Joachim Fest: Ich nicht

Als Student der Geschichte kannte ich Joachim Fest nicht nur als Journalisten, sondern auch als Autoren einer der umfassendsten Biographien Adolf Hitlers. Den Menschen hinter diesen Texten kannte ich nicht. Einen Einblick in die prägenden Jugendjahre gewährt Fest in seinen Erinnerungen „Ich nicht“.

Glänzend geschrieben schildert er sehr lebendig Personen und Ereignisse, die ihn prägten. Einen Vater, prinzipientreu und von den Nazis aus dem Staatsdienst vertrieben, eine Mutter, die unter dieser Prinzipientreue litt und über den bewunderten Bruder. Abseits weitreichender politischer Analysen beschreibt Fest, wie die Nationalsozialisten die Zügel fester in die Hand nahmen und schreibt sich andeutungsweise die Erlebnisse des Krieges von der Seele. Darunter auch den Tod des geliebten Bruders. Wer an Zeitgeschichte interessiert ist oder gern Memoiren liest, dem sei dieses Buch empfohlen.

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