Lovely Books – Plattform für Bücherfreunde

Wer ein Benutzerkonto bei Buchpfade unterhält, wechselt nun bald zu Lovely Books, einem Portal, dass notorischen Viellesern und Büchersammlern eine Heimstatt im Netz geben will.

Geboten werden die üblichen Elemente, die bereits aus meinem Favoriten Reliwa bekannt sind. Nach der Eröffnung eines Kontos befüllen Sie Ihr persönliches Buchregal. Ganz komfortabel geht dies, wenn Sie eine der vielen zur Verfügung gestellten Listen einsehen. Dann genügt es, den Titel mit der Maus in Ihr eigenes Regal zu ziehen. Ajax macht es möglich.

Zum Hinzufügen eines Buches steht eine Suchfunktion zur Verfügung, über die Sie den Datenbestand von Amazon (wem sonst) abfragen. Zu jedem Titel kann eine Rezension und Bewertung abgegeben werden. Zur besseren Orientierung und Organisation weisen Sie den Büchern Tags zu.

Während meines Besuches zeigte sich Lovely Books aber technisch nicht gerade auf der Höhe. Abfragen führten ins Leere und bereits die Einrichtung einer Leseliste wurde vom System nicht mehr beantwortet. Da ich mich bei Reliwa sehr wohl fühle, sehe ich nach wie vor keinen Grund zum Wechsel, auch wenn sich dort schon seit geraumer Zeit hinsichtlich neuer Funktionen nicht viel getan hat.

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Juli Zeh: Spieltrieb

Schon längere Zeit lag „Spieltrieb“ auf meinem SUB (Stapel Ungelesener Bücher) und wartete darauf, mit Aufmerksamkeit bedacht zu werden. Nun habe ich es endlich gelesen. Der Leser der Rezensionen und Klappentexte erstarrt zunächst fast in Ehrfurcht. Zwei Dickschiffe des Feuilletons „Spiegel“ und „Zeit“ überschlagen sich fast des Lobes.

Mein klares Votum: Spieltrieb ist keinesfalls ein Roman, den alle Schüler und Lehrer lesen sollten, wie es die Zeit postuliert. Wer der Meinung ist, dass dieses Buch ein „helles Bild unseres dunklen Zeitalters“ zeichnet, kennt dieses dunkle Zeitalter nur aus der Literatur und dem Fernsehen.

Als Labor dient Juli Zeh ein Gymnasium mit angeschlossenen Internat. Hier gehen Alev und Ada zur Schule und begegnen sich schicksalhaft. Aus Spieltrieb schläft Ada auf Wunsch von Alev mit einem Ihrer Lehrer, eine Handlung die Alev heimlich filmt, um nun den Lehrer erpressen zu können. Klar, dass es zu einem Eklat kommen muss und kommt.

Diese Handlung breitet Zeh sprachlich gekonnt und stellenweise durchaus fesselnd vor dem Leser aus. Die Meisterschaft von Juli Zeh liegt aber darin, die Handlung durch allerlei psychologische Erkenntnisse und Schilderungen von Nebensächlichkeiten auf diese Seitenzahl aufzublähen.

Wenn etwas in dem Buch passiert, liest sich das authentisch und spannend. Getrübt wird der Lesespaß lediglich durch den viel zu gravitätischen Stil, dem ich einem Thomas Mann noch abgenommen habe, Juli Zeh aber nicht.

links for 2007-03-06

Mindomo: Ein weiteres Mindmap-Programm online

Vor wenigen Tagen habe ich Ihnen an dieser Stelle die Anwendung Mindmeister vorgestellt. Mit Mindomo steht Anhängern des Mindmapping noch eine weitere Online-Alternative zur Verfügung. Die Registrierungist kostenlos und erfordert nur wenige Eingaben. Im Rahmen des Benutzerkontos dürfen Sie bis zu sieben Maps privat anlegen und speichern.

Die gesamt Applikation ist in Flash programmiert und läuft in einem separaten Browserfenster. Getestet habe ich, wie fast immer, mit Firefox unter Linux und konnte keine Fehler feststellen.

Liegen auf Ihrem PC bereits Mindmaps vor, die mit dem Programm Mindmanager erstellt wurden, verwenden Sie diese dank der Importfunktion weiter. Freemind wird allerdings nicht unterstützt. Ihre Arbeitsergebnisse speichern Sie in verschiedenen Grafikformaten, aber leider in keinem Format, das die Offline-Programme direkt nutzen können. Die Daten lassen sich zusätzlich noch ausdrucken oder ein Link auf die Map per Mail versenden.

Die englischsprachige Oberfläche ist gut strukturiert und leicht bedienbar. Mit seinen Funktionen reicht Mindomo ebenfalls noch nicht an Mindmanager heran, hat aber im unmittelbaren Vergleich mit Mindmeister in den Punkten Gestaltung die Nase vorn. So ergänzen Sie hier Ihre Maps noch mit zusätzlichen Grafiken und stellen grafische Verbindungen zwischen Knoten her. Auch an ein Modul, mit dem Sie Aufgaben erfassen und mit Prioritäten versehen können, wurde gedacht. Schließlich lassen sich Knoten auch mit Notizen versehen, zu deren Niederschrift ein kleiner Editor genutzt wird.

Mindomo gefällt mir sehr gut. Eine Exportfunktion wäre aber genauso wünschenswert wie die das Bearbeiten einer Map im Team.

Arbeitsfläche Mindomo