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Freezers besiegen ideenlose Pinguine (5.10.2014)

Die Hamburg Freezers wollten die drei Punkte aus ihrer Begegnung mit den Pinguinen aus Krefeld in der Hansestadt behalten. Das war von der ersten Sekunde an zu bemerken. Die Spieler belohnten sich nach einer Minute selbst für ihre Entschlossenheit. Im Getümmel (vor dem Kasten des, wie sich noch zeigen sollte, hervorragend aufgelegten Thomas Duba) verwandelte Adam Mitchell in Manier eines Torjägers zum 1:0 vor enttäuschender Kulisse.

Die Freezers befinden sich aktuell mit den Zuschauerzahlen dort, wo sie vor knapp 2 Jahren standen. Trotz Motto-Spieltags fanden gerade 7421 Zuschauer in die Arena. Und wie immer wurde an einem Motto-Spieltag verabsäumt, auch mal etwas zum Spiel zu erzählen, um vielleicht neue Fans zu gewinnen. Stattdessen eine Folge der Freezers-Street, die diesmal besonders inhaltsleer schien. Und knapp 12 Euro für zwei kleine (!) Getränke mit Popcorn sind kein Schnäppchen, wie es als “Sonderaktion” dargestellt wurde.

Generell wäre dem Team um Geschäftsführer Uwe Frommhold schlicht mal eine Medienberatung zu gönnen. Gerade in Zeiten von IS einen Spieler mit einem Stahlhelm der US-Streitkräfte auszuzeichnen – da muss man schon sehr jung oder überdurchschnittlich tumb sein. Da fehlt jegliches Fingerspitzengefühl für Timing und Takt.

Zurück zum Spielgeschehen: Was die Freezers in diesem ersten Drittel ablieferten, kam an die Leistung heran, die sich nicht nur die Fans vom Beginn der Saison gewünscht hätten. Die blaue Linie wurde gut gehalten und physisches Hockey gespielt. Dem hatten die Pinguine zumindest in den ersten 20 Minuten kaum etwas entgegenzusetzen. In der 7. Spielminute war es Westcott, der zum 2:0 für die Gastgeber erhöhte.

Nach der Pause ging es mit einem Klassiker der Hamburger weiter. Der Einstieg in den mittleren Abschnitt wurde komplett verschlafen und die Hanseaten schossen das dritte Tor des Spiels. Der Puck wurde lupenrein von den eigenen Spielern an einem sichtlich verdutzten Caron vorbeigelöffelt. Nur noch 2:1 (offiziell erhielt Sofron den Scorerpunkt). Angestachelt von diesem Spielstand wirkten die Pinguine jetzt deutlich lebhafter. Alles in allem waren deren Spielzüge zu harmlos. Und wenn Caron bereits geschlagen schien, trafen die Krefelder das verwaiste Tor nicht.

Auf der anderen Seite taten sich auch die Freezers mit der Verwertung der Chancen schwer. So ging es mit dem engen Spielstand von 2:1 in die Kabine.

Es sollte knapp 3 Minuten im dritten Drittel dauern, bis ein bis dahin clever und motiviert spielender Nico Krämmer den Puck ins Eck hämmerte. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Etwas spannender wurde es noch einmal, als das Schiedsrichtergespann wegen Lappalien zwei Hamburger vom Eis nahm, doch auch diese Situation konnten die Krefelder nicht nutzen. Es blieb beim 3:1 aus Hamburger Sicht.

Das Spiel war sicherlich kein Eishockey-Leckerbissen, zeigte aber einen deutlichen Fortschritt bei den Hamburg Freezers. Einsatz, Können und Glück hielten den Sieg fest und besonders die bessere Spielweise an der blauen Linie macht Mut für die kommenden Begegnungen.

Herausheben sollte man Sam Klassen, der sich immer mehr zu einem (so für mich unerwartet) unangenehmen Gegenspieler eines jeden Stürmers erweist. Physisch stark kann das ein ganz Großer des Eishockeys werden. Enttäuscht hat mich erneut Patrick Pohl, der wieder über Schaulaufen nicht hinausgekommen ist.

