Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt – immer noch moderner Klassiker des Kinderfilms

Sie wissen, was ein „Fliewatüüt“ ist? Dann sind Sie wahrscheinlich Ende der 60er Jahre oder Anfang der 70er Jahre geboren. Und wahrscheinlich haben Sie die seinerzeit teuerste Produktion des WDR entweder direkt bei der Erstausstrahlung gesehen. Oder aber die erste Wiederholung von „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ im Fernsehen verfolgt.

Mehr als zwei Jahre hat der WDR in die Produktion eines Mehrteilers gesteckt, dessen Vorbild ein Ende der 60er Jahre veröffentlichtes Kinderbuch ist. Die Geschichte selbst ist ebenso charmant, wie schnell erzählt. Sie enthält alle Zutaten für eine Handlung, die Kinder einfach fesseln muss. Denn in Film und Buch ist genügend Stoff, um sich mit den Figuren identifizieren zu können.

Tobias geht in die 3. Klasse und hat ein besonderes Fahrzeug erdacht. Es kann fliegen, auf dem Wasser schwimmen und auf der Straße fahren. Nur gebaut hat er sein „Fliewatüüt“ noch nicht. Das hat der kleine Roboter (Robbi) für ihn erledigt. Der geht ebenfalls in die 3. Klasse und hat heimlich die Pläne nachts fotografiert und die kleine Flugmaschine gebaut. Robbi steht vor seiner jährlichen Abschlussprüfung und darf sich Hilfe suchen. Er wählt als „menschlichen Freund“ den Erfinder Tobbi. Gemeinsam machen sich die beiden (natürlich ohne den Eltern Bescheid zu sagen) gleich auf, um drei knifflige Aufgaben zu lösen.

Wer möchte nicht einen starken Roboter zum Freund haben und Abenteuer erleben? Noch dazu in einem Fahrzeug, das an einen Hubschrauber erinnert? Das Buch von Boy Lornsen ist ein Kinderbuchklassiker, den Armin Maiwald (genau, der von der „Maus“) kongenial verfilmt hat.

Statt auf Schauspieler setzte er auf Puppen, die er aber in der realen Natur auftreten lässt. Um einen realistischen Eindruck zu erreichen, setzen die Macher auf die damals moderne Bluescreen-Technik. Als Hintergrund wurden Aufnahmen verwendet, die aus Hubschraubern heraus gefilmt wurden. Vor diesen Aufnahmen agierten die Puppenspieler und schufen damit ein (aus Sicht eines Kindes) ungeheuer realistisches Erlebnis. Diese Besonderheit der Produktion machte die Herstellung so aufwändig und zugleich teuer. Denn damit die Figuren vor der Kulisse auch möglichst realistisch wirkten, mussten die im Buch eine Rolle spielenden Türme der dreieckigen Burg oder der gelbschwarze Leuchtturm gebaut werden. Beide mit immerhin einer Höhe von 9 Meter.

Von diesen Schwierigkeiten und den Aufwänden bei der Herstellung des Mehrteilers hatten wir Kinder damals natürlich keine Ahnung. Wir schauten gefesselt auf den Bildschirm und verfolgten gespannt die Abenteuer der beiden Freunde.

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Die DVD-Edition macht nicht nur den älter gewordenen Zuschauern von damals Spaß. Auch die Kinder von heute werden genauso gebannt die Reise der ungleichen Freunde verfolgen. Denn mit „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ ist dem Team um Armin Maiwald ein echter Klassiker gelungen. Sehenswert auch die Extras, die ausführliche Blicke hinter die Kulissen ermöglichen. Unbedingt ansehen!

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