„Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“ (Watchever-Rezension)

Der schwedische Film „Die Kunst, sich die Schuhe zu binden“ wird mit Sicherheit schnell bei Watchever übersehen. Auf den ersten Blick scheint die Handlung langweilig zu sein. Ein (noch) junger Mann sucht nach einem Job. Die Mutter seines Kindes will nichts mehr von ihm wissen, weil er es einfach nicht schafft, sich eine Arbeit zu suchen, die den Mann und die Familie ernähren kann. Und so landet er in einer Einrichtung für behinderte Menschen.

Als Aussenseiter tritt er in die geschlossene Welt der Einrichtung ein. Seine Kolleginnen beschränken sich inzwischen darauf, die Bewohner zu verwalten und Ihnen Dinge beizubringen, die nach ihren eigenen Maßstäben für das Leben als „Nichtbehinderter“ wichtig sind. Dazu gehört, sich allein die Schuhe binden zu können. Und gegen diese Haltung begehrt der Held des Filmes auf.

Sicherlich hätte man das Thema „Förderung behinderter Erwachsener und deren Bevormundung durch die eigenen Eltern“ kritischer angehen können. Aber die faszinierende Präsenz der Heimbewohner, die auch in der Synchronisation spürbar bleibt, überspielt das stellenweise eher schwache Drehbuch. Herausgekommen ist ein unterhaltsamer, stellenweise trauriger Film, der seinen Darstellern viel Sympathie entgegenbringt.

Meine Wertung:

4 von 5 Sternen
 

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