Komisch, dass ich noch gar nichts über Keyboardr gebloggt habe, denn seit einigen Tagen bildet diese Seite meinen Einstieg in das Web. Das Angebot ist eine Art von Metasuchmaschine und zugleich eine zentrale Homepage für seine Nutzer. Nach dem Aufruf der URL werden Sie von einer wohltuend schlichten Seite begrüßt, die auf Ihre Eingabe wartet.
Ähnlich wie bei einem Launcher wie Launchy oder GNOME-Do werden Ihnen bereits nach der Eingabe des ersten Begriffs potentielle Treffer angeboten. Dabei greift der Suchdienst auf unterschiedliche Datenquellen zurück und führt diese in der Trefferliste zusammen.
Was aber die Suche mit Keyboardr so besonders macht, ist die Bedienung über die Tastatur, was ich persönlich besonders schätze. Ein super Service, auf dessen weitere Entwicklung ich sehr neugierig bin.
Wer bereits ein eigenes Blog betreibt, wird Diary wohl kaum in Anspruch nehmen, denn eigentlich bieten die Macher ihren Nutzern nichts anderes an, als binnen weniger Minuten ein eigenes Blog einzurichten, das sie aber nicht so nennen.
Die Registierung ist binnen weniger Minuten erledigt und schon wartet das Tagebuch darauf, mit Inhalten bestückt zu werden, wozu ein kleines Fenster auch eifrig animiert. Die Oberfläche ist so einfach wie Twitter gehalten: Sie schreiben sofort los.
Das ist auch bereits der erste Kritikpunkt an dem Service. Wenn Sie mehr als die knapp 160 Zeichen schreiben wollen, die in den Eingabebereich passen, vergrößert dieser sich nicht. Das macht das Verfassen von längeren Tagebucheinträgen eher unkomfortabel. Sobald Sie etwas eingetragen haben, lädt der Service Sie dazu ein, das Tagebuch öffentlich zu machen oder wenigstens mit Freunden und Bekannten zu teilen, die Sie dann per E-Mail einladen dürfen.
Ihre Postings reichern Sie auf Wunsch auch mit multimedialen Inhalten an. So laden Sie Grafiken, Textdokumente aber auch MP3-Dateien mit einer maximalen Größe von 10 MB ganz einfach über den Browser hoch. Die Einträge werden auch per RSS angeboten, aber wenn Sie wissen, was das ist, brauchen Sie Diary wahrscheinlich ohnehin nicht.
Wer wie ich mit vielen Computersystemen und an verschiedenen Orten arbeitet, hat früher oder später das Problem, das ein wichtiges Dokument sich gerade nicht an dem Ort befindet, an dem man es benötigt. Der Zugriff über einen Server bringt aber nicht automatisch eine Lösung, denn dann ist immer noch an die Synchronisation der Daten zu denken. Genau diese Probleme vesprechen Dienste wie Dropbox und auch Docstoc zu lösen. Nebenbei stellen Sie dem Anwender auch eine praktische Lösung zur Verfügung, um Inhalte im Web zu publizieren, ohne sich um HTML-Seiten oder Konvertierungen kümmern zu müssen.
Docstoc bietet eine schnelle und kostenfreie Registrierung an. Wie bei Twidox oder Scribd steht auch hier der Ansatz des Teilens von Informationen im Vordergrund. Mit wenigen Mausklicks laden Sie Office-Dokumente von Ihrem Rechner auf die Plattform hoch. Diese können dann von anderen Besuchern leicht eingesehen werden.
Die Dokumente können Sie direkt über Ihren Browser hochladen oder Sie nutzen eines der angebotenen Werkzeuge. Als besonders komfortabel erweist sich hier der Syncer, der allerdings leider nur in Versionen für MacOS und Windows angeboten wird. In diesem definieren Sie eines oder mehrere Verzeichnisse auf Ihrem System, deren Inhalt dann automatisiert mit Docstoc abgeglichen wird. Die Bedienung der Software ist sehr einfach und das Teil arbeitet zuverlässig.
Insgesamt ist Docstoc blitzsauber aufgesetzt. Werkzeuge und Oberfläche machen Spaß, das Fehlen eines Linux-Uploaders führt zu Abzügen in der B-Note. Allein scheint noch ein Business-Modell zu fehlen.
Schon länger wollte ich über Summate bloggen, habe es dann aber immer wieder aufgeschoben. Nun das Grundsystem gibt es bereits seit geraumer Zeit, allerdings räumen die Entwickler in ihrem Blog ein, derzeit nicht viel von derselbigen zur Weiterentwicklung und Pflege zu haben. Das werden Sie auch gleich feststellen, wenn Sie mit dem Firefox das Angebot besuchen, denn der Browser meckert erst einmal über ein abgelaufenes Zertifikat. Das ist natürlich wenig vertrauenserweckend für eine Anwendung, die sich mit Finanzen beschäftigt. Nun handelt es sich bei Summate aber nicht um eine Anwendung für das Homebanking, sondern um eine Form des elektronischen Haushaltsbuchs verkleidet in ein schickes Web 2.0-Design. Aber der Reihe nach:
Die Benutzung von Summate ist kostenlos und die Eröffnung eines Benutzerkontos unkompliziert und vor allem schnell erledigt. Einmal eingloggt können Sie auch sofort daran gehen, ihre ersten Konten anzulegen. Diese werden alle offline betrieben, eine Kommunikation mit Ihrer Bank erfolgt nicht.