Die Freezers haben durch die letzten zwei Siege deutlich an Selbstvertrauen gewonnen. Wenn die Verteidigung noch etwas sicherer steht, und nun endlich die Chancen im gewünschten Umfang verwertet werden, kann die Mannschaft einen der ersehnten vorderen Ränge erreichen.

Ein Lebenszeichen der Freezers – Sieg gegen Wolfsburg 3:1 (26.9.2014)

Die Hamburg Freezers haben am Donnerstag auf die anhaltende Flaute reagiert und Benoit Laporte entlassen. Während ihm in der vergangenen Spielzeit noch die Zeit gelassen wurde, den Kader wieder in Tritt zu bringen, war das Tischtuch zwischen Laporte und dem sportlichen Leiter Stephané Richer offensichtlich durchschnitten.

Keine leichten Vorzeichen also für das gestrige Spiel. Schon nach wenigen Minuten wurde aber klar, dass die Spieler bisher nicht „gegen den Trainer“ gekämpft hatten. Die Männer um Serge Aubin waren bemüht, mehr zu kämpfen, gingen deutlich motivierter zur Sache, zeigten aber oft genug Nerven. Über Nacht war da jetzt kein Eishockey-Wunder geboren.

Aber das deutlich entschlossenere Auftreten wurde mit dem vom Hamburger Publikum so ersehnten Führungstreffer belohnt. Im einzigen Powerplay, das halbwegs überzeugen konnte, traf Flaake zum 1:0. Und trotz der stärkeren Bemühungen der Wolfsburger ging es mit der Hamburger Führung auch in die Kabine.

Es folgte ein eher schwächerer Abschnitt der Freezers. Den Beginn eines Drittels zu verschlafen, ist kein neues Leiden der Hamburger Kufencracks. In der 26. Minute war es dann soweit. Die Wolfsburger trafen zum Ausgleich.

Damit war die entscheidende Phase der Begegnung eingeläutet. Den unter 7.000 Zuschauern (kalkulierter Saisonschnitt sind rund 8.500, was die Bedeutung des Trainerwechsels noch einmal unterstreicht) boten sich jetzt haarsträubende Minuten. Die Freezers wurden nervös und die Mannschaft stand erneut kurz davor, zu zerfallen.

Ein gut aufgelegter Caron (und man muss es deutlich sagen) und die in dieser Phase bemerkenswerte Unfähigkeit des Wolfsburger Sturms retteten das Unentschieden.

Nachdem sich die Nerven der Spieler wieder etwas beruhigt hatten, zeigte Kevin Clark erstmals in dieser Saison in Vollendung, warum er nach Hamburg gelockt wurde. Mit einer feinen Einzelleistung trug er einen lupenreinen Konter vor und brachte die Hamburger erneut in Führung.

Mit dem Spielstand ging es in die zweite Pause. Das letzte Drittel war körperbetont und umkämpft, teilweise deutlich jenseits jeglicher Fairness. Das lag an einer erneut schwachen Leistung der Schiedsrichter Aicher und Krawinkel, die Kleinigkeiten pfiffen, aber grobe Unsportlichkeiten durchwinkten. Wie so oft in einer solchen Konstellation versuchen sich die Spieler dann selbst, auf dem Eis zu helfen.

Am Ende der Partie nahmen die Wolfsburger ihren Torhüter heraus, was die Hamburger zu einem (zumindest diskutablen) Empty-Net-Treffer ausnutzen konnten. Mit dem Endstand von 3:1 konnten die Freezers das Spiel für sich entscheiden.

Kein schöner Sieg, mit Sicherheit ein (etwas) glücklicher Sieg, aber auch ein wichtiger Sieg.

Das war aus meiner Sicht ein Lebenszeichen des Kaders, aber ohne Zweifel noch keine Trendwende, wie sie die Hamburger Sportjournaille ausmacht. Die Autoren, die mit ihrem Geschreibsel im Sommer von „Meisterschaft“ und „nächster Schritt in den Playoffs“ nicht ganz unschuldig an der aktuellen negativen Situation der Freezers sind. Dazu gibt es nach wie vor viel zu viele Schwächen sowohl in Überzahl als auch in der Verteidigung.

Gut in Form: Clark, Caron, Flaake, Klassen, Schubert, Schmidt.
Schlecht in Form: Oppenheimer, Pohl, Westcott, Sertich.

