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Die Maske im Herzen – (m)ein Abschied von den Hamburg Freezers

Die Hamburg Freezers sind Geschichte. Wie die sprichwörtliche Bombe schlug diese Meldung gestern hier im Familienleben ein. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß, dass die Mannschaft für mich und meine beiden Kinder große Bedeutung hatte. Fast 5 Jahre sind wir alle drei zu jedem Heimspiel gefahren, haben gelitten, gejubelt, gefeiert und getrauert. Emotionen pur. Und ich habe mich oft genug auch persönlich an dem Thema abgearbeitet, wenn ich das Gefühl hatte, dass sich die Freezers gerade in Sachen Marketing unter Wert geschlagen haben. Deswegen seien mir ein paar persönliche Zeilen zum Abschied gestattet.

Aus heiterem Himmel aber nicht überraschend

Klar, war ich gestern sprachlos. Die Entscheidung kam aus heiterem Himmel, aber eben doch nicht ganz überraschend. Und die verkorkste Saison dürfte ihren Teil dazu beigetragen haben.

Der Zeitpunkt ist indes für mich nicht nachvollziehbar und menschlich unanständig. Man hätte gleich bei Saisonschluss die Reißleine ziehen können, um den Spielern einen Wechsel zu erleichtern. Wenige Tage vor Ablauf der Lizenzfrist zeigt eigentlich deutlich, dass es um das Abwickeln ohne Hintertür geht.

Aber Anzeichen dafür gab es aus meiner Sicht bereits seit zwei Jahren. Denn dass die AEG die Parole „Sparen“ ausgerufen hat, und zwar in beiden Organisationen, war deutlich zu erkennen. Weder in Berlin noch in Hamburg wurden die Kader mit teuren Spielern verstärkt, sondern im Zweifel die preiswertere Lösung eingekauft und den Fans als bewusste Entscheidung verkauft. Das war natürlich Quatsch.

Seit einigen Wochen haben ein Kooperationspartner und ich am Konzept und Angebot für die neue Homepage der Hamburg Freezers und einer möglichen App gearbeitet. So viel darf man hier nun wohl am Ende der Geschichte erzählen. Unser Entwurf kam in Hamburg gut an und alles sah nach einer mehr oder weniger klaren Sache aus. Allerdings bin ich lang genug im Geschäft, um zu bemerken, wenn ein Kunde plötzlich mauert und auf Zeit spielt. Ellenlange Nachfragen aus den USA zum Entwurf. Immer wieder herauszögern der finalen Entscheidung, die in London und LA fallen sollte. Stichtag sollte der 18.5. sein, wie man den Hamburgern mitteilte. Nun weiß ich auch warum.

Die wirklich dummdreiste Begründung für das Ende der Freezers lautet nun, man habe ja schon seit Jahren einen Käufer gesucht und nie mit den Freezers Geld verdient. Das ist ebenso töricht wie eine Beleidigung der Intelligenz aller Menschen, die den Sport kennen. Man zeige mir die Bilanz einer einzigen (!) Spielbetriebs GmbH der DEL, die nennenswert (!) Geld verdient. Fakt ist. Die Bilanzen der Freezers und der Eisbären Berlin zeigen übereinstimmend ein millionenschweres negatives Engagement der AEG. Und man darf bei alldem nicht vergessen. Wer Verluste schreibt, zahlt darauf auch weniger bis keine Steuern. Zumal Kosten für die Spielstätte ja nichts anderes als ein Geschäft nach dem Motto linke Tasche, rechte Tasche waren.

Die finale Entscheidung, nein sie lag nicht am Geld allein. Aus meiner Sicht viel wichtiger:

  • Es ist den Freezers in all den Jahren nicht gelungen, als Teil Hamburgs in einer breiteren Öffentlichkeit akzeptiert zu werden. Wenn man sich im Trikot in ein Taxi setzte, musste man auch im 10. Jahr immer noch erklären, dass man gerade nicht zum HSV fährt.
  • Es ist vor Uwe Frommhold nicht gelungen, eine nennenswerte Sponsorenschaft aufzubauen. Insbesondere die glücklose Ära Michael Pfad, der Angst davor hatte die „Marke zu verscherbeln“ (welche Marke?), hat die Freezers nicht vorangebracht.
  • Und es ist in alle den Jahren nicht gelungen, Hamburger Kaufleute nachhaltig von den Freezers zu begeistern und als attraktive und preiswertere Alternative zum Engagement im Fußball zu positionieren.
  • Das Areal der Arena besitzt keine direkte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Punkt. In Berlin fällt man aus dem Ostbahnhof direkt in den Eingang der Arena.
  • Berlin bietet Möglichkeiten, dass Geschäftsmodell von Anschutz besser umzusetzen. Schließlich soll das Umfeld dort ausgebaut werden. Vorbild ist hier das Gelände rund um die Spielstätte der LA Kings. Das ist in der Nähe der MVA schlecht vorstellbar.

