Ich habe an dieser Stelle ja bereits über ZCope berichtet, die Webanwendung für modernes Projektmanagement. TaskBarn verspricht seinen Anwendern ebenfalls Unterstützung bei der Verwaltung von Projekten und damit der Koordination eines Teams. Der Service befindet sich derzeit noch in der Betaphase und erlaubt die kostenlose Eröffnung eines Benutzerkontos. Wenige Augenblicke später betreten Sie dann Ihr Dashboard und können Ihr erstes Projekt anlegen. Neben einer Zusammenfassung und der Bezeichnung des Projekts müssen Sie dabei auch eine Subdomain angeben, über die die Projektseite dann auf dem Server des Anbieters erreicht werden kann. Sind die Rahmendaten eingetragen, machen Sie sich daran, Aufgaben zu notieren.
In übersichtlichen Dialogen tragen Sie eine ausführliche Beschreibung ein, legen das Fälligkeitsdatum fest und weisen bei Bedarf die Aufgabe einem anderen Projektmitglied zu. Die Dialoge sind dabei nahezu selbsterklärend. Was mir an dieser Stelle noch fehlt, ist die Definition von Aufgabenpaketen, um der Struktur des Projekts eine weitere Dimension zuweisen zu können. Auch grafische Auswertungen sind derzeit (noch?) nicht zu finden. Der Service bietet aktuell 100 MB Speicherplatz, um Dokumente und Dateien rund um das Projekt ablegen und teilen zu können. Die Funktionen rund um die Projektkommunikation entsprechen dabei den Standards. Über die Fälligkeit einer Aufgabe lassen Sie sich bei Bedarf per E-Mail erinnern und in einem Notizenbereich, der an ein Blog erinnert, schreiben Sie kurze Artikel, die sich auch per RSS-Feed abonnieren lassen. Das funktioniert alles soweit ganz gut, wenn Sie aber ZCope bereits kennen und dort zufrieden sind, gibt es keinen Grund zu wechseln. Und im direkten Vergleich hat ZCope funktional die Nase vorn. Taskbarn punktet hier, dass es die gleichen grundlegenden Funktionen bietet, aber derzeit (noch) kostenlos ist.
Ende der 90er Jahre, also mitten in der Online-Steinzeit, aus der ich ja entstamme, war eines der gängigen Management-Buzzwords der Begriff “Content-Aggregation”. Schon damals erkannten eine Reihe smarter T-Shirt-Träger, dass es auf Dauer schon lästig ist, sich täglich auf einer Vielzahl immer gleicher Websites einzuloggen (Freemailer, Nachrichtenportale, Banking-Sites) und wollten dem Nutzer eine Menge Zeit sparen, in dem Sie für ihn sowohl das Login übernahmen als auch Informationen direkt von den Fremdseiten in einem eigenen Auftritt anzeigten.
Von diesen T-Shirt-Trägern springt heute niemand mehr, die Cash-Burn-Rate ihrer Gründungen hat sie längst verbrannt, dennoch ist das Problem der multiplen Logins ja immer noch nicht gelöst. OpenID hilft mir dabei nur insoweit, dass ich mir lediglich ein Passwort merken muss, um mich auf einer Reihe von weiteren Angeboten einzuloggen. Das haben sich wohl auch die Macher von eingelogged.de gedacht, die selbst das OpenID-Verfahren unterstützen. Nach der unkomplizierten Eröffnung eines kostenlosen Benutzerkontos können Sie aus einer Reihe von Webanwendungen wählen und auf Ihrer personalisierten Startseite platzieren. Zu jedem Angebot hinterlegen Sie Ihren Benutzernamen und das Passwort, um sich später dann mit einem einzigen Klick später beim jeweiligen Anbieter anzumelden. Das funktioniert reibungslos, aber mehr macht das Portal dann auch schon nicht. Nett und bequem, solange Sie kein Problem damit haben, ihre Passwörter auf einer Drittseite abzulegen.