Sie können beliebig viele Konten einrichten. Als besonderes Extra bietet Summate die Option, die elektronischen Kontoauszüge einiger Institute zu importieren. Diese Funktion habe ich allerdings nicht getestet. Die Einrichtung eines Kontos ist schlicht gestaltet. Weitergehende Details zu einem Konto lassen sich nicht anlegen.
Direkt von der Übersichtsseite aus buchen Sie dann Ihre Umsätze. Neben Buchungsdatum und dem Verwendungszweck werden auch noch das Konto und die verwendete Kategorie abgefragt. Diese können Sie völlig frei einrichten, spätestens hier sind Sie aber bereits mit jeder x-beliebigen Finanzsoftware besser bedient. Denn während diese Programme bereits eine mehr oder weniger beeindruckende Zahl an vordefinierter Kategorien anbietet, geben Sie diese bei Summate vollständig selber ein, was eine mühsame Kleinarbeit ist, wenn Sie eine große Kategorientiefe benötigen.
Wenn Sie regelmäßige Buchungen vorzunehmen haben, wie etwa Miete oder Stromvorauszahlungen, können Sie sich Arbeit sparen und legen für solche Kontenbewegungen Daueraufträge ein. Ist das Ausführungsdatum erreicht, wird die Buchung dann auf dme Konto in Wert gestellt.
Über Ihre Zahlungsströme informieren Sie sich in Form von Abfragen über frei wählware Zeiträume. Auch grafische Auswertungen sind möglich, von denen Sie allerdings auch keine Wunder erwarten sollten.
Fazit: Wer einen tiefergehenden Einblick in seine Geldströme benötigt oder aber eine umfassende Budgetplanung und -überwachung wünscht, greift nach wie vor bisher zu Quicken, Wiso oder GNUCash. Wem es aber genügt, ein einfaches Haushaltsbuch zu führen, aber zu faul ist, die Tabellenkalkulation zu nutzen, ist bei Summate gut aufgehoben. Allerdings sollten sich die Entwickler schleunigst um die abgelaufenen Zertifikate kümmern, damit die Nutzer nicht das Vertrauen in den Service verlieren. Ein einfaches Bekenntnis im eigenen Blog ist da zu wenig.
Sie suchen nach einer schnellen und sofort einsetzbaren Lösung für ein Online-Brainstorming oder eine andere Besprechung? Scriblink stellt Ihnen ein kostenloses Whiteboard zur Verfügung, an dem die Teilnehmer gemeinsam an der virtuellen Tafel arbeiten können. Zur Nutzung muss auf Ihrem System Java lauffähig installiert sein. Die Teilnehmer der Veranstaltung laden Sie entweder per E-Mail ein oder aber nennen Ihnen die indivuelle URL für Ihr Whiteboard.
Die Zeichenwerkzeuge stellen alle Funktionen zur Verfügung, die sich im Rahmen einer solchen Zusammenarbeit sinnvoll einsetzen lassen. Für die direkte Kommunikation nutzen Sie das integrierte Chatfenster, über das sich auch Dateien versenden lassen. Wollen Sie die Konferenz später fortsetzen, lässt sich die Tafel speichern und später über einen per E-Mail mitgeteilten Link wieder nutzen.
Neben Social Media Optimierung gibt es derzeit in vielen Unternehmen noch ein weiteres Schlagwort. Es gilt sich fit zu machen für das Zeitalter des Web 2.0 und damit den Weg zum Enterprise 2.0 einzuschlagen. Leider geht dies alles nicht so schnell als der eine oder andere unbedarfte Unternehmenslenker sich so vorstellt.
Generell müsste man sich wahrscheinlich zunächst einmal darüber verständigen, was denn ein Enterprise 2.0 so sein soll. Als kleinster gemeinsamer Nenner lässt sich die Nutzung von Technologien aus dem Web 2.0 ausmachen. Aber die Installation solcher Lösungen heißt ja nun noch lange nicht, dass diese Technik dann auch tatsächlich genutzt wird. So reicht es für den CTO oder gar CEO nun gerade nicht, einfach ein Wiki installieren zu lassen und dann die Nutzung zu empfehlen. Das klingt wie eine Binse, hat sich als Führungswissen in Deutschland aber meiner Meinung nach noch nicht breit etabliert. Fortgeschrittene Manager stellen dann natürlich ganz proaktiv eine Projektgruppe zusammen, die ausgewählte Mitarbeiter dazu abstellen, schon einmal Inhalte für das Wiki zu schreiben, da es sich immer „leichter editiert als neu zu schreiben“. Ist die Projektgruppe damit dann fertig, wird auf der eigenen To-Do-Liste gleich zweifach ein Häkchen gesetzt, denn man ist erfolgreich den ersten Schritt zum Enterprise 2.0 gegangen und hat praktischerweise auch gleich das Thema Wissensmanagement erschlagen. Groß dann die Enttäuschung, wenn das Wiki entweder gar nicht oder nur in der Anfangszeit befüllt wird.
