Hamburg Freezers – Dupuis und Mitchell haben die Haare schön. Sieg gegen Ingolstadt (17.11.2013)

Eigentlich könnte man den Spielbericht der Begegnung gegen die DEG nahtlos fortschreiben. Unter der eher bescheidenen Leitung des offensichtlich überforderten Schiedsrichter-Duos Bauer und Vogl (um das hässliche Wort der Schieberei mal zu vermeiden) ging es am gestrigen Tage gegen den ERC Ingolstadt. Die Ingolstädter hatten wohl den Schiedsrichtern ein eigenes Regelbuch mitgebracht, denn gleich dreimal hintereinander durften die Gäste  mit 6 Feldspielern aktiv sein. Die Wechselszone und das nicht aktiv in das Spielgeschehen in selbiger eingreifen, wurden jedenfalls sehr großzügig ausgelegt.

Ein Blick auf den Spielberichtsbogen legt eine überaus faire Partie nahe. Auf dem Eis wurde dagegen um jeden Zentimeter verbissen gekämpft und das durchaus mit vielen Nickligkeiten, die aber ebenfalls großzügig übersehen wurden. Aber alles denn doch merkwürdig körperlos. Schmalspur-Eishockey. Zu den wichtigsten Fakten:

  • Ex-Freezers Patrick Köppchen sagte vor und angeblich auch nach dem Spiel, er habe sich auf Hamburg gefreut. Naja, dann hätte es ihm aber auch gut gestanden, den Fans mal kurz zu winken, wie es etwa Barta tat. So wirkte die Freude denn doch sehr zurückhaltend.
  • Der offizielle Facebook-Beauftragte der Hamburg Freezers meinte ein von den Torhütern dominiertes Spiel gesehen zu haben. Vielleicht vorher zu viel Fußball oder Halma betrachtet, der gute Mann. Die Freezers treffen das leere Tor nicht. Sicher hat Pielmeier auch den einen oder anderen Puck gehalten. Aber fünf Großchancen einfach liegen zu lassen, obwohl der gegnerische Goalie geschlagen ist, wird sich spätestens in den Duellen gegen die wieder erstarkten Berliner oder die Haie aus Köln rächen.
  • Der Rückstand war fast vorprogrammiert. Eine eher schwächere Phase der Freezers, die ja nach wie vor in der Verteidigung eher schwach aufgestellt sind. Doch erneut Kompliment an Matt Pettinger, der wieder einen guten Job als Aushilfe machte.
  • Die beiden Fehleinkäufe Dupuis und Mitchell haben dagegen wirklich nach wie vor die Haare schön. Aber nicht einmal ein Garrett Festerling, der dazu abkommandiert zu sein scheint, kann die beiden zum Jagen tragen. Bei Dupuis müsste mal so langsam die Umstellung auf das europäische Eis erfolgen, sonst ist die Saison herum und er hat der Mannschaft immer noch nicht geholfen.
  • Insgesamt ein eher schwächeres Spiel lieferten Jakobsen, Krämmer, Möchel und auch Oppenheimer ab. Inzwischen gewohnt schlecht die beiden gerade erwähnten Dupuis und Mitchell. Und David Wolf sollte vielleicht einfach mal versuchen, mehr Flaake zu bedienen, statt dem ersten Tor seit 13 Spielen hinterherzulaufen und aus wirklich haarsträubenden Positionen zu versuchen, das Tor zu treffen.
  • Überaus wach und gut gespielt hat James Bettauer, der sehr sicher beim For- und Backchecking wirkte.
  • Das Spiel hätte eigentlich in der regulären Spielzeit entschieden werden müssen, aber die Chancenverwertung…So kam es zur Overtime, in der Morton Madsen endlich mal wieder das tat, wofür er nach Hamburg geholt wurde. Das Tor treffen (als reaktionsschnellster Spieler den Puck irgendwie reinhauen)!

Fazit: Der Sieg für die Freezers geht in Ordnung. Das hätte man aber auch bei einem Triumph des ERC schreiben können. So richtig gut gespielt war es nicht, aber auch nicht so richtig schlecht. Begeisternd oder mitreißend war das nicht.

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