Prozessor, der noch kein OS enthielt, einer virtuellen Maschine unter VMWare und einem Notebook, auf dem bisher Suse 9.3 lief.

Installation: Habe ich bisher der Installer von Suse bereits als recht komfortabel empfunden, war ich von Ubuntu regelrecht begeistert. Die Menüfolge erschien zwingend und es war auch kaum Eingreifen notwendig. Alle Hardwarekomponenten wurden problemlos erkannt. Allerdings ist der Debian-Partitionierer etwas schwieriger zu bedienen, wenn er denn auf eine Linux-Partition trifft. An dieser Stelle könnten Einsteiger Probleme bekommen, da die Hilfe aus meiner Sicht etwas unklar formuliert ist. Sehr gut finde ich den frühen Zeitpunkt, an dem die Netzwerkkarte erkannt und eingerichtet wird. Da meine Rechner ihre IP-Adressen per DHCP zugewiesen bekommen, konnte Ubuntu flott ins Internet gehen.

Softwareausstattung : Die Softwaregrundausstattung ist ausgewogen. Büropaket, Mailer, Internettools: Alles dabei, um sofort loslegen zu können. Für Vergnügen zwischendurch sorgen die von GNOME mitgelieferten Spielchen. Was soll ich zur Installation von Anwendungen schreiben? Wer einmal mit Synaptic und Debian-Paketen hantiert hat, wird RPM kaum vermissen.

Ubuntu in Aktion

Desktopumgebung: Ubuntu selbst gibt GNOME den Vorzug. Übersichtlich und gut strukturiert. Obwohl überzeugter KDE-Anwender gefällt mir die Arbeit damit. Ein- und Umsteiger dürften ebenfalls schnell damit zurechtkommen. Die Erdfarben wirken ausgewogen, allerdings ist das System nach meinem Geschmack etwas dunkel ausgefallen.

Für mich ist Ubuntu inzwischen wirklich eine ernstzunehmende Alternative zu Suse & Co. Dank der einfachen Installation ist die Distri inzwischen für Einsteiger geeignet.

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Eine Antwort auf Ubuntu 5.10 – sehr überzeugend

  1. Martin Kraisser 16/4/2006 at 11:08 #

    Hallo,

    für KDE-User gibt es Ubuntu auch als Kubuntu (sh. http://www.kubuntu.org). Sehr zu empfehlen, jedoch sollten in dieser Distribution unbedingt einige Gnome-Komponenten wie z.B. Nautilus (Dateiverwaltung) und Synaptic (Paketverwaltung) nachinstalliert werden.

    Auch Firefox und Thunderbird fehlen in der Grundinstallation, sind über die Paketverwaltung auch nur in veralteten Versionen nachladbar. Echte Probleme bereitet (zumindest bei etwas älterer Software) die Minitoreinstellungen (Auflösung und Wiederholfrequenzen!!).

    Für etwas geübtere Anwender, die die Benutzung eines Root gewohnt sind, ist es ratsam, diesen Benutzer gleich mal anzulegen. Die Verwendung der Bash-Kommandos mit sudo ist dann doch sehr ungewohnt. Leider kann man dann auch nicht als Anwender eine Sitzung in der grafischen Oberfläche starten.

    Sonst ist die Distribution sehr stabil und auch schnell.

    Viel Spass damit…
    Martin K.

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