{"id":2482,"date":"2013-11-02T18:11:16","date_gmt":"2013-11-02T16:11:16","guid":{"rendered":"https:\/\/news.lamprecht.net\/?p=2482"},"modified":"2013-11-02T21:51:50","modified_gmt":"2013-11-02T19:51:50","slug":"hamburg-freezers-dreckiger-arbeitssieg-gegen-den-ehc-munchen-am-1-11-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.lamprecht.net\/index.php\/2013\/11\/02\/hamburg-freezers-dreckiger-arbeitssieg-gegen-den-ehc-munchen-am-1-11-2013\/","title":{"rendered":"Hamburg Freezers &#8211; dreckiger Arbeitssieg gegen den EHC M\u00fcnchen am 1.11.2013"},"content":{"rendered":"<p>Die Festung wankte bed\u00e4chtig zum Ende, aber sie fiel nicht. Das ist die Essenz des Eishockey-Abends in der O2-World Hamburg am 1.11.2013. Zu Gast: der EHC M\u00fcnchen, inzwischen um den Zusatz \u00e2\u20ac\u0153Red Bull\u00e2\u20ac\u009d erweitert. Vor der Saison und auch unmittelbar nach Beginn als Mitfavorit f\u00fcr den Meistertitel gefeiert, scheinen die M\u00fcnchener in der Realit\u00e4t der DEL angekommen. Was hatte Mastermind Pierre Pag\u00c3\u00a9 nicht alles versprochen. F\u00fcr die Zuschauer attraktives Eishockey wollte er spielen lassen, stark auf die Offensive setzen. Attraktiv war das gestrige Spiel nun jedenfalls nicht so ganz\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Die G\u00e4ste kamen motiviert und k\u00e4mpferisch aufs Eis. Und die ersten 3\u00e2\u20ac\u201c4 Minuten geh\u00f6rten eindeutig dem EHC. Die Freezers versuchten zwar, die M\u00fcnchener an der Bande und im Zweikampf zu stellen, gingen dabei aber meist als Verlierer hervor. Z\u00e4hlbares konnte der EHC indes aus dieser druckvollen Phase nicht ziehen. Sch\u00f6n oder attraktiv sah der verbissene Kampf um Zentimeter allerdings nicht aus.<\/p>\n<p>Die Verbissenheit auf dem Eis nahm im gleichen Ma\u00dfe zu, wie das Niveau der Entscheidungen des Gespanns Eric Daniels und Gordon Schukies sank. Welches Regelbuch Herr Daniels da gestern im Gep\u00e4ck hatte, wei\u00df wohl niemand so genau. Es w\u00e4re nur gut, wenn er sich vielleicht lieber ein Hobby suchte, von dem er auch etwas versteht. Die Emotionen unter den fast 7.200 Zuschauern kochten da bereits hoch. Und wer die Gestik und Geb\u00e4rden der Hamburger Nummer 89 lesen konnte, sah, dass David Wolf kurz vor der Explosion stand. Erfreulicherweise behielt er seine Emotionen aber im Griff und so blieben langdauernde Besuche der Strafbank aus. Zum Ende des ersten Drittels machten die M\u00fcnchener noch einmal ordentlich Druck, trafen aber entweder das Tor nicht oder schossen das Spielger\u00e4t in die Fanghand von Sebastien Caron. Mit 0:0 ging es nach dem ersten Drittel in die Pause.<\/p>\n<p>Die M\u00fcnchener mussten sich wohl einiges in der Kabine anh\u00f6ren und kamen sichbar motivierter aus der Kabine. Nach einem gescheiterten Offensiv-Versuch der Hamburger wurde Caron dann in der dritten Minute des zweiten Drittels \u00fcberwunden. Die G\u00e4ste gingen mit 1:0 in F\u00fchrung. Gl\u00fccklicherweise gelang Matt Pettinger, der erneut an diesem Abend in der Abwehr aushelfen musste und dabei keine schlechte Figur machte, bereits drei Minuten sp\u00e4ter der Ausgleich. Sch\u00f6n war das Tor nicht, aber der Puck war drin. Den Rest des Drittels w\u00fcrden amerikanische Zuschauer mit einem beherzten \u00e2\u20ac\u0153And up and down the ice they went\u00e2\u20ac\u009d charakterisieren. Es gab Chancen auf beiden Seiten. Es gab Zweik\u00e4mpfe auf beiden Seiten. Und es gab Fehler auf beiden Seiten. Nur Tore gab es nicht. Da durften die Zuschauer schon ein bisschen neidisch auf die Zwischenergebnisse der anderen DEL-Paarungen schauen. Denn dort fielen teilweise 6 oder 7 Tore in der gleichen Zeit. Mit 1:1 ging es also in die zweite Pause.