Fazit: Es bleibt viel zu tun, aber es besteht auch die Hoffnung, dass die Mannschaft wieder an Selbstbewusstsein gewonnen hat.

Plan- und kraftlose Freezers lassen sich von Haien fressen (21.9.2014)

Wie soll man das gestrige Spiel der Hamburg Freezers bewerten? Soll man sich freuen, dass die Niederlage nicht ganz so hoch war wie zuvor? Oder einfach das sehen, was sie war. Die 8. Niederlage in Folge?

Angemessener ist wohl die letztere Betrachtungsweise. Was die Freezers gestern gerade im mittleren Spielabschnitt ablieferten, ist ein Zeugnis einer Mannschaft, die mit dieser Serie von verlorenen Spielen nicht gerechnet hat und darauf inzwischen mit wachsender Verunsicherung reagiert.

Auf die Dauer werden die Durchhalteparolen der sportlichen Führung und der Geschäftsführung zur aktuellen Situation nicht mehr fruchten. Der schlimmste Saisonstart der Freezers überhaupt, sorgt schon einmal dafür, dass sich die Ränge wieder leeren und mit unter 7.000 Zuschauern auch wirtschaftlich bedrohlich wenig gefüllt sind. Das wird ohne Zweifel auf den Faktor Servus-TV geschoben werden (die Begegnung wurde im Fernsehen übertragen), dürfte aber eher an den sportlichen Ergebnissen liegen. Bei aller Zurückhaltung auch in Sachen Etat. Die Freezers benötigen dringend wieder eine stabile Verteidigung, hier sollte schleunigst (fast schon egal aus welcher Liga) mindestens ein Spieler lizenziert werden.

Den Zuschauern bot sich eine Partie, die sich in drei Abschnitte gliederte.

Die Freezers kamen motiviert und offensichtlich mit einer Strategie aus der Kabine. Es wurde diszipliniert gespielt und agiert. Konditionell war genug Luft da, um mit den Kölnern mitzuhalten. Schon nach wenigen Minuten setzen die Hamburger einen gut aufgelegten aus den Birken unter Druck.

Und die Mühe wurde belohnt. Der zurückgekehrte Madsen sah einen freistehenden Adam Mitchell, der in der 10. Minute einnetzen konnte. Ein schöner Spielzug, der merklich Energien freisetzte.

In der 16. Minute folge der (zu diesem Zeitpunkt durchaus verdiente) Ausgleich der Kölner. Und das war der Dammbruch.

Die aus der Kabine zurückgekehrten Hamburger waren nicht wieder zu erkennen. Zwar wurde weitestgehend diszipliniert gespielt, aber die Abwehr machte erneut haarsträubende Fehler. Und immer mehr Zweikämpfe gingen verloren. Zum Abschluss bot sich das Bild wie in den vergangenen Partien. Die Hamburger waren immer einen Schritt langsamer und verloren die Zweikämpfe an der Bande. Und die mangelnde Kondition wird man sicherlich beheben können.

Es folgte etwas Hilfe des wie immer überforderten Duos Bauer / Aumüller, die konditionell bereits schon nach 10 Minuten sichtlich am Ende waren. In entscheidenden Momenten waren die Herren stets damit beschäftigt, die mit prallen Wänsten ausgestatteten Körper in eine andere Richtung zu bewegen und wandten so dem Spielgeschehen den Rücken zu.

Beide Tore der Haie waren ebenso schön wie irregulär. Beim ersten Treffer waren 6 Spieler auf dem Eis, nachdem Gogulla es sich in Pucknähe doch anders überlegte und wieder aus der Wechselzone ins Spielgeschehen eingriff. Und dass Bauer und Aumüller selbst im Videobeweis ein deutliches Torraumabseits nicht erkannten, machte den Sieg der Haie komplett.

Indes: Zu diesem Zeitpunkt hatte aus Sicht der Freezers der dritte Abschnitt schon begonnen. Ein blindes und wütendes Anrennen ohne jegliches Glück. Was selten genug als platzierte Schüsse auf das Kölner Gehäuse traf, wurde von aus den Birken zuverlässig entschärft. Mehr als den einen Treffer konnten die Hamburger nicht setzen, und einen anderen Spielverlauf beim Halten des Unentschiedens bis zur Overtime hätte es aus meiner Sicht nicht gegeben.