Wikis eignen sich dank ihrer Vielschichtigkeit perfekt für die Selbstorganisation: Sei es zum Notieren von Einkaufs- und Aufgabenlisten, zur Projektdokumentation oder auch als Zettelkasten. Gerade Einsteiger tun sich allerdings mit dieser Vielschichtigkeit mitunter schwer. Abhilfe verspricht hier der Dienst Springpad.
Seit ein paar Tagen bin ich Mitglied bei Quillp, einer Gemeinschaft für Leser und Autoren. Die Anmeldung ist schnell und unkompliziert. Das Design der Seiten gefällt mir aufgrund der Schlichtheit deutlich besser als etwa Lovelybooks, das ich optisch deutlich zu kommerziell finde. Die Betreiber haben viel von aktuellen Trends aus der Welt des ganzen Socialkrams aufgenommen. So findet sich bereits eine Statusmeldung a’la Twitter auf der eigenen Profilseite.
Nun ist bei einer Buch-Community wahrscheinlich nicht arg vieles Neues zu erfinden. Sie legen Bücher, die Sie gelesen haben oder lesen wollen, Regalen ab und charakterisieren sie mittels Tags. Außerdem besteht die Option, ein Buch gleich in die Hitliste der besten oder schlechtesten Bücher aufzunehmen. Anhand der eingestellten Titel macht die Plattform dann Vorschläge, welche anderen Mitglieder anhand ihrer Vorlieben zu “Lesefreunden” werden könnten. Ebenfalls vorhanden ist die Suche nach anderen Mitgliedern in der Nähe.
Bedienung und Konzept haben mir so gut gefallen, dass ich Quillp weiter eine Chance gebe, mich davon zu überzeugen, meine Sammlung nicht mehr bei Reliwa zu pflegen, wo seit Monaten keine Weiterentwicklung erkennbar ist.
Wer bereits ein eigenes Blog betreibt, wird Diary wohl kaum in Anspruch nehmen, denn eigentlich bieten die Macher ihren Nutzern nichts anderes an, als binnen weniger Minuten ein eigenes Blog einzurichten, das sie aber nicht so nennen.
Die Registierung ist binnen weniger Minuten erledigt und schon wartet das Tagebuch darauf, mit Inhalten bestückt zu werden, wozu ein kleines Fenster auch eifrig animiert. Die Oberfläche ist so einfach wie Twitter gehalten: Sie schreiben sofort los.
Das ist auch bereits der erste Kritikpunkt an dem Service. Wenn Sie mehr als die knapp 160 Zeichen schreiben wollen, die in den Eingabebereich passen, vergrößert dieser sich nicht. Das macht das Verfassen von längeren Tagebucheinträgen eher unkomfortabel. Sobald Sie etwas eingetragen haben, lädt der Service Sie dazu ein, das Tagebuch öffentlich zu machen oder wenigstens mit Freunden und Bekannten zu teilen, die Sie dann per E-Mail einladen dürfen.
Ihre Postings reichern Sie auf Wunsch auch mit multimedialen Inhalten an. So laden Sie Grafiken, Textdokumente aber auch MP3-Dateien mit einer maximalen Größe von 10 MB ganz einfach über den Browser hoch. Die Einträge werden auch per RSS angeboten, aber wenn Sie wissen, was das ist, brauchen Sie Diary wahrscheinlich ohnehin nicht.
Wer wie ich mit vielen Computersystemen und an verschiedenen Orten arbeitet, hat früher oder später das Problem, das ein wichtiges Dokument sich gerade nicht an dem Ort befindet, an dem man es benötigt. Der Zugriff über einen Server bringt aber nicht automatisch eine Lösung, denn dann ist immer noch an die Synchronisation der Daten zu denken. Genau diese Probleme vesprechen Dienste wie Dropbox und auch Docstoc zu lösen. Nebenbei stellen Sie dem Anwender auch eine praktische Lösung zur Verfügung, um Inhalte im Web zu publizieren, ohne sich um HTML-Seiten oder Konvertierungen kümmern zu müssen.