Die Freezers, sie werden mir fehlen

Ich habe mich auf Facebook nie auf Diskussionen eingelassen, wo es um „wer ist ein wahrer Fan, wer nicht“ ging. Ich war / bin Fan der Hamburg Freezers, weil ich mich mit den Werten der Organisation und ihren Fans identifizieren konnte. Wir haben unser Team unterstützt, aber eben auf hanseatische Weise. Da gab es keine Gesänge wie „Wir sind Eure Hauptstadt Ihr Bauern“ (schöne Grüße an die Eisbären Fans, möge Anschutz Euch noch lange den Spielbetrieb garantieren) oder „Hurensöhne“ (schöne Grüße nach Düsseldorf), sondern Begeisterung für das Team. Die Freezers waren eine Mannschaft zum Anfassen, durch und durch. Geschäftsstelle und Spieler. Es ist beileibe keine Selbstverständlichkeit, wenn man vom Leiter einer Geschäftsstelle nach einem längeren Blogbeitrag eine mehrseitige persönliche E-Mail erhält, die einen Einblick hinter die Kulissen verschaffte. Danke Thomas.

Hier in Hamburg sind einige tolle Talente zu großartigen Spielern gereift. Ob ein G. Festerling, K. Schmidt, T. Oppenheimer oder auch ein N. Krämmer. Spieler, die umworben waren und sich bewusst für diesen Standort entschieden haben. Sie jetzt nicht mehr in der liebgewonnenen Arena spielen sehen zu können, schmerzt.

Ein Debakel für Eishockey im Norden und Schande für Hamburg

Hamburg – das ist doch die Medien- und die Sportstadt! Nun Medien werden schon seit Jahren überwiegend in Berlin produziert. Und Sport spielt wie Kultur tatsächlich schon immer eine kleine Rolle. Die hanseatisch zurückhaltende Art führt derzeit dazu, dass Hamburg wieder das wird, was es vor der Teilung Deutschlands war. Provinz, mit zu wenig Strahlkraft gegenüber der Haupstadt.

Hochklassiger Sport findet jetzt noch im Fußball statt, wo ein überschuldeter Sportverein sich immer mehr in die Abhängigkeit eines einzigen Gönners begibt. Dass es dem Handball und dem Eishockey nicht gut geht, war bekannt. Auch ohne unmittelbare finanzielle Unterstützung hätte es hier sicherlich für die Stadt Möglichkeiten gegeben, den Freezers zu helfen. Wenn man denn gewollt hätte. Eine echte Schande für eine angeblich so weltoffene Stadt.

Das Ende der Freezers ist auch ein schlechter Tag für das Eishockey. Erinnert sei noch mal an die vorbildliche Jugendarbeit der Organisation und dass nun der Einzugsraum SH und HH völlig ohne realistische Möglichkeiten dasteht, erstklassiges Eishockey zu sehen. DEL-Niveau gibt es also zukünftig jenseits der Elbe.

Und sportlich ist das auch für kleine Vereine (auch wenn es einige eingefleischte Fans nicht so sehen und auch nicht verstehen) ein Debakel. Denn die Option, einen DEL-Partner zu finden, um Nachwuchsspieler zu fördern, ist nun ins Nirwana gewandert.

Ich werde zu den Crocodiles gehen, aber ein Ersatz sind sie nicht

Ich liebe Eishockey. Und je schneller und brillanter, umso schöner. Genau deswegen waren die Freezers so wichtig für mich. Hier spielten Profis auf hohem Niveau.

Wann immer es ging, bin ich trotzdem nach einem Heimspiel noch nach Farmsen gefahren. Aber Oberliga bleibt eben Oberliga. Das ist auch Eishockey, nur eben ganz anders. Nicht weniger spannend, nur eben nicht das Eishockey, was ich gern live gesehen habe. Vielleicht gönne ich mir eine Dauerkarte für die Crocodiles.

Aber die Maske der Freezers werde ich weiter im Herzen tragen.

Ich wünsche allen Spielern und Mitarbeitern der Geschäftsstelle, dass sie den Schock schnell überwinden und vor allen Dingen möglichst rasch eine neue tolle Herausforderung finden.

Meine guten Wünsche gehen insbesondere aber an zwei Personen, die mir, auch wenn es nur sporadische bzw. kurze Begegnungen waren, am Herzen liegen. Thomas Bothstede und Tina Schröder vom HEC.

Alles Gute! Servus, Freezers.

