Hamburg Freezers – Iserlohn schießt sie in die Krise

Die Verantwortlichen bei den Hamburg Freezers suchen noch nach der perfekten Form für ihre neue Einlaufshow. Und genauso sucht die Mannschaft nach ihrer Form. In den kommenden Wochen muss nun aber auch etwas passieren, nachdem am gestrigen Abend erneut ein Spiel verloren ging. Diesmal unterlag die Mannschaft den Iserlohn Roosters, und zwar durchaus nicht unverdient in Overtime. Und erneut brachten sich die Hamburger selbst um die Früchte ihrer einen Arbeit.

Schon die Starting Six der Freezers zeigten, dass Benoit Laporte die (teuren) Neuzugänge Madsen, Mitchell und Dupuis deutlich in der Verantwortung sieht. Und die Freezers begannen durchaus druckvoll. Mussten aber arg lang auf die Führung warten. Die wurde wieder von der Reihe Festerling, Flaake, Wolf erzielt. Nur gelang es wieder einmal nicht, auf der Führung aufzubauen. Niklas Treutle bemühte sich zwar redlich, die Mannschaft im Spiel zu halten, hatte aber diesmal eindeutig einen seiner schlechteren Tage erwischt und sah bei zwei Treffern überhaupt nicht gut aus. So war es eigentlich eher ausgleichende Gerechtigkeit, dass auch zwei Tore gegen die Roosters deren Torhüter anzulasten waren. Auf das Konto Gewitztheit oder Können gingen diese Treffer der Hamburger nicht.

So stehen 6 von 15 möglichen Punkten auf dem Konto der Freezers und ein den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werdender Rang 10 in der Tabelle.

  • Extrem schlecht in Form: Schubert und Westcott. Beide frisch gebackene Väter und beide teilweise blass (Westcott) bis zu haarsträubenden Aktionen (Schubert). Außerdem Bettauer, vom dem man gar nicht mit bekommt, ob er jetzt auf dem Eis steht oder nicht.
  • Noch schlechter in Form: Die Schiris. Ein Iserlohner schlägt mit dem Stock. Krämmer revanchiert sich, prompt geht der Arm nach oben. Das war symptomatisch. Es war schlicht unberechenbar, was nun geahndet werden sollte und was nicht. Besonders bitter allerdings, als Schubert mit einem klassischen Bandencheck niedergestreckt wurde und liegenblieb. In diesem Moment waren die vier Herren Spielleiter gerade auf dem Weg in die andere Richtung. So blieb das böse Foul, das mit einer Gehirnerschütterung Schuberts ausging, ungeahndet, obwohl dafür 2+2 durchaus eine angemessene Reaktion gewesen wären.
  • Extrem schlechtes Powerplay: Bei einem 5:3 Gefahr zu laufen, ein Unterzahl-Tor zu kassieren, schaffen momentan ligaweit fast nur die Freezers. Das Beziehen der Positionen dauert nach wie vor zu lange und die blaue Linie ist nicht genügend abgesichert.
  • Entscheidende Bullys und Zweikämpfe verloren: Insbesondere an der Bande wurde viel zu oft das Spielgerät verloren.
  • Gut in Form: Wolf, Festerling, Flaake, Schmidt. Gerade bei Kevin Schmidt ist nach wie vor eine tolle Entwicklung zu sehen. Er übernimmt in der Verteidigung immer mehr Verantwortung und findet derzeit auch in riskanten Situationen eine gute Lösung.

Auf der Facebook-Seite ist der Verantwortliche natürlich schnell gefunden. Schuld hat natürlich Niklas Treutle. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Ja, er sah in zwei Situationen gar nicht gut aus. Andererseits wäre das auch nicht weiter schlimm, so lange eine Mannschaft vorn immer ein Tor mehr als der Gegner erzielt. Und da liegt das Problem. 6 riesige Chancen wurden nicht genutzt, davon hätten zwei (beides Mal das Gestänge getroffen) rein gehen müssen.

