Martin Suter: Der Koch

Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht sonderlich häufig über das Werk von Martin Suter gestolpert bin. Vor einigen Monaten habe ich dann sein Buch “Der letzte Weynfeldt” gelesen und war regelrecht begeistert. Mit großem sprachlichem Geschick hingeworfene Figuren, die authentisch und nachvollziehbar agierten, ein einfacher Handlungsstrang, der dennoch Spannung aufkommen ließ und ein überraschendes Ende. Ein kleines Meisterwerk, das als Kriminalroman daherkam. Deswegen landete auch “Der Koch” auf meinem Stapel ungelesener Bücher.

Auch hier habe ich die gleichen Qualitäten vorgefunden. Der eigentliche Handlungsstrang ist schnell erzählt und das Ende überraschend. Die Kulisse der Handlung bildet die Schweiz im Jahre 2008, als eine schlechte Nachricht über die Finanzkrise die nächte ablöste. Seine Charaktere sind fein gezeichnet und gut beobachtet, wirken aber wie flüchtige Skizzen von genialer Kraft. Keine langen tiefenpsychologische Monologe, sondern Empfindungen und Gefühle, die aus dem Leben gegriffen scheinen. Ein schöne und kurzweiliges Buch, das sich bei ein oder zwei Gläsern Wein an einem Abend vergnüglich durchlesen lässt.

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