Das Gesabbel vom nächsten Schritt und die Hamburg Freezers (23.1.2015)

»Neue Besen kehren gut« – diesen Ausspruch kennt wohl jeder. Bei den Hamburg Freezers ist (war) der neuer Besen in diesem Sinne Co-Trainer Serge Aubin, der den erfolglosen Benoit Laporte beerben durfte bzw. musste. Nicht nur die Fans, sondern auch Sponsoren und vor allen Dingen der sportliche Direktor Stéphane Richer verloren mit Laporte die Geduld. Richer war im Sommer der Königtransfer gelungen, Top-Scorer Kevin Clark an die Elbe zu lotsen. Kein preiswertes Unterfangen. Nur kam besagter Clark mit dem System Laporte nicht sonderlich gut zurecht.

In der Liga selbst (bzw. bei den Anhängern einiger Clubs) sind die Freezers immer noch der »Retortenclub«, der am unermesslichen Tropf der Anschutz-Gruppe hängt und unbegrenzt Geld zur Verfügung hat. Tatsächlich ist der Spieleretat eher im Mittelfeld angesiedelt. Wobei es da in DEL ohnehin schon recht eng zugeht, Ausnahmen wie Red Bull und Mannheim einmal unbetrachtet.

Da man sich mit Dimitri Kotschnew und Sébastien Caron den Luxus eines recht teuren Goalie-Duos leistet (warum Kotschnew als Nummer zwei eigentlich zu teuer ist, steht in diesem sehr lesenswerten Artikel ), muss dann an anderen Stellen des Etats gespart werden. Deutlich preiswerter arbeiten zum Beispiel die beiden Spieler Pohl und Sertich. Zu preiswert, wie sich herausstellen wird. Mit Fug und Recht dürfen beide als Totalausfälle bezeichnet werden.

Sertich kommt nicht im Ansatz an seine Leistungen in Iserlohn heran. In Patrick Pohl hat wohl nur die sportliche Leitung etwas gesehen, was gar nicht da ist.

Mit spitzem Bleistift wurde ein kleiner Kader zusammengestellt. Ein Kader, der eigentlich nur dann ausreicht, wenn tatsächlich auch alle Spieler fit sind und Leistung erbringen.

Die Sache mit den Verletzten

Leider mussten sich die Freezers seit Beginn der Saison mit verletzten Spielern herumschlagen. Teilweise bereits seit der Saisonvorbereitung. So stand ein Frederick Cabana (der allerdings schon unter Laporte nicht glänzen konnte) faktisch nie auf dem Eis. Es hagelte Finger- und Gelenkbrüche und ausgekugelte Gelenke. Von Seuche und Pech ist und war die Rede. Benoit Laporte stand bereits seit den ersten Spielen kein vollständiger Kader zur Verfügung. Dies gilt auch für Aubin.

Allerdings müssen sich die Freezers auch die Kritik gefallen lassen, sich in das Abenteuer der CHL eingelassen zu haben. Statt die Reihen sich erst einmal in Spielen gegen so genannte »Aufbaugegner« finden zu lassen, wurde gegen europäische Top-Teams gespielt. Denen man sportlich aber so gar nicht das Wasser reichen konnte.

Das Ergebnis. Eine angeschlagene Psyche und ein immer ruhiger werdender Coach, insbesondere als sich der Negativtrend dann auch in den ersten Wochen der DEL-Saison fortsetzte. Laporte forderte ein Durchhalten, sah sich aber nicht in der Lage, die Spielstrategie der Personalnot und dem neuen Regelwerk anzupassen.
Die Freezers zogen die Notbremse und beurlaubten ihren Chefcoach.

Der Impuls des neuen Trainers …

Die Verpflichtung von Serge Aubin kam dann doch einigermaßen überraschend. Denn weitergehende Erfahrungen in seinem Metier konnte der neue Coach nicht vorweisen. Es mangelt noch an der formalen Qualifikation, die aber nachgeholt werden soll. Der Personalwechsel fruchtete indes.

Wohl keine Mannschaft dürfte auf dem Standpunkt beharren, alles richtig gemacht zu haben, wenn die Spitze ausgetauscht wird. Es wurde mehr gekämpft, das kritisierte Powerplay zeigte plötzlich Erfolge und eine kleine Straße an Siegen begann. Vom Tabellenende kämpften sich die Freezers bis unter die ersten drei. Eine beachtliche Leistung.

Nachhaltig oder Impuls – das ist und war die spannende Frage. Die Ergebnisse seit dem Jahreswechsel lassen vermuten, dass es sich eher um einen Impuls gehandelt hat.

Willkommen auf dem Boden der Tatsachen

Wer sich einmal die Statistiken durchaus erfolgreicher Trainer ansieht, stellt rasch fest, dass sich die Bilanz aus Sieg und Niederlagen im arithmetischen Mittel von 50 zu 50 bewegt. Es ist eine Gesetzmäßigkeit, dass auch Aubin Niederlagen (auch in Serie) erleben muss. Allerdings gab es eine Reihe von Vorschusslorbeeren für den neuen Trainer. Einerseits betonte Sportchef Richer in öffentlichen Stellungnahmen früh, dass es Aubin gelungen sei, der Mannschaft ihre Identität wiederzugeben. Und vor wenigen Tagen wurde der Vertrag mit dem Headcoach dann verlängert, mit der durchaus beachtenswerten Begründung, dass ihm die Zukunft gehöre.