Und nun? Es hilft wenig auf Köln, Mannheim und Berlin zu verweisen, die ebenfalls eher schwer in die Saison kommen. Rein nüchtern betrachtet, haben die Leistung des Trainers und dieses Kaders derzeit nur zu einem souveränen Spiel gereicht. Das gegen die DEG. Vor diesem Hintergrund ist es dann schon etwas schockieren, wenn der Trainer das Spiel als “zwei Drittel das beste der Saison” betrachtet. Das macht Sorge, wie sich die Freezers wohl präsentieren, wenn der Trainer der Meinung ist, seine Mannschaft spiele schlecht.

Um nicht noch weiter in Rückstand zu geraten, muss jetzt hart gearbeitet werden. Auf dem Eis und neben dem Eis.

Die Freezers sind für mich jedenfalls bereits jetzt die Enttäuschung der Saison. Wolfsburg ist derzeit an der Position, wo sie bereits in der vergangenen Spielzeit ohne Verletzungspech hätten stehen müssen. Die Auswechslung des Kaders in Nürnberg trägt Früchte und wie viel sich aus wirklich wenig machen lässt, zeigen die Krefelder. Und sollte die Spielweise der Freezers weiter so anhalten, dürfte es schwer werden, den wirtschaftlich notwendigen Schnitt von 7500 Zuschauern über die Saison zu erreichen.

Duden Digital Korrektor Professional

Schon erstaunlich, dass ein Produkt zur Rechtschreibprüfung der deutschen Sprache nicht ohne einen Anglizismus im Namen auskommt. Hinter dem etwas sperrigem Namen verbirgt sich die neue Version des bisher unter “Duden Korrektor” bekannten Programms. Doch nicht nur der Name ist neu. Auch am Geschäftsmodell, den Funktionen und den Lizenzen hat Duden kräftig gedreht.

  • Die aktuelle Version (10) erscheint ganz offensichtlich nicht mehr für OpenOffice bzw. LibreOffice. Das dürfte niemanden verwundern. Selbst wenn es im Duden Verlag Überlegungen für eine solche Version gegeben hätte, haben sich die Entwickler durch die Umstellung der Plug-in-API damit selbst herausgeschossen. Von einem Tag auf den anderen ging die bisher funktionierende Software nicht mehr. Das dürfte zu erbosten Anrufen bei der Duden-Hotline geführt haben.
  • Die Version unterstützt Office 2013.
  • Es gibt mehrere Editionen.
  • Das Programm wird als Aboversion angeboten.

Die Editionen

Den Korrektor gibt es jetzt in zwei Produktlinien mit mehreren Varianten:

  • Duden Home
    • Duden Home gibt es zum Preis von 19 Euro. Die Software kann auf einem PC installiert werden.
    • Duden Home und Family Plus kostet 48 Euro und enthält 3 Lizenzen. Zusätzlich ist das Nachschlagewerk “Duden Fremdwörterbuch” in elektronischer Form enthalten.
  • Duden Professional
    • Professional kostet 48 Euro und ist für einen PC. Enthalten ist eine automatische Prüfung mehrerer Dokumente nacheinander. Außerdem Zugriff auf “Duden – Das Fremdwörterbuch”, “Duden – Richtiges und gutes Deutsch”. Außerdem lassen sich benutzerdefinierte Ausnahme- und Trennwörterbücher anlegen.
    • Duden Business kostet 204 Euro für 3 Lizenzen. Diese Variante kann dann auch zentral im Netzwerk verteilt und konfiguriert werden.

Was ist neu?

Eine der herausragenden Neuerungen hat sich natürlich unter der Haube vollzogen. Die Unterstützung von Office 2013. Ansonsten gibt es in den Einstellungen wenig zu entdecken, was nicht vorher bereits in der Version “Korrektor plus” vorhanden gewesen ist. Nach wie vor können Sie aus einer Reihe von Sprachstilen auswählen, wobei natürlich einige sich davon langsam selbst überleben. Oder kennen Sie ernsthaft noch jemanden, der nach der “alten” Rechtschreibung Texte veröffentlicht? Die in einigen Kundenrezensionen erwähnte angebliche Verschlechterung der Gesamtleistung von Word durch den Einsatz des Programms kann ich nicht bestätigen. Auch eine Verschlechterung der Erkennungsleistung gegenüber Vorversionen hat sich hier nicht bemerkbar gemacht. In der Pro-Version neu ist in erster Linie die Batch-Prüfung und deren enger Verwandter die automatische Überprüfung. Beide funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Wenn Sie in Word den Schalter “Automatisch” drücken, durchsucht das Programm den Text nach offensichtlichen Fehlern und korrigiert diese. Damit Sie erkennen, welche Änderungen durchgeführt worden sind, werden die Änderungen als Überarbeitungen gekennzeichnet. Diese müssen von Ihnen also auch angenommen werden. Ob Sie damit gegenüber einem manuellen Suchlauf tatsächlich Zeit sparen, müssen Sie schon selbst entscheiden.

