Präsentable Gantt-Diagramme mit Gantto

Kunden und das Management lieben Gantt-Diagramme gleichermaßen. Der Blick auf die Zeitbalken in einem Projektplan scheint beruhigend zu sein. Wenn Sie Ihre Projekte im Griff haben und sich wegen ein paar Diagramme nicht gleich eine teure Software anschaffen wollen, lege ich Ihnen Gantto ans Herz. Der Service, der sich derzeit noch im Betastadium befindet, stellt eine auf Adobe-Flex basierende Umgebung für die Erstellung und Pflege von Balkendiagrammen bereit.

Nach dem Login begrüßt Sie die Anwendung mit einer Beispieldatei. Natürlich können Sie unmittelbar mit der Erfassen eigener Aufgaben beginnen. Zunächst müssen Sie mit der Erfassung der Vorgänge beginnen. Mit einem Doppelklick öffnen Sie eine übersichtliche Eingabemaske.

Aufgaben anlegen in Gantto

Es werden aber auch Kontextmenüs unterstützt. Enthalten ist auch ein einfaches Vorgängermodell: Zwei Aufgaben verbinden Sie entweder über die Symbolleiste miteinander oder Sie tragen den Vorgänger in den Eigenschaften einer Aufgabe ein.

Über Schieberegler am unteren Bildschirmrand legen SIe fest, wie viele Wochen oder Monate in der Ansicht dargestellt werden sollen. Außerdem ändern Sie die darüber auch die Schriftgröße. Für besonders übersichtliche Diagramme, beispielsweise für Präsentationen, wählen Sie bei Bedarf auch eine bestimmte Ebene in der Hierarchie der Vorgänge aus.

Balkendiagramm bei Gantto

Wenn Sie mit der Ergebnis zufrieden sind, klicken Sie auf den Export-Schalter. Anschließend wird Ihr Diagramm in Form einer PNG-Datei auf Ihren Rechner geladen. Geplant ist offensichtlich auch der Export im PDF-Format, jedenfalls ist bereits ein entsprechender Eintrag in der Menüleiste vorhanden.

12 Superanwendungen für den Mac für nur 49 Dollar

Aufgepasst: Bei MacUpdate gibt es heute ein tolles Paket aus tollen Anwendungen für den Mac:

  • Toast Titanium 10.0.8
  • My Living Desktop 4.8
  • Live Interior 3D Standard 2.4
  • ShareTool 2.1
  • MindNode Pro 1.5.2
  • Espionage 2.7.1
  • Voila 3.0
  • Concentrate 1.1.5
  • Cashculator 1.2.3
  • Vitamin-R 1.27
  • Compartments 1.3.1
  • Get Backup Pro 2.4.1

Der Preis für alle Anwendungen zusammen beträgt knapp 50 Dollar, was gegenüber den Lizenzgebühren eine Ersparnis von über 300 Dollar ergibt. Interessant ist dabei auch die Möglichkeit, alle Anwendungen oder auch nur einen Teil davon auf einen anderen Namen registrieren zu lassen. So haben Sie dann etwa ein schönes Geschenk für jemanden.

Hausmitteilung: Hypoport und ich gehen getrennte Wege

Eine kurze Meldung in ganz eigener Sache: der Hypoport-Konzern und ich gehen getrennte Wege. Ich habe in den vergangenen viereinhalb Jahren eine Menge interessanter Menschen getroffen und durfte in zahlreichen Projekten verantwortungsvoll mitwirken, aber nun ist es an der Zeit, etwas anderes zu machen. Das Wachstum eines Unternehmens von knapp 100 auf über 450 Mitarbeiter begleiten zu können, war eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Bei meinen Mitarbeitern möchte ich mich hier nochmals für die geleistete Arbeit, das Engagement und das Vertrauen bedanken. Bei den Kollegen, die ich nicht persönlich angetroffen habe, verabschiede ich mich auf diesem Weg. «Macht es gut und behaltet den Spaß und Euer Engagement».

Was ich demnächst anstellen werde, ist noch nicht ganz raus. Es laufen gerade einige interessante Gespräche, die reizvolle Aufgaben in Aussicht stellen. Noch bin ich aber für Ideen und Angebote offen: Wer also spannende Herausforderung im Bereich Medien, Kommunikation oder Technologie kennt, darf mich gern kontaktieren.