Umso mehr, als ich derzeit keine wesentlichen Veränderungen gegenüber seinem Vorgänger ausmachen kann, außer der von den Spielern stets betonten Rückkehr von »Spaß auf dem Eis«.

Fehlende Disziplin und Cleverness

Machen Sie sich doch einmal die Mühe, und lesen Sie in Ruhe die Vorberichte der vergangenen Spiele. Sie werden häufig genug die Aussage finden, dass diszipliniert gespielt werden müsse. Dass gerade bei einem kleinen Kader es enorm wichtig sei, dass man von der Strafbank fernbleibt.

Und dann sehen Sie sich die nackten Zahlen an. Es lässt sich nicht weg diskutieren. Es mangelt an Disziplin.

Sie rennen offene Türen bei mir ein, wenn Sie betonen, dass die DEL ein Schiedsrichterproblem hat. Aber das hat sie nicht seit gestern. Und vor der Herausforderung stehen auch alle anderen Teams.

So spektakulär ein Faustkampf auch ist. Er muss nicht sein. So sehr es Christoph Schubert auch reizt, einen krachenden Check zu landen. In eigener Über- oder gar Unterzahl muss der nicht sein. Hier klappt anscheinend etwas nicht in der Kommunikation zwischen Trainer und Mannschaft.

Ständige Unterzahl ermüdet. Noch dazu, wenn Spieler fehlen und die heiße Phase der Saison beginnt, wo extrem viele Spiele in kürzester Zeit folgen. Hier müsse man »clever spielen«. Und wenn sich die Mannschaft an sein System halte, könnte sie Kraft sparen. So Aubin in einem Vorbericht.

Auch hier scheint es noch Koordinationsschwierigkeiten zwischen Trainer und Mannschaft zu geben. Denn diese clevere Spielweise haben die Männer um Kapitän Schubert noch nicht gezeigt. Viel Laufarbeit, mit zum Schluss wenig Ertrag. Spätestens Ende des zweiten Drittels geht dann die Puste aus. Kein Wunder bei ständiger Unterzahl und vielen Scheibenverlusten, die dann durch Laufarbeit wieder eingefangen werden muss.

Eine wirklich alte Weisheit des Eishockeys besagt, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Tor steigt, wenn die Scheibe möglichst häufig und einfach vor den gegnerischen Kasten gebracht wird. Hier muss leider eine deutliche Tendenz zum Schönspielen attestiert werden. Sieht oft gut aus, es mangelt aber an Ertrag. Inzwischen auch vereinzelt an Selbstvertrauen. Kevin Schmidt, Ende der vergangenen Saison noch als Kandidat für die Nationalmannschaft gehandelt, läuft seit Monaten dieser Form hinterher.
All das zusammengenommen, ist es nicht verwunderlich, dass die alte Heimstärke der Freezers inzwischen futsch ist. Im vergangenen Jahr hoffte man auf eine Platzierung unter den ersten vier, um das wichtige Heimrecht zu erhalten. In dieser Saison spielt das eigentlich keine Rolle mehr.

Trotzige Torhüterrotation

Serge Aubin hält an der aus meiner Sicht unerklärlichen Torhüter-Rotation fest. Trainer und Torhüter betonen ständig, dass sie mit dem Thema professionell umgehen.
Allerdings wollen Spieler natürlich Eiszeit bekommen. Und der Wechsel kann auch als mangelndes Vertrauen verstanden werden. Die Verteidiger müssen sich von Partie zu Partie umstellen. Ob das tatsächlich zur Ruhe und zu einer konstanten Spielweise beiträgt, wage ich persönlich zu bezweifeln.

Ob es nun an dem permanenten Wechsel liegt, vermag natürlich niemand verlässlich zu sagen. Fakt ist aber, dass sowohl Kotschnew als auch Caron extrem schwankende Leistungen erbringen und Spiele zu selten festhalten. An beide haben sich die Freezers aber vertraglich langfristig gebunden.

Es ist schon Ironie, dass der in Hamburg gescholtene Niklas Treutle derzeit statistisch der beste Torhüter der Liga ist. Seine Anlagen waren bereits in Hamburg zu erkennen, aber hier musste er dann Caron weichen.

Die Sache mit den neuen Besen… Sie erinnern sich. Apropos. Bei den anderen DEL-Vereinen leistet man sich den Luxus des ständigen Wechsels weniger.

Wann liefern die Führungsspieler etwas ab?

Seit dem Jahreswechsel haben die Hamburg Freezers lediglich eine Partie (knapp) gewonnen. Eine streng genommen nicht bessere Bilanz als in den Tagen Benoit Laportes. Indes betont die Hamburger (Fach-) Presse, die sich in merkwürdiger Kritiklosigkeit und anbiedernder Nähe zur Franchise befindet, dass keine Panik angesagt sei.