Fazit

Wenn Sie bereits Office 2013 im Einsatz haben, lohnt sich das Update auf die neue Version schon durch die deutlich nahtlose Integration. Da es ganz offensichtlich aber keinen Updatepfad vom “alten” Korrektor auf die Proversion gibt, schlägt die neue Version in der Variante für die berufliche Nutzung mit 48 zu Buche. Und das ist schon verhältnismäßig teuer.

Hamburg Freezers: Meckern reicht nicht mehr, Herr Laporte

Es läuft gut bei den Hamburg Freezers, zumindest abseits des Eises. Wollte der Ex-Geschäftsführer Michael Pfad den “Brand” nicht verschenken und schaffte es dabei nicht, einen Hauptsponsor zu gewinnen, wurde in den vergangenen Monaten viel getan. Auch wenn 250.000 Euro für die Brust des Trikots jetzt tatsächlich eher in die Kategorie “Schnäppchen” einzuordnen sind, sieht das doch alles besser aus. Insbesondere weil nun auch fast alle Bullykreise und Bandenflächen vermietet sind.

Einen Schönheitsfleck gibt es aber doch auch hier. Die Provinzposse um Frederick Cabana. Da wird ein Spieler verpflichtet und zwar unter der Voraussetzung, dass damit keine Ausländerlizenz fällig ist. Blöd nur, dass der Spieler zu diesem Zeitpunkt gar nicht als spielberechtigter deutscher Staatsbürger angesehen werden durfte. Und an diesem Zustand hat sich nichts weiter geändert. Alle warten: Der Spieler auf der Bank, die Freezers auf die Papiere, die Fans auf den Spieler. Alle sind genervt: Der Spieler auf der Bank, die Freezers, naja, Sie wissen schon. Außer Warten passiert aber offenbar eher wenig.

Es läuft gut bei den Freezers, zumindest abseits des Eises. Auf dem Eis? Positiv formuliert, konnte in fast jedem Spiel ein Punkt gewonnen werden. Faktisch ist man extrem von den eigenen Ansprüchen entfernt. Seinen Ärger macht auch Trainer Benoit Laporte in den Medien deutlich. Laporte war auch schon bei seinen bisherigen Arbeitsstationen keiner, der seinen Spielern nicht auch öffentlich mal den Kopf wäscht.

Aber, das, was er so sagt, höre ich jetzt seit zwei Jahren. Und es ist mir inzwischen einfach zu wenig. “Seine Mannschaft kommt über den Kampf”, wird er gern zitiert. Ja, und weiter? Fast jeder DEL-Trainer steht für eine bestimmte Spielweise. Die ist mal mehr (Köln), mal weniger attraktiv (Krefeld) für die Zuschauer. Aber was ist das System Laporte?

In den letzten 52 Spielen scheint sich Strategie auf “Dump & Chase” zu beschränken. Sprich, die Scheibe reinhauen, und schnell hinterher fahren, um vor dem Gegner da zu sein. Damit das funktioniert, muss man aber eben vor dem Gegner da sein. Und mit “Dump & Chase” wache Verteidiger wie einen Sharrow aus Berlin zu übertölpeln und abzuhängen ist auch nicht immer so ganz einfach. Und das ist dann schon die Strategie?

Seit zwei Jahren ist das Powerplay ein Desaster. Die Verantwortlichen freuen sich immer, wenn es den Freezers mal gelungen ist, im PP ein Tor zu erzielen. Nur oft genug vergehen fast 2 Minuten ohne Torschuss! Das beginnt schon mit dem Reinfahren in die gegnerische Zone. Es dauert viel zu lange, bis die notwendigen Positionen besetzt sind.

