Eine nette Idee, eingelogged

eingelogged

Ende der 90er Jahre, also mitten in der Online-Steinzeit, aus der ich ja entstamme, war eines der gängigen Management-Buzzwords der Begriff „Content-Aggregation“. Schon damals erkannten eine Reihe smarter T-Shirt-Träger, dass es auf Dauer schon lästig ist, sich täglich auf einer Vielzahl immer gleicher Websites einzuloggen (Freemailer, Nachrichtenportale, Banking-Sites) und wollten dem Nutzer eine Menge Zeit sparen, in dem Sie für ihn sowohl das Login übernahmen als auch Informationen direkt von den Fremdseiten in einem eigenen Auftritt anzeigten.
Von diesen T-Shirt-Trägern springt heute niemand mehr, die Cash-Burn-Rate ihrer Gründungen hat sie längst verbrannt, dennoch ist das Problem der multiplen Logins ja immer noch nicht gelöst. OpenID hilft mir dabei nur insoweit, dass ich mir lediglich ein Passwort merken muss, um mich auf einer Reihe von weiteren Angeboten einzuloggen. Das haben sich wohl auch die Macher von eingelogged.de gedacht, die selbst das OpenID-Verfahren unterstützen. Nach der unkomplizierten Eröffnung eines kostenlosen Benutzerkontos können Sie aus einer Reihe von Webanwendungen wählen und auf Ihrer personalisierten Startseite platzieren. Zu jedem Angebot hinterlegen Sie Ihren Benutzernamen und das Passwort, um sich später dann mit einem einzigen Klick später beim jeweiligen Anbieter anzumelden. Das funktioniert reibungslos, aber mehr macht das Portal dann auch schon nicht. Nett und bequem, solange Sie kein Problem damit haben, ihre Passwörter auf einer Drittseite abzulegen.

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3 Antworten auf Eine nette Idee, eingelogged

  1. Büchereierlei 7/5/2009 at 14:55 #

    Eine praktische Idee, aber wie verträgt sich das mit den AGB vieler Anbieter (so auch bei eingeloggt.de), dass das Passwort vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiter zu geben ist?

  2. Stephan Lamprecht 7/5/2009 at 17:26 #

    Hallo,

    das war bereits damals in der Steinzeit das Problem. Bei der Account-Aggregration mit der Übermittlung der Passwörter, was seinerzeit noch etwas komplexer war und mittels Screen-Scraping gelöst wurde, war das insbesondere beim Homebanking ein kritisches Problem.

    Beste Grüße
    Stephan

  3. Thorsten Zoerner 9/5/2009 at 2:32 #

    Wirklich eine Nette Idee, wobei ich den Ansatz, den Clipperz.com macht persönlich besser finde, denn dort werden zwar auch die Passwörter „online“ gespeichert, allerdings erfolgt die Verschlüsselung der Passwörter bereits im Browser mit einer sehr aufwendigen Javascript Bibliothek. Der Nachteil: Clipperz kann kein OpenID (Stellungnahme von Marco hierzu: http://www.clipperz.com/users/marco/blog/2007/01/26/openid_before_you_get_too_excited )

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