Jeder Bericht, der sich mit dem HSV auseinandersetzt, ist inzwischen kritischer als alles, was zu den Freezers veröffentlicht wird. Oder gibt es bei Artikeln über die Freezers nicht dieses Kitzeln, das sich bei Schreibern und Lesern einstellt, wenn über den Untergang berichtet wird?

Die Stellungnahmen nach den Spielen ähneln fast schablonenartig den Aussagen Laportes:

  • Die vielen Verletzten und die daraus resultierende Eiszeit der anderen Spieler bringen eine mentale Müdigkeit mit. Diese führt zu Fehlern, die der Gegner eiskalt ausnutzt.
  • Die Freezers müssten ständig in Unterzahl spielen, weil sie zu viel Strafzeiten kassieren. Und das, obwohl man sich vor jedem Spiel vornimmt, der Strafbank fern zu bleiben.
  • Insgesamt habe man aber gut gespielt. Nur individuelle Fehler gemacht.
  • Die Saisonziele bleiben unangetastet.

Die Aussagen des Trainers werden dann stets von Thomas Oppenheimer und Kapitän Christoph Schubert bestätigt. Zwei ausgesprochene Führungsspieler. Dieser Anspruch zeigt sich derzeit aber lediglich in der öffentlichen Wahrnehmung oder vielleicht in der Kabine. Aber nicht auf dem Eis.

Schubert leistet sich zum Teil extrem riskante (Fehl-)Pässe in der eigenen Zone, lässt sich auf Laufduelle ein, die er nicht (mehr) gewinnen kann, und präsentiert sich gerade hinter dem eigenen Tor als unsicher. Thomas Oppenheimer trifft das Tor nicht. Sein Spiel (gerade im Powerplay) wirkt ideenlos, und auch er erlaubt sich an der blauen Linie haarsträubende Fehler.

Statt sich in den Analysen zu verlieren, wäre es schön, wenn beide mal die Leistung abrufen würden, die von ihnen als Führungsspieler und unter monetären Gesichtspunkten erwartet werden darf.

Fazit: Das Gerede vom nächsten Schritt

Die Punktebilanz der ersten vier Wochen in diesem Jahr ist verheerend. Die Fans auf Facebook trösten sich mit dem Gedanken, dass dies ja alles das berühmte Jammern auf hohem Niveau sei. Andererseits schmilzt der Punkteabstand von Spieltag zu Spieltag. Und so weit entfernt ist der Platz 7 nun auch wieder nicht.

Auf wen auch immer die Mannschaft von Serge Aubin in den Playoffs trifft. Leichtes Spiel hatten die Freezers in der Hauptrunde mit keinem Gegner.

Wenig, bis gar nichts ist Serge Aubin bisher gegen das Spielsystem von Uwe Krupp eingefallen. Sowohl gegen Köln (ehemalige Wirkungsstätte) als auch gegen Berlin (neuer Arbeitgeber Krupps) tat man sich schwer, überhaupt die neutrale Zone zu überbrücken.

Auch besonders körperbetontes Spiel wie es der ERC Ingolstadt oder die DEG praktizieren, liegt den Hamburg Freezers nicht. Am überzeugendsten waren die Spielzüge noch gegen München und Mannheim. Eine Begegnung mit diesen Mannschaften in der ersten Runde der Playoffs ist nicht ausgeschlossen, aber (mit Glück) unwahrscheinlich. Es geht also gegen Gegner, die entweder besonders heimstark sind oder gerade dem Spielsystem der Freezers nicht entgegenkommen.

Doch, doch. Die Hamburg Freezers haben sich mit ihrem kleinem Kader und den personellen Turbulenzen (Langzeitverletzte, Cabana usw.) gut aus der Affäre gezogen. Aber sie werden auch in diesem Jahr definitiv nicht den »nächsten Schritt« machen.

  • Ein Einzug in das Finale ist derzeit eher unwahrscheinlich.
  • Die Zuschauerzahlen stagnieren und entsprechen nahezu dem Vorjahresniveau.
  • Der Mannschaft mangelt es an Konstanz (verniedlichend als »Wundertüte« bezeichnet).

Diesen nächsten Schritt hat aber ohnehin nur die überschaubare Schar der Lokalpresse erwartet und gefordert. Wie sagte ein großer deutscher Journalist mal so schön: Man dürfe sich als Journalist nicht gemein mit einer Sache machen. Statt Heimgeschichten wäre mir in diversen Sportteilen mal eine Analyse der Spielweise und kritische Fragen zum Fortgang deutlich lieber.

Aber das mag persönlicher Geschmack sein.

Als Meisterkandidat fehlten die Hamburger in den Meinungsumfragen der Fachpresse vor Saisonbeginn.

