Schotts Almanach

Von Ben Schott und seinen Werken war an dieser Stelle schon häufiger die Rede. Sein Sammelsurium hat gleichsam Unterhaltungswert wie auch Epigonen auf den Plan gerufen. Mit seinem Almanach beglückt der menschliche Datenverarbeiter nun die Sparte der Jahrbücher um ein weiteres Werk. Die FAZ hält das Buch für einen Glücklichmacher. Soweit möchte ich nun dennoch nicht gehen, aber während ich Schotts Sammelsurium zwar ebenfalls mit großem Genuss durchblätterte, habe ich in diesem Almanach wirklich fast jede Seite gelesen.

Ein wirklich interessanter Jahresrückblick 2006, aber zugleich auch mehr als das. Mit viel Liebe zum Detail, die auch dem deutschen Verlag anzumerken ist, erweitern Tabellen und Begriffserklärungen den Horizont des Buches und seiner Leser. Ich garantiere Ihnen: Dieses Buch werden Sie auch noch längere Zeit nach der Lektüre immer wieder in die Hand nehmen.

Zuula: eine weiterer Metasuchdienst geht an den Start

Der Bedarf an Angeboten, die verschiedene Suchdienste gleichzeitig abfragen, scheint nach Ansicht ihrer Betreiber offensichtlich ungebrochen zu sein. Meinen auch die Schöpfer von Zuula, einem Suchdienst, der folgende Suchmaschinen befragt:

  • Google
  • Yahoo
  • MSN
  • Ask
  • Gigablast
  • Exalead

Die Abfrage der eingetragenen Suchbegriffe erfolgt parallel, allerdings stellt Zuula kein eigenes Ranking auf oder fasst die Ergebnisse in Form einer Gewichtung zusammen. Vielmehr muss der Anwender über die Register zwischen den Ergebnisseiten der einzelnen Suchmaschinen wechseln. Eine Aggregation findet nicht statt. Bereits durchgeführt Suchläufe werden gespeichert und können später erneut mit einem Mausklick aufgerufen werden.

Suchmaschine Zuula

Zuula ist ein einfacher Zeitsparer, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Vom eigenen Anspruch, eine „Metasuchmaschine“ zu sein, ist der Service aber noch entfernt.

Menschen im Hotel

Vicki Baum? War das nicht die Rosemunde Pilcher Ihrer Zeit? Als ich das Buch in Händen hielt, wollte ich es eigentlich schon fast wieder zurücklegen, aber dann gab ich „Menschen im Hotel“ doch eine Chance. Der Roman ist trivial, keine Frage. Er ist aber trivial, ohne kitschig zu sein. Unterhaltungsliteratur im Wortsinne. Verschiedene Schicksale treffen in einem namenlosen Grand Hotel der 20er Jahre aufeinander. Da ist der Buchhalter Kringelein, der nur noch kurze Zeit zu leben hat, ein alternde Diva und ein Hochstapler. Deren Lebenslinien lässt Vicki Baum in einer leichten Sprache kreuzen, bis es zu einem furiosen Ende kommt. Ich habe mich bei der Lektüre nicht eine Sekunde gelangweilt und mich von diesem Buch bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten gefühlt. Ein Buch für einen verregneten Sonntag oder eine längere Bahnfahrt!