<\/p>\n<p>Mit Superstimmung auf den R\u00e4ngen begann der letzte regul\u00e4re Abschnitt. Und wer etwas l\u00e4nger zur Getr\u00e4nkeversorgung ben\u00f6tigt hatte, durfte sich ge\u00e4rgert haben. Denn Julian Jakobsen netzte nur 33 Sekunden nach Anpfiff ein. Die Freezers gingen erstmals in F\u00fchrung und erstmals konnte man deutlich sehen, dass die M\u00fcnchener Spieler die Schultern h\u00e4ngen lie\u00dfen. Das ber\u00fchmte Momentum geh\u00f6rte den Hamburgern.<\/p>\n<p>Beherzt, k\u00e4mpferisch und verbissen ging es weiter. In diesem mittleren Abschnitt des letzten Drittels wirkten die Freezers erstmals \u00fcberlegen. In der 48. Minute konnte Mathieu Roy seine bis dahin fehlerlose und feine Leistung mit einem absolut sehenswerten Tor kr\u00f6nen. Dass sich dieser fulminante Schlagschuss direkt vor den Augen des Chronisten abspielte, machte die Sache noch sch\u00f6ner.<\/p>\n<p>Damit war der Kampf um die Punkte eingel\u00e4utet. Ab und zu blitzte deutlich auf, wieso Eishockey auch gern mal als Kontaktsportart bezeichnet wird. Harte, aber \u00fcberwiegend faire Checks. Rund 5 Minuten vor Ende setzte Pierre Pag\u00c3\u00a9 alles auf eine Karte und brachte den 6. Feldspieler. Die Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Und dieses Finale bot immerhin dreimal Gelegenheit, die Luft anzuhalten, als der Puck jedesmals nur um wenige Zentimeter am leeren Tor der Bayern vorbeischlidderte.<\/p>\n<p>Das Hamburger Publikum war bereits dabei, die letzten Sekunden herunterzuz\u00e4hlen, als vier Sekunden vor Ende die Strategie der M\u00fcnchener, sich stets massiv vor dem Geh\u00e4use der Hamburger aufzuhalten, Fr\u00fcchte trug und der Anschlusstreffer erzielt werden konnte.<\/p>\n<p>Die drei Punkte blieben trotzdem in Hamburg und die Freezers belohnten sich erneut f\u00fcr eine durchaus respektable Leistung.<\/p>\n<p>Eher blass bis farblos blieben in dieser Partie Ralf Rinke und auch Morten Madsen. Letzterer rackerte sich einmal mehr ab, aber bei seinen zwei guten Szene traf er den Puck nicht oder zertr\u00fcmmerte seinen Schl\u00e4ger. Gute gespielt hat Matt Pettinger auf der eher ungewohnten Verteidiger-Position und auch Kevin Lavalee muss diesmal gelobt werden. Wer zwei Tage zuvor einige Z\u00e4hne in der Volksbank Arena verliert und mit Gesichtsschutz spielen muss, trotzdem aber vollen Einsatz zeigt, verdient das durchaus.<\/p>\n<p>Einen wichtigen Schritt zur vollst\u00e4ndigen Fitness hat Mathieu Roy gemacht. Nicht nur wegen seines Tores aus meiner Sicht der Spieler des Abends. Wolf, Festerling und Flaake fielen aber leider in allbekante Spielmuster und Passwege zur\u00fcck, die inzwischen die ganze Liga kennen durfte.<\/p>\n<p>Fazit: Die Freezers haben sich erfolgreich aus dem Sumpf herausgearbeitet. In den vergangenen f\u00fcnf Spielen blitzte oft genug die Leistungsf\u00e4higkeit des Kaders auf. Wenn die Mannschaft diese Leistung auch in den kommenden Wochen abrufen kann, d\u00fcrfte sie die eigenen Saisonziele durchaus erreichen k\u00f6nnen. Was aber f\u00fcr Benoit Laporte ein hartes St\u00fcck Arbeit bedeutet. Denn noch zeigen sich Mitchell, Dupuis und Madsen zu unbest\u00e4ndig und die junge Reihe um Jerome Flaake teilweise etwas \u00fcberspielt. Was am gestrigen Abend aber auch an der angeschlagenen Gesundheit der Akteure gelegen haben k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Festung wankte bed\u00e4chtig zum Ende, aber sie fiel nicht. Das ist die Essenz des Eishockey-Abends in der O2-World Hamburg am 1.11.2013. Zu Gast: der EHC M\u00fcnchen, inzwischen um den Zusatz \u00e2\u20ac\u0153Red Bull\u00e2\u20ac\u009d erweitert. 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