Und das ganz zurecht. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr… In dieser Saison braucht es dazu mehr als ein Eishockeywunder. Und die sind selten.

Aua, das tat weh – Hamburg Freezers vs. EHC München 12.09.2014

Keine Frage – den Start in die neue DEL-Saison hätten sich Fans und Mannschaft der Hamburg Freezers sicher anders vorgestellt. Über 8.500 Zuschauer kamen in die O2-World und signalisierten: „Wir haben Bock auf Eishockey“ – es sollte ein durchwachsener Abend werden.

Vor dem Spiel

Etwas indisponiert präsentierte sich gleich zu Beginn der DJ. Ausgestattet mit rosa Kopfhörern schien er sich in anderen Sphären zu bewegen. Der Lärmpegel war so hoch wie seit Jahren nicht mehr.

Chronistenpflicht ist beim ersten regulären Saisonspiel natürlich auch, ein Wort zur Einlaufshow zu verlieren. Das Marketing scheint sich gedacht zu haben, dass eine Kombination aus den Elementen perfekt sein müsste, bei denen das Publikum in der Vergangenheit laut grölte. Herausgekommen ist die aseptischste Schau seit Jahren. Ein paar Fitnessbilder, die Landkarte rund um die Hansestadt, ein paar rockige Klänge.

Unfassbar suchen die Hamburger Freezers im 11. Jahr immer noch ihre Identität. Dazu passte das vom Fan-Announcer völlig verpatzte Hereinholen der Mannschaft. Und wie immer – wenn es eine neue hochmütige Folge von „Freezers Street“ gibt, gehen die Freezers baden. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.

Die Stadionsprecher lernten vielleicht besser Englisch oder die Regeln des Spiels, statt bemüht witzig zu sein. Die „gedankliche Linie“ befindet sich beim Hybrid Icing nicht unmittelbar hinter der blauen Linie. Wäre auch albern, weil man statt der gedachten Linie dann ja gleich die vorhandene, blaue, nehmen könnte. In den Pausen könnte nach 3 Jahren vielleicht langsam auch mal etwas anderes passieren, wenn man denn unterhalten will.

Das Spiel

Zum Spielverlauf: Die Männer um Benoit Laporte wollten es besser als in der CHL machen. Sie gingen beherzt und mit Kraft zur Sache. Und wurden belohnt. Das 1:0 nach knapp 5 Minuten im Powerplay. Das sah so gut wie seit Jahren nicht aus. Viel Bewegung und schöne Kombinationen.

30 Sekunden später gab es dann aber auch bereits den Ausgleich. Nach einem Geschenk der Freezers. Und solche Geschenke gab es an diesem Abend noch häufiger. Wann immer der Puck nicht sofort aus dem eigenen Drittel herausbefördert werden konnte, wurde es gefährlich. Denn hinter dem eigenen Tor war das Fehlen von Schubert und Westcott deutlich spürbar.

Ab Mitte des zweiten Drittels war der Spielstand dann eigentlich nur noch Makulatur. Statt geordneten Spiels brannte es nach dem Ausscheiden von Brett Festerling lichterloh in der Abwehr. Ein glänzend aufgelegter Caron mühte sich nach Kräften, aber zum Schluss waren die Beine schwer und die Mannschaft um Schadensbegrenzung bemüht. 16 zu 56 Schüssen sagen über den Spielverlauf eigentlich alles aus. Der Sieg der Münchner geht vollkommen in Ordnung. Dessen Höhe schmerzt und erweckt den Eindruck eines völlig eindeutigen Spielverlaufs. Ganz so einfach war es dann aber für den neuen Luxus-Kader aus der bayerischen Landeshauptstadt doch nicht.

Meine Spielerwertung

Gut drauf waren: Caron, Krämmer, Jakobsen. Besonders das Zusammenspiel zwischen diesen beiden scheint sich immer mehr zu finden. Und Lars Brüggemann leitete die Partie souverän wie lange nicht mehr.

Kevin Schmidt stand gefühlt zum Schluss nur noch auf dem Eis und ackerte sich nach Kräften ab. Auch Klassen macht einen sehr stabilen Eindruck.

Der Penalty geht zwar auf die Kappe von Matt Pettinger, aber der Mann zeigt es teilweise in Sachen Zweikampf den jungen Spielern und steht überdurchschnittlich oft einfach richtig.

Das Tor von Sertich darf meiner Ansicht nach nicht darüber hinwegtäuschen, dass er und Clark derzeit noch zu wenig Spielzüge kreieren. Gerade bei Clark muss noch mehr kommen, zumal er sich ganz offensichtlich beim Back-Checking mehr als unwohl in seiner Rolle fühlt.

Ebenfalls unter ihren eigentlichen Möglichkeiten spielen derzeit Oppenheimer und Flaake.