Momentan ist weder im Powerplay noch im Penalty-Killing eine Verbesserung zu erkennen. Da fragt man sich dann schon, welche Verbesserung die Verpflichtung des verdienten Spielers Serge Aubin gegenüber Ex-Co-Trainer Henry Thom gebracht haben sollte.

Lieber Herr Laporte, meckern reicht momentan glaube ich nicht mehr, wenn die Freezers denn wirklich den nächsten Schritt gehen wollen.

Hamburg Freezers – gegen Krefeld (zu Recht) ausgerutscht

Wie gern hätte ich Unrecht behalten, am Ende dieser denkwürdigen Begegnung zwischen den Hamburg Freezers und den Pinguinen aus Krefeld. Der aktuelle Tabellenführer erwischte einen Traumstart und konnte Niklas Treutle bereits in der zweiten Spielminute überwinden. Das führte später vor der O2-World zu den klassischen Rufen, die Freezers hätten ein “Torhüterproblem”, was aus meiner Sicht aber keines ist.

Es folgte ein wütendes Anrennen der Gastgeber. Spiele gegen Krefeld sind optisch nie wirklich attraktiv, so auch diesmal nicht. Aber immerhin gab es dann in der 9. Minute den Ausgleich und die Führung. Und das trotz überaus einseitiger und kaum nachvollziehbarer Entscheidungen durch das Gespann Bauer / Daniels, die irgendwie ein eigenes Regelbuch im Gepäck dabei hatte. Schade, denn Stephan Bauer kann durchaus, wenn er will, hatte aber keinen guten Tag.

Doch wie bereits am Freitag befürchtet, hat es gegen die Krefelder einfach nicht gereicht. Das zweite Drittel war insbesondere in der Abwehr ein totales Desaster. Mit viel Geschick (und dann auch noch viel Glück, als er schon geschlagen war) hielt Niklas Treutle die Freezers im Spiel. Aber irgendwann war auch er machtlos. Die Abwehr (in der letzten Saison ein Schmuckstück) war heute ein Desaster. Und ihre Chancen genutzt, hat leider nur die Reihe Festerling, Flaake, Wolf. Eine rabenschwarzen Tag erwischte unsere 13 – Christoph Schubert agierte glücklos und leistete sich 3 ungeheure grobe Schnitzer, die von den Gästen fast ausgenutzt worden wären. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die inzwischen erarbeitete Führung wieder verspielt wurde. Und zwar unnötigerweise durch einen dummem Fehler im Pass-Spiel. So ging es in Overtime und das Spiel verloren.

Pettinger hat mir heute wieder enorm gut gefallen. Fast, als wenn der sich erst weh tun musste, um alle Leistung aus sich rauszupressen. Jakobsen extrem am Ackern, wenn auch ohne Fortune, gleichsam Oppenheimer. Aber waren Rinke, Bettauer, Lavallee und Krämmer heute eigentlich auf dem Eis? Ein Abrufen der Leistung des Kaders war das heute jedenfalls nicht. Und damit gehen sowohl das Ergebnis (3:4 OT) als auch der Tabellenplatz in Ordnung.

Vor der Saison wollten alle den “nächsten Schritt” gehen. Mir scheint fast, die Jungs haben vergessen, wie viele kleine Schritte vor diesem nächsten Schritt notwendig sind.

Hamburg Freezers: Durchwachsene Saisoneröffnung 2013

Ein Heimsieg mit 6:2 – wenn es das erste Spiel der Hamburg Freezers in der diesjährigen DEL-Saison gewesen wäre, ein perfekter Auftakt. Leider war aber bereits der dritte Spieltag und der Gegner hieß nicht Mannheim oder Berlin, sondern Düsseldorf.

Das ist keinesfalls abwertend gegenüber der DEG gemeint. Ich bewundere deren Fans und auch diesen jungen Kader, der kämpft und macht und so oft auf verlorenem Posten steht. Aber die Partie stand eher unter dem Motto “lösbarer Gegner”. Aus den ersten beiden Spieltagen holten die Hamburg Freezers gerade einmal einen Punkt. Ein bisschen mager, wenn man sich die vor Kraft strotzenden Statements in der Sommerpause mal durchliest.