Docstoc bietet eine schnelle und kostenfreie Registrierung an. Wie bei Twidox oder Scribd steht auch hier der Ansatz des Teilens von Informationen im Vordergrund. Mit wenigen Mausklicks laden Sie Office-Dokumente von Ihrem Rechner auf die Plattform hoch. Diese können dann von anderen Besuchern leicht eingesehen werden.
Die Dokumente können Sie direkt über Ihren Browser hochladen oder Sie nutzen eines der angebotenen Werkzeuge. Als besonders komfortabel erweist sich hier der Syncer, der allerdings leider nur in Versionen für MacOS und Windows angeboten wird. In diesem definieren Sie eines oder mehrere Verzeichnisse auf Ihrem System, deren Inhalt dann automatisiert mit Docstoc abgeglichen wird. Die Bedienung der Software ist sehr einfach und das Teil arbeitet zuverlässig.
Insgesamt ist Docstoc blitzsauber aufgesetzt. Werkzeuge und Oberfläche machen Spaß, das Fehlen eines Linux-Uploaders führt zu Abzügen in der B-Note. Allein scheint noch ein Business-Modell zu fehlen.
Was mich am Internet besonders fasziniert, sind Anwendungen, die so schlicht und einfach sind, dass es kaum noch vorstellbar ist, wie man ohne sie auskommen konnte. Dazu zählt auch Bookgoo. Beim ersten Umschauen dachte ich zunächst an einen Klon von Scribd oder Twidox, aber Bookgoo stellt eine andere Funktionalität in den Fokus.
Sie laden Office-Dokumente, PDF-Dateien, aber auch Grafiken und URLs auf die Plattform und laden andere Benutzer dazu ein, die Dokumente zu kommentieren und mit Anmerkungen zu versehen.
Neben der klassischen Notiz, wie sie auch in Word angeboten wird, lassen sich auch Passagen ganz freihändig markieren und mit Zeichnungselementen versehen. Zum Kommentieren und Hochladen von Dokumenten ist ein kostenloses Benutzerkonto erforderlich, das aber mit minimalsten Informationen wie Namen, Passwort und E-Mail eröffnet werden kann. Wenn Sie dies wünschen, stellen Sie Ihre Inhalte völlig öffentlich zur Verfügung, können das Bearbeiten aber auch auf eine von Ihnen zu definierende Benutzergruppe beschränken. Das System arbeitet stabil, ist schnell und schnörkellos. Ein wirklich ansprechendes Werkzeug!
Landauf, landab berichten Blogs derzeit über den neuen Datenspeicher Wua.la, unter dem Motto Socialsoftware goes storage. Auf der Homepage wird besonders auf die lange Betaphase hingewiesen und der Komfort ausgelobt, die 1 GB Speicherplatz, die jeder Benutzer bekommt, ganz bequem unter Windows, Linux und MacOS nutzen zu können. Gerade der plattformübergreifende Aspekt interessiert mich dabei besonders. Also habe ich mir flugs ein Benutzerkonto eröffnet und schaue nunmehr etwas ratlos auf den Service.
Weder in einer frischen Ubuntu-Installation noch einer aktuellen Suse mit aktuellen Firefox gelang mit der saubere Start des Service direkt im Browser. Zwar versuchte dieser brav das Applet zu laden, aber dann ging es nicht weiter. Nun gibt es den Loader als separaten Download, der sich unter beiden System problemlos ausführen liess. Schade nur, dass die auf den Internetseiten ausgelobte Integration in das Dateisystem nicht funktionierte und damit war der versproche Zauber, Dateien einfach per Drag & Drop online stellen zu können, bereits gebrochen.
