Sichere Passwörter – nur als Beta?

Der Trend, jedes neue Internetangebot mit dem Zusatz „Beta“ zu versehen, treibt schon komische Blüten. Mit SafePasswd.com hat ein Service eröffnet, der Ihnen beim Erzeugen von Passwörtern hilft. An sich gar kein schlechter Gedanke, da das Ausdenken eines sicheren Kennwortes auf Kommando nicht so einfach ist. Ich selbst nutze auf meinem Server dazu das Programm „RF Random Password Generator 1.3“.

Safepasswd.com

Unter einer schlichten, aber funktionalen Oberfläche legen Sie bei SafePasswd.com fest, wie lang das Kennwort sein soll und ob Sie Sonderzeichen benötigen. Ein Fortschrittsbalken signalisiert zusätzlich, wie sicher das Passwort ist. Alles schön gemacht, allein der Zusatz „Beta“ stört.

Jarnal – schönes Programm für Skizzen und Notizen

Mit One Note stellte Microsoft vor einiger Zeit ein kleines Programm vor, mit dem sich Skizzen und Freihandnotizen am PC anlegen lassen. Auf einem Pocket- oder Tablet-PC eine schöne Ergänzung zu Stift und Papier, jedenfalls dann, wenn die Inhalte digital benötigt werden. Beim Surfen im Web bin ich auf das bemerkenswerte Programm Jarnal gestoßen. Die Anwendung wurde in Java programmiert und funktioniert sowohl unter Windows als auch unter Linux.

Unter einer sehr eingängigen Oberfläche, die mit der Papiermetapher arbeitet, können Sie sofort damit beginnen, ihre Notizen anzulegen. Verschiedene Stiftarten mit unterschiedlichen Farben und Strichstärken stehen zur Auswahl. Die Notizen lassen sich selbstverständlich auch um getippte Passagen ergänzen.

Oberfläche Jarnal

Der Umgang mit dem stabil laufenden Programm macht Spaß und wer Jarnal intensiver nutzt, findet ständig neue Funktionen, die unbedingt einmal ausprobiert werden müssen. Besonders praktisch finde ich derzeit die Möglichkeit, PDF Dokumente in den Hintergrund laden zu können, um diese dann mit handschriftlichen Anmerkungen zu ergänzen. Ein Download lohnt sich!

Warum die Welt dieses Buch doch braucht

In einem mehr oder weniger polemischen Beitrag schreibt Dörte Brilling über openBC, wobei denn auch mein Buch erwähnt wird.

Ich teile nicht Frau Brillings augenscheinliche Prämisse, dass Social Software so einfach ist, dass sie sich selbst erklärt oder erklären muss. In einer idealen Welt ist der Umgang mit Software und Computern so einfach, dass sich diese Systeme selber erklären. In der Realität sieht das dann erfahrungsgemäß völlig anders aus und so steht auf fast jedem Karton einer beliebigen Software der Hinweis auf die noch größer gewordene Benutzerfreundlichkeit. Aber die von ihr gestellten Fragen an das Buch lauten: Wer braucht so was? Und wieso ist das so teuer?

Die erste Frage ist für mich keine unbekannte. Seit rund 10 Jahren schreibe ich Fachbücher und bei jedem neuen Titel schauten Freunde und Bekannte mitleidig und verständnislos, wer denn solche Bücher überhaupt noch liest. Das sei doch alles so einfach oder man schaut es im Web nach.

Klar, wer jeden Tag viele Stunden am PC verbringt, sammelt Erfahrungen und findet sich schneller zurecht. Das Internet und immer intuitivere Lösungen werden meiner Ansicht nach das (IT-)Buch aber nicht überflüssig machen. Es ist ein Angebot an den Leser, sich selber Zeit zu sparen, um nicht jede Ecke einer Software oder eines Dienstes selber erkunden zu müssen. Für die Arbeit, die der Autor in das Buch steckt, die Herstellungs- und Vertriebskosten sind die 14 Euro durchaus angemessen. Zumal gerade bei diesem Buch ja auch noch die Möglichkeit besteht, die Premium-Mitgliedschaft auszuprobieren.

Und die lohnt sich Frau Brilling!

„Und das, worum es wirklich geht, Kontakte knüpfen, Aufträge ranholen, Netzwerke bilden, um zusammen irgend etwas zu reißen, ist weder mir, noch anderen Open BClern, die ich kenne, passiert. Auch Anfragen von wegen: -Duhu, du kennst doch den und den, kannst du nicht mal einen Kontakt zwischen mir und ihm machen?, hatte ich noch keine.“

Was Sie vermissen, gehört bei mir zum Alltag! Ich habe über openBC inzwischen eine Reihe interessanter Auftraggeber gewonnen und auch schon Menschen einander vorgestellt, die zusammen etwas auf die Beine gestellt haben. Allerdings nutze ich Foren regelmäßig nicht nur lesend und informiere mich, wer denn da meine Kontaktseite angeklickt hat.

Ohne irgendwelche Hinweise darauf, was man von openBC erwartet oder Anknüpfungspunkte wie Mitgliedschaften in Gruppen, wird die Kontaktanbahnung halt schwer. Vor daher: Ich schicke Ihnen gern mal ein Exemplar des Buches!