Für mich derzeit die absolute Enttäuschung ist jedoch Patrick Pohl. Schwach in den Zweikämpfen, spielt er weder ein besonders intelligentes noch fehlerfreies Eishockey und meidet offensichtlich körperliche Härte. Da muss noch deutlich mehr kommen.

Man darf gespannt sein, wie sich der jetzt erneut dezimierte Kader der Hamburg Freezers am Sonntag gegen Düsseldorf schlagen wird. Eines ist sicher: Nach dem gestrigen Debakel wird es die DEG besser machen wollen. Das wird eine harte Aufgabe für die Hamburger Jungs.

Schlecht vorbereitet oder einfach schlecht? – Hamburg Freezers in der CHL

Die Hamburg Freezers haben am gestrigen Abend auch das dritte Gruppenspiel in der neuen Champions Hockey League verloren. Das ist im unmittelbaren Vergleich mit den anderen Mannschaften der DEL noch nicht einmal so bemerkenswert. Krefeld, Berlin, Ingolstadt und auch Köln tun sich allesamt auf dem internationalen Parkett schwer. Und wer unvoreingenommen seine Mannschaft im Vergleich mit skandinavischen Teams gesehen hat, dürfte spätestens jetzt ein Verständnis dafür bekommen haben, wieso das deutsche Eishockey in der Weltrangliste dort steht, wo es steht. Das sind läuferisch und technisch völlig andere Mannschaften.

Dieses Argument ist auch das, mit dem sich die Lokalpresse und die Hamburg Freezers selbst beruhigen. Alles starke Gegner, und dann kommt auch noch viel Verletzungspech hinzu. Mit Madsen, Schubert und Roy fehlen schon ein paar Leistungsträger. Aber, wer die Vereins- und Fanbrille mal abnimmt, sieht eine Mannschaft, die einfach schlecht spielt und sich noch nicht gefunden hat. Und das eine Woche vor Beginn der DEL.

Denn schon der erste Auftritt in Bremerhaven war alles andere als gelungen. Viel Glück im Spiel und eigentlich haben die Fishtown Pinguins eher ein Spiel verloren als die Freezers eines gewonnen. Spiel für Spiel wurden die Mannen um Benoit Laporte zwar besser und brachten schon den einen oder anderen schönen Spielzug. Aber Spielzüge allein bringen halt nichts.

In 180 (!) Minuten treffen die Freezers einmal. Und dieser einzige Treffer, Adam Mitchell mag es mir verzeihen, war noch nicht einmal wirklich herausgespielt. Keine Frage, man sollte Vorbereitung nicht überbewerten und natürlich muss es in der Verteidigung bei der Besetzung auch Lücken geben. Aber auch die gestrige Übertragung offenbarte die gleichen Schwächen wie in den anderen Partien schon zuvor.

  • Die Stürmer treffen nicht: Clark und Sertich tauchen zwar regelmäßig vor dem Tor des Gegners auf, produzieren aber eher wenig Output. Oppenheimer hat irgendwie noch bei keinem Spiel, das ich gesehen habe, stattgefunden. Flaake sucht noch den passenden Partner. Loben muss man schon Cabana. Der Mann versucht, sich durch seine unkonventionellen Bewegungen und Züge eigene Räume zu schaffen. Das hat bei den Towerstars auch wunderbar geklappt. Auf dem Niveau der DEL und CHL aber noch nicht im vergleichbaren Maße.
  • Schwache Arbeit an den Rundungen: Es war irgendwie absehbar, dass die Regeländerungen auch die Spielweisen aus der NHL nahelegen würden. Puck tief und über die Bande spielen. Dazu muss man sich aber an der Bande auch behaupten. Und das ist eher die Spielweise eines David Wolf oder auch Julian Jakobsen.
  • mangelnde Disziplin: Auf der Bank gewinnst Du kein Spiel.
  • Kampfgeist: „Meine Mannschaft kommt über den Kampf“ – so soll Laporte ja in der vergangenen Saison gesagt haben. Davon (und das ist aus meiner Sicht die aktuelle und entscheidende Schwäche) ist derzeit wenig, bis nichts zu sehen. Die Mannschaft identifiziert sich mit der Gruppe – das zeigen die nicht wenigen Prügelszenen. Aber sie kämpft noch nicht.

Vorbereitungen soll man nicht überbewerten. Es hilft aber auch nichts, das Ergebnis schönzureden. Aus meiner Sicht ist diese Mannschaft noch nicht für den Saisonstart bereit. Da hat Herr Laporte jetzt wirklich noch viel Arbeit.

Hamburg Freezers – Iserlohn schießt sie in die Krise

Die Verantwortlichen bei den Hamburg Freezers suchen noch nach der perfekten Form für ihre neue Einlaufshow. Und genauso sucht die Mannschaft nach ihrer Form. In den kommenden Wochen muss nun aber auch etwas passieren, nachdem am gestrigen Abend erneut ein Spiel verloren ging. Diesmal unterlag die Mannschaft den Iserlohn Roosters, und zwar durchaus nicht unverdient in Overtime. Und erneut brachten sich die Hamburger selbst um die Früchte ihrer einen Arbeit.