Gerade Thomas Oppenheimer tut sich derzeit als Interimskapitän damit hervor, etwas zur Situation zu sagen. Es wäre besser, wenn er sich auf sein eigenes Spiel besinnen würde. Denn gerade seine Reihe produziert zum Teil eklatante Fehler durch geradezu idiotisch gefährliche Pässe an der blauen Linie. Benoit Laporte muss sich langsam fragen lassen, warum er einen Ralf Rinke überhaupt mitnimmt und ihm dann kaum Eiszeit gewährt. Gegenüber einem Patrick Pohl, der erneut mehr als enttäuschend spielte und der schlechteste Transfer der Freezers seit langer Zeit sein dürfte, kann Ralf auch nicht weniger zeigen.

Auf diesem Niveau weiter spielend, dürfte der Zug für die erste Runde abgefahren sein. Ob die drei weiteren Runden dann noch ausreichen um auf einen sicheren (!) Playoff-Platz zu kommen, wird sich zeigen.

Kommentar: willkommen in der Wirklichkeit, Hamburg Freezers (20.9.)

Die Hamburg Freezers sind am unteren Ende der Tabelle der aktuellen DEL-Saison angekommen. Und sie stehen verdient dort unten.

Noch haben viele Fans gerade auf Facebook die Hoffnung, dass die Freezers mit diesem Fanal einen Lauf beginnen werden, wie er im vergangenen Jahr stattgefunden hat. Mein Eindruck: Der wird – sofern er denn passiert – zu spät kommen, denn die Voraussetzungen sind völlig andere.

Die Freezers spielen momentan einfach schlecht

  • Bereits in der Vorbereitung taten sich die Freezers schwer. Ob CHL oder Pokal-Spiele. Die Offensive hatte Ladehemmung.
  • Es gehen viel zu viele Zweikämpfe verloren und wichtige Bullys werden nicht gewonnen. Im direkten Verlgeich wirken die Freezers-Spieler gegenüber den Gegnern zu langsam.
  • Das bemerken auch die Spieler, wehren sich mit unfairen Mitteln und landen auf der Strafbank.
  • Das Unterzahlspiel (bisher die Königsdisziplin) schwächelt deutlich. Bei einer größeren Verteidigungszone muss die Box fast starr eng vor dem Tor stehen. Das tut sie aber nicht.
  • Dabei ist dann das Fehlen von Verteidigern zu bemerken. Und die Verletzungen gehen auf die Kappe der ständigen Überanspruchung.
  • Kotschnew und Caron spielen noch nicht dort, wo sie für die gemunkelten 420.000 Euro Jahresgage (zusammen) hingehören und in der Vergangenheit gespielt haben.
  • Die Offensive ist zu nervös und liefert zu wenig ab. Jetzt fehlt nach der Niederlagenserie auch langsam das Selbstvertrauen.
  • Laporte hat bisher noch keine sinnvolle Umstellung seiner eigenen Strategie auf die größeren Angriffs- und Verteidigungszonen gefunden.
  • Der Kader hat zu spät mit der Vorbereitung begonnen.

Der Kader ist breit und tief – aber zu klein

Die Hamburg Freezers haben im vergangenen Jahr einen enormen Fortschritt im Bereich des Sponsorings gemacht. Das darf natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Freezers (genau wie die Eisbären Berlin) in jeder Spielzeit hohe Verluste schreiben, die lediglich durch die Patronatserklärung der Anschutz Gruppe gedeckelt sind.

Und damit sind wir beim Punkt. Die Freezer müssen sparen.

  • Einstellung des Arena Magazin.
  • Einstellung eines Unterstützer-Clubs und damit keine Förderung mehr des Fanradios.

Die Abgänge wurden nominell ersetzt, der Kader aber nicht ausgebaut. Damit ist die Bank der Freezers ohne hin kurz, bei längerfristigen Ausfällen, zu kurz.

Die frühzeitigen Ausfälle verhindern aber, dass sich die Mannschaft findet. Im vergangenen Jahr hatten sich die Spieler und Reihen bereits eingespielt. Da half das von Laporte ausgerufene “Zusammenrücken” weiter.

