Wow, wie beschissen: Die Welt der Klick-Arbeiter – Digital – sueddeutsche.de

Sein Algorithmus der Empfehlungen und Bewertungen wirkt wie ein wunderbarer Kurzschluss durch den Informationsdschungel. Niemand kennt diesen Algorithmus, aber was er leistet, ist klar: Suchmaschinen protokollieren unsere Aufmerksamkeit. Sie gehen davon aus, dass wichtig ist, was die wichtigen Anderen wichtig finden. Und dass die meisten wollen, was die meisten wollen. Dafür hat sich der Ausdruck „kollaborativer Filter“ durchgesetzt. Zu Deutsch: meinesgleichen geschieht. Und weil ich das Urteil von meinesgleichen nutze, um mich im Dschungel der Informationen und Optionen zurechtzufinden, können Firmen wie Amazon ein Marketing der Vorlieben entwickeln. „Kunden, die A kauften, haben auch B und C gekauft.

Das ist so ziemlich der unlesbarste Text, den ich seit langer Zeit konsumiert habe. Wenn es im Kopf eines Gelehrten so wirr zu geht, kriegt der hoffentlich keine Steuergelder für seine Arbeit.

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6 Antworten auf Wow, wie beschissen: Die Welt der Klick-Arbeiter – Digital – sueddeutsche.de

  1. Anonymous 30/8/2010 at 9:01 #

    Hmm, bisher 28 Bewertungen sagen das dieser Kommentar „wow, echt bescheiden“ ist.

    • Stephan Lamprecht, Ahrensburg 30/8/2010 at 12:56 #

      Jupp und 27 davon von der gleichen IP-Adresse. Das ist dann nicht wirklich ernst zu nehmen. Schade, dass Du Dich nicht getraut hast, Deinen Namen zu nennen.

      Grüße

      Stephan

  2. cervo 30/8/2010 at 10:06 #

    Der Autor, Norbert Bolz, ist gar nicht so wirr. Er spielt höchst manipulativ mit Worten, seine Rhetorik verkauft ein extrem konservatives Weltbild. Bei dem vorliegenden Artikel geht für ihn die Gefahr fürs Private vom Web 2.0 aus, insgesamt ist das Internet böse, der Staat wird aber aussen vor gelassen.

    Im Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/die-politische-rechte-steht-fuer-buergerlichkeit/1902294.html) hat dem Mann desletzt eine Partei rechts der CDU gefordert, er tritt offensiv für eine christliche Leitkultur und ein traditionelles Familienbild ein. Selten ist er so offen.

  3. Claudia 30/8/2010 at 10:49 #

    Was ist denn bitte daran „wirr“? Das sind doch ganz klare, verständliche Sätze.

    • cervo 30/8/2010 at 11:41 #

      Das kommt auf den Empfänger des Text drauf an.

      Für jemanden der sich mit dem „Internet“ wirklich auskennt sind seine Satzfolgen wirr, er springt inhaltlich von Thema zu Thema ohne wirklich etwas zu sagen.

      Für jemanden der sich nur diffus mit der Thematik auskennt (also 85% der Bevölkerung) klingt das alles toll, endet mit irgendeinem (populärem) Vorwurf gegen Google, der allerdings durch ein „Selbst Schuld“ relativiert wird.

    • Stephan Lamprecht, Ahrensburg 30/8/2010 at 12:57 #

      Hallo, Claudia,

      hast Du Dich durch den ganzen Text gequält? Mein Zitat war schon ein Höhepunkt der Verständlichkeit.

      Grüße

      Stephan

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