Writely: Textverarbeitung und Wiki als Web 2.0 -Lösung

So im Jahre 1996 war es wohl, als Analysten und Auguren vermuteten, dass ASP-Lösungen Standardprogramme wie Word &Co überflüssig machen würden. Schließlich sei das Netz der Computer und mit wachsender Bandbreite brauche sich niemand mehr mit Softwareinstallationen herumzuschlagen. Seitdem sind einige Word-Versionen ins Land gegangen. Mit Writely macht sich jetzt ein neuer Anbieter aus den USA auf, die Vision einer Textverarbeitung im Netz wahr werden zu lassen.

Derzeit befindet sich das Angebot noch in der Betaphase. Auf den Seiten der Betreiber kann man sich auf eine Warteliste einschreiben, um am Betaprogramm teilzunehmen. Ich habe mich schon einmal dort umgesehen.

Oberfläche von Writely

Nach der erfolgreichen Anmeldung gelangt man zur Übersicht der eigenen Dokumente. Ein Mausklick später ist dann bereits auch schon das erste Dokument angelegt. Wer dies möchte, kann auch bereits vorhandene Dateien hochladen. Unterstützt werden dabei:

  • HTML
  • MS-Word
  • Textdateien
  • GIF-, JPG- und BMP-Dateien

Die Oberfläche des Texteditors ist schlicht und funktional. Die Werkzeugleiste ist stark an Word angelehnt. Wer einmal mit diesem Programm gearbeitet hat, findet sich sofort zurecht. Ein geöffnetes Dokument wird in regelmäßigen Abständen gespeichert, was zumindest unter Firefox und Linux zu einem etwas hektischen Refresh der Seite führte. Die Anwendung verarbeitet anstandslos auch umfangreichere Dokumente. Was die Bezeichnungen der Funktionen in der Anwendung selbst anbelangt, orientiert sich Writely aber mehr an HTML-Editoren denn an Textverarbeitungen.

Editor von Writely

Sehr interessant sind die Funktionen zur Weiterverarbeitung von Dateien:

  • Dokumente lassen sich in einem Blog veröffentlichen. Derzeit wird allerdings nur Blogger unterstützt.
  • Sie können den Text auf Ihrer Website veröffentlichen. Er bleibt aber auf dem System von Writely. Auf der Homepage wird lediglich ein Link gesetzt. Vor dem Publizieren besteht die Möglichkeit, den Leserkreis zu beschränken.
  • Dokumente können im Word-Format oder als ZIP-Archiv gespeichert werden.
  • Schließlich kann auch mit mehreren Personen an den Texten gearbeitet werden. Dazu laden Sie die Mitarbeiter per E-Mail ein.

Gerade die letzte Möglichkeit macht aus Writely eine interessante Alternative zu einer Wiki-Installation. Gerade Anwender, die sich mit Wikis noch nicht beschäftigt haben, werden sich in einer vertraut anmutenden Umgebung heimischer fühlen.

Bereits in diesem frühen Stadium macht Writely einen sehr vielversprechenden Eindruck. Auf das dahinter stehende Businessmodell darf man gespannt sein. Gerade für KMU kann die Anwendung eine Möglichkeit für das verteilte Arbeiten werden: Schlank und leicht bedienbar.

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