Bloggen ist Mainstraim, oder?

Wie würden Sie sich erklären, dass es inzwischen sogar eine Blog-Funktion in Word 2007 gibt? Mit dieser entsteht auch gerade dieser Beitrag und derzeit denke ich mit Grauen daran, wie das Posting wohl final im Blog aussieht.

Apropos Office 2007: Für einen Artikel habe ich von Microsoft das Office Paket als Teststellung erhalten (btw: Danke für die schnelle und unkomplizierte Beantwortung meiner Anfrage!). So richtig intensiv habe ich derzeit lediglich mit Word gearbeitet, bin aber von der neuen Oberfläche insgesamt ganz angetan. Die “Ribbon-Leiste”, die die klassische Aufteilung in Menüs und Untermenüs weitestgehend ersetzt, ist übersichtlich und erlaubt einen schnelleren Zugriff auf eine Reihe von Funktionen. Allerdings dürfte das neue Design auch eine Herausforderung an Autoren und Hotliner stellen. Das klassische “Und nun öffnen Sie das Menü Datei und klicken auf…” entfällt damit weitestgehen.

Hilfreiches Buch zu StarMoney

Im Bomots-Verlag, zu dessen Verlagsprogramm ich auch den einen oder anderen Titel besteuern durfte, ist ein knapp 300 Seiten starkes Buch zum Banking-Programm StarMoney 5.0 erschienen. Verdient das der Software beiliegende Material eher kaum mehr den Namen Dokumentation, schließt Helmut Reibold die Lücke und informiert seine Leser nicht nur sachkundig über die Installation und Einrichtung der Software, sondern stellt alle Programmbereiche mehr oder weniger ausführlich vor. Die Kapitel sind didaktisch gut aufgebaut. Einzig einen umfangreicheren Index hätte ich mir für ein Buch, das ja primär Nachschlagewerk sein dürfte, gewünscht.

Leider hat die Star Finanz zur CeBIT bereits die Nachfolgeversion angekündigt, womit sich natürlich die Frage stellt, wie stark sich diese vom im Buch vorgestellten Programm unterscheiden wird.


Buch 23/2006: Die Gehilfin

Eigentlich zählt dieses Buch nicht so recht, denn ich habe den Roman von Martin Kluger vorzeitig abgebrochen. Toller Klappentext, erstaunlich positive Rezensionen für einen völlig überschätzten Text, dem es schlicht an imaginärer Kraft fehlt.

Buch 22/2006: TV-Skandale

Das bei UVK erschienene Buch wirft einen eingehenden Blick auf die Skandale im deutschen Fernsehen der letzten dreißig Jahre. Das transparente Kleid von Sarah Connor fehlt genauso wenig wie die Serie “Wünsch Dir was”. Das Buch ist aber keine belletristische Beschreibung der Histörchen, sondern wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen des TV-Skandals, seiner Typologie und Instrumentalisierung. Auch dieser Band eignet sich weniger für den Nachttisch, bereitet aber durchaus intellektuelles Vergnügen.

Buch 21/2006: Die Google-Gesellschaft

Die Herausgeber Kai Lehmannn und Michael Schetsche haben in diesem Buch zahlreiche Experten gebeten, sich mit dem Wandel unserer Gesellschaft und dem Wandel des Wissens, den die Digitalisierung hervorruft, auseinanderzusetzen. Herausgekommen ist dabei ein sehr kluges und anregendes Buch, nach dessen Lektüre der Leser sich fragt, warum mehr als ein Jahr nach Erscheinen die Tatsache, dass Personaler sich über Google Informationen über einen Bewerber besorgen, solches Aufsehen erregt. Natürlich schaut das Buch auch ein wenig hinter die Kulissen von Google und beleuchtet den Datenkraken kritisch. Es geht aber auch um viel wesentlichere Fragestellungen, wie dem Problem, Daten über einen längeren Zeitraum zu speichern, um nicht eines Tages vor einem Nichts an Erinnerungen zu stehen. Ein anregendes, ein aufregendes, ein politisches Buch!