In einem der dämlichsten Supportsysteme, die ich bisher gesehen habe (man kann das mit dem Socialkram auch deutlich überziehen), fand ich dann eine Anleitung, wie die Integration manuell einzurichten ist. Das funktionierte dann zwar unter Ubuntu, ist aber mit Sicherheit nichts für den unerfahrenen Anwender.
Unter Windows Vista mit SP1 gab es dagegen keine Probleme. Hier funktioniert die Integration. Geboten wird dem Anwender damit eine Online-Festplatte, die das Teilen der gespeicherten Daten mit anderen Anwendern problemlos erlaubt. Als Backup-Medium eignet sich Wuala leider nur sehr bedingt, da Sie alle Dateioperationen manuell ausführen müssen. Gerade der Aspekt eines automatisierten Backups, das auch noch plattformübergreifend funktioniert, finde ich persönlich ganz spannend.
Wem die 1 GB kostenlosen Speichers nicht ausreichen, der kann auch Premium-Nutzer werden und für 15 Euro pro Jahr 10 GB bis hin zu 1 TB für 640 Euro im Jahr erwerben.
Insgesamt hinterlässt Wuala einen zwiegespaltenen Eindruck bei mir. Einerseits ist der Ansatz des Dienstes durchaus interessant, andererseits ist der angebotenen Support zwar modern aber unübersichtlich und die Integration des Dienstes unter Linux nichts für Einsteiger. Was die tosende Begeisterung für Wua.la in den Blogs ausgelöst hat, ist jedenfalls für mich nicht erkennbar, denn das Rad des Filesharing wurde hier keineswegs neu erfunden.
Mit Scribd und seiner iPaper-Lösung gibt es bereits seit längerem eine bemerkenswerte Plattform, auf der Sie Textdokumente veröffentlichen können. Wie bei Youtube betten Sie hier gespeicherte Dokumente bei Bedarf in Ihr Blog ein. Der Besitzer der Datei legt beim Hochladen fest, ob den Lesern erlaubt sein soll, die Dateien auf den eigenen Rechner zu kopieren. Mit Twidox befindet sich nun ein Angebot aus deutschen Landen im geschlossenen Beta-Test.
Das Prinzip des Dienstes ist das gleiche. Sie laden selbst Dokumente hoch oder stöbern in den Textdokumenten der anderen Nutzer, die mittels Tags organisiert werden. Twidox bietet, wie sein Vorbild, genügend Optionen zur Interaktion an. So dürfen Sie andere Dokumente nicht nur bewerten sondern auch kommentieren und mit weiteren Tags versehen. Natürlich fehlen auch die Funktionen nicht, über die Sie Fundstellen in Ihr Blog integrieren oder den Link darauf per IM oder E-Mail weiterleiten. Die Anzeigesoftware arbeitet bereits flott, umfasst aber noch nicht den gleichen Funktionsumfang wie Scribd. Den Machern von Twidox gratuliere ich allerdings bereits schon jetzt zur bisher geleisteten Arbeit und wünsche viel Erfolg mit der Plattform.
Sie suchen nach einer schnellen und sofort einsetzbaren Lösung für ein Online-Brainstorming oder eine andere Besprechung? Scriblink stellt Ihnen ein kostenloses Whiteboard zur Verfügung, an dem die Teilnehmer gemeinsam an der virtuellen Tafel arbeiten können. Zur Nutzung muss auf Ihrem System Java lauffähig installiert sein. Die Teilnehmer der Veranstaltung laden Sie entweder per E-Mail ein oder aber nennen Ihnen die indivuelle URL für Ihr Whiteboard.
Die Zeichenwerkzeuge stellen alle Funktionen zur Verfügung, die sich im Rahmen einer solchen Zusammenarbeit sinnvoll einsetzen lassen. Für die direkte Kommunikation nutzen Sie das integrierte Chatfenster, über das sich auch Dateien versenden lassen. Wollen Sie die Konferenz später fortsetzen, lässt sich die Tafel speichern und später über einen per E-Mail mitgeteilten Link wieder nutzen.