Das wäre ja nun auch wahrlich viel zu einfach. Menschen benutzen Technologien, wenn Sie deren konkreten Nutzen erkennen. Und warum es viel einfacher und übersichtlicher ist, Texte gemeinsam in einem Wiki zu bearbeiten, als sich gegenseitig Word-Dokumente im Änderungsmodus zu versenden, kann nicht befohlen, sondern lediglich vorgelebt werden.
Den meisten Web 2.0 Plattformen immanent ist ja gerade das Teilen von Informationen. Um mein Wissen mit anderen zu teilen, muss ich aber erkennen, dass ich dadurch keine Nachteile erleide, sondern konkreten Nutzen daraus ziehe. Wichtig aus meiner Sicht ist dabei, den Mitarbeitern zu erklären, worin dieser konkrete Nutzen besteht. Appelle, die die Vorteile für das Unternehmen betonen, gehen dabei an den Mitarbeitern vorbei.Die eigentliche Aufgabe bei der Schaffung eines Enterprise 2.0 ist daher keine technische, sondern eine des Managements. Das Unternehmen muss eine Management- und Führungskultur schaffen, die auf Vertrauen und Kollegialität basiert, nicht auf Konkurrenzverhalten (der Führungskräfte) untereinander. Denn wenn das Teilen von Informationen schon an der Spitze des Unternehmens nicht klappt, wird sich der Ansatz auch nicht im Unternehmen fortpflanzen.
Wer den Einsatz von Web 2.0 Technologien in seinem Unternehmen durchdenkt, wird mit Sicherheit Chancen und Risiken entdecken. Ob die Chancen oder Risiken bei dieser Betrachtung überwiegen, hängt letztlich davon ab, wie das Unternehmen bisher geführt wurde. Setzen Sie auf starke Hierarchien in denen Mitarbeiter und Management miteinander um den Aufstieg balgen und sich als Konkurrenten wahrnehmen, werden ihre Wiki- und Bookmarkseiten eher leer bleiben. Zu groß wird die Angst der beteiligten Personen sein, sich durch das Teilen von Wissen einen Nachteil im Konkurrenzkampf einzuhandeln.
Überprüfen Sie also Ihre Unternehmenskultur, Web 2.0 können Sie dann immer noch installieren! Andernfalls kann es Ihnen passieren, dass Ihr Kaiser ganz schön nackt da steht. Haben Sie bereits Erfahrungen mit Enterprise 2.0 in Ihrem Unternehmen? Dann freue ich mich auf Ihre Kommentare!
Eine wunderschöne Anwendung für das Erstellen von Präsentationen direkt im Netz ist 280 Slides. Die Oberfläche ist sehr elegant und stellt OpenOffice oder MS Office eindeutig in den Schatten. Am ehesten Nutzer von Apple Computern werden so etwas schon gesehen haben. Präsentationen können Sie sofort auch ohne Registrierung erstellen, lediglich wenn Sie Ihre Arbeit speichern und später fortsetzen wollen, ist ein Benutzerkonto notwendig.
Funktional befindet sich der Dienst derzeit noch am Anfang. Zwar gibt es bereits einige sehr schön Folienhintergründe, die Auswahl an Layouts ist aber noch überschaubar. Dafür kommt 280Slides sofort mit den deutschen Umlauten zurecht, wahrlich keine Selbstverständlichkeit im Web 2.0 Wunderland.
Ist die Präsentation fertig, können Sie diese entweder auf einer beliebigen Internetseite einbetten, an den Dienst Slideshare senden oder aber per E-Mail im Powerpoint-Format versenden.
Kennen Sie das Angebot Myminicity? Nein? Dann wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mal meine Stadt Lamprecht Town besuchen könnten, denn mit jedem Besuch der URL bekommt meine kleine Stadt einen Wachstumsschub und kann so blühen und gedeihen.
Von der Optik erinnert das sehr an den Klassiker SimCity, nur dass der Inhaber der Stadt stark von seinem Netzwerk abhängig ist, denn nur durch tägliche Besuche der URL vergrößert sich die Stadt.
Also schauen Sie doch einfach mal vorbei, ich werde an dieser Stelle von den Fortschritten berichten!
Einen sehr lesenswerten Artikel habe ich beim Handelsblatt entdeckt. Der Autor schreibt den Verlagen deutlich in ihre Stammbücher, weniger über Leserschwund und mangelnde Blatt-Leser-Bindung zu jammern und sich statt teurer Berater einmal direkt im Internet umzusehen, um zu lernen, wie sich tatsächlich funktionierende Gemeinschaften, etwa auch über XING, ins Leben rufen lassen. Dass einmal mehr die Brandeins als Beispiel herhalten muss, versteht sich von selbst.