Wenn zwei Vereine aus ihrem desolaten Abschneiden in der vergangenen Saison etwas gelernt haben, dann die Nürnberger und Münchener (die gerade vor finanziellen Mitteln nicht laufen können). Und gegen die beiden sah das Team um Benoit Laporte nicht besonders gut aus.

Okay – es fehlen wichtige Leistungsträger, was aber nun auch auf Dauer im Profisport keine hinreichende Entschuldigung sein kann, zum anderen auch nicht erklärt, wieso da ein junger Goalie wie Niklas Treutle mehr oder weniger allein stehen gelassen wurde. Aber zurück zum gestrigen Abend.

Was wurde auf Facebook die mehr oder weniger sterile Einlaufshow der Freezers im vergangenen Jahr kritisiert. Ich machte da übrigens keine Ausnahme. Das waren schöne Bilder, nur hatten die wenig Bezug zum Standort Hamburg. Und Menschen, die wenig Englisch verstehen, hatten von der Botschaft des Filmes auch nichts. Alles viel besser machen, stand wohl auf dem Zettel. Das ist indes aus meiner Sicht nur zum Teil geglückt.

Gut gelungen (und durchaus tauglich, ein bisschen Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen) ist die Idee mit den LED-Armbändern, die bei Klatschbewegungen schön leuchten. Toller Effekt!

Auch nett, dass die Spieler vor Hamburger Motiven abgelichtet wurden. Endlich wieder ein bisschen “Hamburg” bei den Hamburg Freezers. Aber wer ist nun wieder auf die Idee mit den Ortsschildern, Landschaftsimpressionen und den endlos langweiligen Liedern gekommen? Mir ist schon klar, dass die Freezers keinen Millionen-Etat für Werbung haben. Aber (politisch nicht mehr korrekt, aber dennoch treffend ausgedrückt) “Neger vor Hütte”? Sind wir beim Reiten? Einer Prämierung von Milchkühen?

So war der Beginn des ersten Heimspiels in der DEL 2013/2014 etwas bemüht. Und so auch der Auftritt der Freezers. Unerwartet schwer tat sich die Mannschaft im ersten Drittel. Vorsichtiges Abtasten und viele unnötige Puckverluste. Insbesondere Lavallee spielte erschreckend wechselhaft. Da kam das 1:0 wie eine Erlösung.

Sehr gut gefallen hat mir der Torschütze des ersten Saisontores. Kevin Schmidt macht derzeit eine Riesenentwicklung. Ich hoffe, das wird auch von anderen bemerkt. Zwar immer noch kein Spieler, der Checks gern zu Ende fährt, sondern versucht, Probleme spielerisch zu lösen. Andererseits wohl auf den Geschmack gekommen. Immer wieder ungeduldig nach dem Puck klopfend, wenn er frei stand, sich immer anbietend. Ein Highlight! Genauso wie Niklas Treutle. Sehr besonnen. Und machen wir uns nichts vor. Ohne ihn wäre das erste Drittel verloren gegangen.

Im zweiten Drittel drehten die Freezers auf und zeigten das, was eigentlich in diesem Kader steckt (auch wenn Leistungsträger fehlen). Tolle Kombinationen, auch ein bisschen Glück, aber immer wieder die Scheibe vor das Tor gebracht. Und das führt im Eishockey eben zum Erfolg. Das machte Lust auf mehr.

Das “Mehr” kam dann nur nicht. Ob die Beine schwer wurden oder die Spieler unkonzentriert waren. Düsseldorf kämpfte und netzte zweimal ein. Und irgendwann ist auch alles Glück eines Keepers aufgebraucht. Das 6:2 durch Flaake versöhnte zwar, aber für Mannschaften wie Krefeld, Iserlohn, Berlin und Mannheim wird die Leistung nicht reichen. Wie sprach der Trainer selbst im Interview?

Wir haben leider nur ein Drittel richtig gut gespielt.

So war es.