Schon die Starting Six der Freezers zeigten, dass Benoit Laporte die (teuren) Neuzugänge Madsen, Mitchell und Dupuis deutlich in der Verantwortung sieht. Und die Freezers begannen durchaus druckvoll. Mussten aber arg lang auf die Führung warten. Die wurde wieder von der Reihe Festerling, Flaake, Wolf erzielt. Nur gelang es wieder einmal nicht, auf der Führung aufzubauen. Niklas Treutle bemühte sich zwar redlich, die Mannschaft im Spiel zu halten, hatte aber diesmal eindeutig einen seiner schlechteren Tage erwischt und sah bei zwei Treffern überhaupt nicht gut aus. So war es eigentlich eher ausgleichende Gerechtigkeit, dass auch zwei Tore gegen die Roosters deren Torhüter anzulasten waren. Auf das Konto Gewitztheit oder Können gingen diese Treffer der Hamburger nicht.

So stehen 6 von 15 möglichen Punkten auf dem Konto der Freezers und ein den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werdender Rang 10 in der Tabelle.

  • Extrem schlecht in Form: Schubert und Westcott. Beide frisch gebackene Väter und beide teilweise blass (Westcott) bis zu haarsträubenden Aktionen (Schubert). Außerdem Bettauer, vom dem man gar nicht mit bekommt, ob er jetzt auf dem Eis steht oder nicht.
  • Noch schlechter in Form: Die Schiris. Ein Iserlohner schlägt mit dem Stock. Krämmer revanchiert sich, prompt geht der Arm nach oben. Das war symptomatisch. Es war schlicht unberechenbar, was nun geahndet werden sollte und was nicht. Besonders bitter allerdings, als Schubert mit einem klassischen Bandencheck niedergestreckt wurde und liegenblieb. In diesem Moment waren die vier Herren Spielleiter gerade auf dem Weg in die andere Richtung. So blieb das böse Foul, das mit einer Gehirnerschütterung Schuberts ausging, ungeahndet, obwohl dafür 2+2 durchaus eine angemessene Reaktion gewesen wären.
  • Extrem schlechtes Powerplay: Bei einem 5:3 Gefahr zu laufen, ein Unterzahl-Tor zu kassieren, schaffen momentan ligaweit fast nur die Freezers. Das Beziehen der Positionen dauert nach wie vor zu lange und die blaue Linie ist nicht genügend abgesichert.
  • Entscheidende Bullys und Zweikämpfe verloren: Insbesondere an der Bande wurde viel zu oft das Spielgerät verloren.
  • Gut in Form: Wolf, Festerling, Flaake, Schmidt. Gerade bei Kevin Schmidt ist nach wie vor eine tolle Entwicklung zu sehen. Er übernimmt in der Verteidigung immer mehr Verantwortung und findet derzeit auch in riskanten Situationen eine gute Lösung.

Auf der Facebook-Seite ist der Verantwortliche natürlich schnell gefunden. Schuld hat natürlich Niklas Treutle. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Ja, er sah in zwei Situationen gar nicht gut aus. Andererseits wäre das auch nicht weiter schlimm, so lange eine Mannschaft vorn immer ein Tor mehr als der Gegner erzielt. Und da liegt das Problem. 6 riesige Chancen wurden nicht genutzt, davon hätten zwei (beides Mal das Gestänge getroffen) rein gehen müssen.

Und nun? Es hilft wenig auf Köln, Mannheim und Berlin zu verweisen, die ebenfalls eher schwer in die Saison kommen. Rein nüchtern betrachtet, haben die Leistung des Trainers und dieses Kaders derzeit nur zu einem souveränen Spiel gereicht. Das gegen die DEG. Vor diesem Hintergrund ist es dann schon etwas schockieren, wenn der Trainer das Spiel als „zwei Drittel das beste der Saison“ betrachtet. Das macht Sorge, wie sich die Freezers wohl präsentieren, wenn der Trainer der Meinung ist, seine Mannschaft spiele schlecht.

Um nicht noch weiter in Rückstand zu geraten, muss jetzt hart gearbeitet werden. Auf dem Eis und neben dem Eis.

Die Freezers sind für mich jedenfalls bereits jetzt die Enttäuschung der Saison. Wolfsburg ist derzeit an der Position, wo sie bereits in der vergangenen Spielzeit ohne Verletzungspech hätten stehen müssen. Die Auswechslung des Kaders in Nürnberg trägt Früchte und wie viel sich aus wirklich wenig machen lässt, zeigen die Krefelder. Und sollte die Spielweise der Freezers weiter so anhalten, dürfte es schwer werden, den wirtschaftlich notwendigen Schnitt von 7500 Zuschauern über die Saison zu erreichen.