{"id":1923,"date":"2010-05-17T09:56:43","date_gmt":"2010-05-17T07:56:43","guid":{"rendered":"https:\/\/news.lamprecht.net\/?p=1923"},"modified":"2010-05-17T09:56:43","modified_gmt":"2010-05-17T07:56:43","slug":"opensource-kommunismus-nicht-ganz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.lamprecht.net\/index.php\/2010\/05\/17\/opensource-kommunismus-nicht-ganz\/","title":{"rendered":"OpenSource = Kommunismus? Nicht, ganz."},"content":{"rendered":"<p>In einem <a href=\"http:\/\/t3n.de\/news\/interview-parallels-ceo-serguei-beloussov-open-source-269603\/\" target=\"_blank\">Interview mit t3n<\/a> hat der Chef von Parallels sich zu dieser \u00c4u\u00dferung hinrei\u00dfen lassen:<\/p>\n<blockquote><p>Hier wird oft nicht danach entschieden, was die Anwender wollen oder was  aus technischer Sicht den meisten Sinn macht, sondern nach den  pers\u00f6nlichen Vorlieben und Aversionen der jeweiligen Projektleiter.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich glaube, ich stehe nicht im Ruf, Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit OpenSource-Programmen zu haben, schlie\u00dflich l\u00e4uft hier alles seit mehr als 6 Jahren auf Linux, aber was Serguei Beloussov hier gesagt hat, bringt es sicherlich provozierend auf den Punkt. Ach, ich wei\u00df schon, was jetzt kommt: &#8220;Wenn Dich etwas st\u00f6rt, dann kannst Du es ja \u00e4ndern. Beteilige Dich! Das ist doch das tolle an OpenSource.&#8221;<\/p>\n<p>Ja, klar. Aber nun kann ich leider nicht so programmieren, wie es f\u00fcr ein Projekt notwendig ist. Aber darum geht es nicht. Nat\u00fcrlich sind die gro\u00dfen Projekte eine tolle Sache, an der sich viele Menschen aktiv beteiligen. Sie testen, melden Bugs, \u00fcbersetzen Dokumente, schreiben Hilfetexte oder entwickeln am Quellcode. Aber welchen Einfluss haben Sie tats\u00e4chlich? Und vor allem: welchen Einfluss haben wir Anwender? Sehen Sie?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es toll, dass Gemeinschaften wie GNOME eine Umfrage vor dem Launch eines neuen Releases starten, um in Erfahrung zu bringen, wie denn der voreingestellte Desktop-Hintergrund aussehen soll, aber wo ist das Voting dar\u00fcber, welche Funktionen sinnvoll w\u00e4ren? Was sich Anwender wirklich w\u00fcnschen und vor allem: wo sind auf den Projektseiten die Votings, um den einen oder anderen Unsinn einfach zum Teufel zu w\u00fcnschen? Eine Suchfunktion wie in KDE, die mal eben 1,5 GB RAM frisst, brauche ich als Anwender nicht. Und wer hat das Desktop-Konzept eigentlich entwickelt, das schlauer sein will als MacOS? Oder nehmen wir Opensuse. Nat\u00fcrlich sind die akademischen Diskussionen sch\u00f6n, die sich f\u00fcr freie Software entscheiden, nur, was soll ich mit einem System als Anwender, das erst einmal Bastelarbeiten verlangt, damit Musik und Video funktionieren?<\/p>\n<p>Wenn dann mal jemand kommt, wie bei Ubuntu, einen nicht unwesentlichen Betrag investiert und sogar f\u00fcr die Verl\u00e4sslichkeit von Linux im Unternehmensumfeld k\u00e4mpft (LTS!), dann wird er kritisch be\u00e4ugt, wenn er mit der Sache vielleicht auch etwas Geld verdienen will. Oder sagt, wo es lang gehen soll. Dann nimmt nat\u00fcrlich die Begeisterung der Peer-Group deutlich ab, denn dann ist ja die Basisdemokratie, die eigentlich nur eine Oligarchie ist, in Gefahr.<\/p>\n<p>Nur wir Anwender, wir bleiben dabei auf der Strecke. Wir d\u00fcrfen testen, Dokumentationen schreiben oder Hilfetexte verfassen&#8230;\u00c2\u00a0 Machen wir uns nichts vor: Was Eingang in die Entwicklung findet, entscheiden tats\u00e4chlich nur wenige Leute. Was das n\u00e4chste Release von OpenOffice kann, entscheidet das Unternehmen, das bereits Star Office auf den Markt gebracht. Was Opensuse kann, bestimmt auch keine altruistische Stiftung, sondern das Unternehmen, das die Kernentwickler in Lohn und Brot h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Mehr ist halt nicht&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Interview mit t3n hat der Chef von Parallels sich zu dieser \u00c4u\u00dferung hinrei\u00dfen lassen: Hier wird oft nicht danach entschieden, was die Anwender wollen oder was aus technischer Sicht den meisten Sinn macht, sondern nach den pers\u00f6nlichen Vorlieben und Aversionen der jeweiligen Projektleiter. 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