Ja, wer den amerikanischen Markt beobachtet, wusste das im Grunde schon 2008. Hubert Burda hat es jüngst auf den Punkt gebracht: Man kriegt nur „lausige Pennies“ für Onlinewerbung, weil das große Geschäft im Internet die Suchmaschinen machen, weil online Wettbewerb herrscht und die Medienhäuser ihre einstigen Monopol- oder Oligopolstellungen verloren haben und keine Preise mehr diktieren können. Und weil das gesamte Kleinanzeigengeschäft wegbricht: Bei Craigslist und Kijiji kann man außerdem online gratis Kleinanzeigen aufgeben, um sich eine neue Wohnung, einen Gebrauchtwagen oder eine Freundin zu suchen – und das nicht nur in den USA, auch in Berlin.
Als ich anno 1996 bei einer G+J Tochter auf einer Sitzung des BDZV gesessen habe, war das Motto: “Wir müssen etwas tun, damit uns das Anzeigengeschäft nicht wegbricht”. Da wurden dann viele Ideen diskutiert, wie sich bezahlte Anzeigen im Web installieren lassen. Also das alte Geschäftsmodell auf die neue Zeit gestülpt wurde. Das hat ja super funktioniert, soweit.