Jetzt rücken Spieler zusammen, die unter normaler Konstellation so nicht blind harmonieren müssen, wie ein Jakobsen in der Verteidigung. Sich aus dem Tabellenkeller zu befreien, wird frühestens nach der Rückkehr aller Spieler möglich sein und selbst dann wird es ein paar Wochen dauern, bis die Reihen funktionieren. In dieser Zeit kann der Hoffnungsplatz 10 schon weit weg sein.

Ich wünsche mir sportlich sehr, dass ich mich irre, aber faktisch ist das ein hausgemachtes Problem, für das jetzt die Quittung gezogen wird. Wenn man sich einen Hauch auf Playoffs bewahren will, muss das sportliche Management jetzt handeln und dringend mindestens einen gelernten Verteidiger verpflichten. Denn sonst wird es eng im Ligaalltag.

Der eigentliche Fehler war aber aus meiner Sicht, das sich selbst Einlullen durch das Gerede von “Meisterschaft” in der Öffentlichkeit und einer vierwöchigen Vorbereitungsphase auf die ersten CHL-Spiele. Für die Schweden und Norweger geht es bei diesem Turnier um etwas, es dürfte jedem klar gewesen sein, dass hier nicht Vorbereitungsspiele mit Wattebäuschchen und Operettenabwehr stattfinden. Hier den eigenen Kader sich körperlich aufreiben zu lassen – das muss sich die sportliche Führung der Hamburg Freezers schon selbst zuschreiben.

Hamburg Freezers – das Saisonfazit 2013/14 aus meiner Sicht

Die Hamburg Freezers haben die erfolgreichste Spielzeit ihrer Geschichte hinter sich. Und wer die Spiele zu Beginn der Saison gesehen hat (oder die Beiträge in diesem Blog gelesen), wäre wohl kaum auf die Idee gekommen, dass dies am Ende der Spielzeit 2013/2014 das Fazit ist.

Die Freezers können sich zwar für den Titel »Hauptrundensieger« sportlich nichts kaufen, aber sie haben eine beachtliche Leistung gezeigt. Das verdient Respekt.

Respekt verdient auch, dass – soviel sei hier einmal verraten –  zu Beginn der Saison der Leiter der Geschäftsstelle sogar in einer Mail dem Autor dieser Zeilen auf einige Kritikpunkte direkt geantwortet hat. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Wie sieht mein persönliches Fazit aus? Es mag hart klingen, aber die Freezers waren dieses Jahr (erneut) noch nicht reif für die Playoffs. Bereits die Spiele gegen Iserlohn waren viel zu eng und die Souveränität der Hauptrunde verschwunden. Dass sich abseits der Bande die Iserlohn Roosters als extrem unsportlicher Gegner erwiesen, hat mich, nebenbei gesagt, sehr überrascht. Aber in allen Begegnungen mit den Roosters gab es Szenen, die leicht auch zu deren Sieg hätten führen können.

Gegen Ingolstadt wurde dann spielerisch kein Mittel gefunden. Die erste Heimpartie aus meiner Sicht zu leichtfertig hergeschenkt. Dass ich es persönlich für ein sportliches Unding halte, dass der 9. Platz in der DEL um die Meisterschaft spielen darf, habe ich im ersten Beitrag einer kleinen Serie schon geschrieben. Die während der Saison so gelobte Tiefe des Kaders – von ihr war in den Playoffs nichts mehr zu sehen und zu spüren.

Und nichts charakterisiert die Serie gegen Ingolstadt besser als die letzte Begegnung vor Ort. Ein Traumtor und Führung! Dann ein böser Fehler von Caron (der sich wenig Fehler in der Saison leistete) und die Jungs waren zu nervös, um sich wieder zu fangen.

Aber: Alle Spieler dürfen stolz darauf sein, was sie gemeinsam erreicht haben. Vom letzten Tabellenplatz zum Vorrundensieger zu werden. Das müssen andere Mannschaften auch erst einmal schaffen.

Zum Abschluss dieser schönen Saison darf natürlich meine völlig individuelle Bewertung aller Spieler nicht fehlen.

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