Ganz schnell was machen Frau Feller

Warum ich die Arbeit an und im Netz so liebe, ist, dass einem immer wieder Dinge passieren, die verblüffen. Ein Erlebnis der besonderen Art kam da heute hinzu. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft bietet einen eigenen Shop an, in dem zahlreiche Publikationen auch zum Download angeboten werden. Wenn Sie Mitglied sind, kostet Sie der Download nichts. Für Nicht-Mitglieder gibt es aber auch die Option, Inhalte kostenpflichtig zu erwerben. Spitze, dachte ich und entschied mich für die PDF-Version eines Buchtitels. Brav in den Warenkorb gelegt und ab an die Kasse. Wenn Sie jetzt denken, dass Sie Ihr digitales Wirtschaftsgut sofort auf Ihren Rechner laden können, dann haben Sie sich leider getäuscht. Denn als einzige Bezahloption hat der Shop doch tatsächlich eine offene Rechnung angeboten. Äh, hallo? Ist da jemand zu Hause? Der Absender der Bestellbestätigung ist übrigens «Mail send by billing systems», das somit schon mal gute Chancen hat, den Spamfilter von Google nicht zu überleben. D.h. ich warte auf den Verband von «Branchenexperten», die andere Unternehmen beraten, mehrere Tage bis mich eine Rechnung erreicht, ich die Transaktion per Überweisung vornehme und dann freundlicherweise einen Link mitgeteilt bekomme? Wow! Frau Feller, als Geschäftsführerin dieses Verbandes und Shops, bitte ich Sie: machen Sie sich doch mal die Mühe und versuchen Sie einmal, bei sich selbst einzukaufen. Seufz…

Benutzerfreundlichkeit auf Karriere Portalen

Für eine Präsentation habe ich mir in den vergangenen zwei Tagen intensiver die Karriereportale größerer Unternehmen angesehen. Es heisst ja eigentlich immer, dass sich die Unternehmen in einem harten Wettbewerb um fähige Mitarbeiter befinden. Dann frage ich mich allerdings, warum es potentiellen Kandidaten so schwer gemacht wird. Bei vielen Prozessen beschleicht einen das Gefühl, dass die eigentliche Fachabteilung sich entweder das eigenen System niemals angesehen hat. Oder aber während der Gestaltung keinerlei Mitspracherecht hatte. Zwei besonders krude Beispiel: Der HVV (einer der größeren deutschen Verkehrsverbünde) lehnt einfache Bewerbungen per Mail generell ab und verweist auf sein Portal. Dessen Nutzung scheint irgendwie eine Geheimwissenschaft zu sein, denn statt dem Anwendern gleich zu Beginn mitzuteilen, wie der Prozess funktioniert, darf sich der potentielle Mitarbeiter durch Ausprobieren und Scheitern durch die Seiten surfen. Gern nimmt das Portal Dateien als Anhang entgegen. Diese sind aber im Volumen beschränkt. Das wird nach einem gescheiterten Upload in Form einer kleineren Fehlermeldung mitgeteilt. Wer dann auf die Idee kommt, die Anhänge in mehrere Dateien aufzuteilen, erfährt dann irgendwann, dass die Gesamtzahl der Dateien auf drei beschränkt ist. So richtig Lust macht die Umgebung weder auf Unternehmen noch den Job selbst. Wenn die Geldinstitute die Version 1.0 ihrer Homebanking-Seiten so gestaltet hätten, würden wir heute wahrscheinlich alle noch unsere Überweisungen direkt in der Filiale abgeben.

Schon etwas besser macht es die Otto-Group: auch keine kleine Bude. Hier erfährt der Benutzer bereits zu Beginn, dass er maximal drei Dateien hochladen darf und bekommt sogar Hinweise auf die Proportionen eines Bewerberfotos. Die Datenbegrenzung von 500 KB pro Anhang scheint mir heute aber denn doch etwas weltfremd zu sein. Wer kein ausgebildeter Grafiker ist und daheim vielleicht einfach seine Zeugnisse per Scanner digitalisiert hat, wird schon bei zwei Seiten in einer annehmbaren Auflösung an diese Grenzen stoßen. Wenigsten sehen die Bewerberseiten aber einigermaßen gut aus.

Es gibt in diesem Zusammenhang aber auch lobenswerte Ausnahmen: Das Portal der Lufthansa halte ich für gelungen. Das Corporate Design ist durchweg eingehalten, Schritt für Schritt wird der Anwender mit klaren Meldungen durch den Prozess geführt und auch Fehlermeldungen sind klar verständlich. Ebenfalls eine Seltenheit: die Lufthansa verspricht, dass der Bewerber sich laufend mit seinem Login über den aktuellen Stand seiner Bewerbung erkundigen kann.