Nun ist der, das Business Punk

Nun ist die neueste Kreation aus dem Hause Gruner+Jahr auch an den Kiosken erhältlich. Der „Business Punk“ wartet auf seine Leser. Mit einem Kaufpreis von 6 Euro sicherlich nicht gerade ein Mitnahmeartikel, möchte das Heft wohl diejenigen Kräfte in der Wirtschaft ansprechen, die sich innerlich als „Punks“ mit der dazugehörigen Attitüde des Freiheitsdrangs verstehen. Als Vorzeigeobjekt musste, wen wundert es,  der Gründer von Virgin Records, Richard Branson, herhalten, dem eine umfangreiche Geschichte gewidmet ist. Das Layout des Heftes versucht, die inzwischen übliche Ästhetik des Web auf Print zu übertragen. Der eine oder andere Farbakzent weniger hätte meiner Ansicht nach nicht geschadet, denn irgendwie findet das Auge keine rechte Ruhe und Orientierung. Schade, denn die Geschichten sind lesenswert. Sehr lebendig geschrieben, fand ich den (Selbst-)Versuch zweier Autoren auf den Spuren der Nacht durchzuarbeiten. Ebenfalls gelungen der Essay über den Mythos der Sekretärin. Herausgekommen ist jedenfalls ein kurzweiliges, gut produziertes Heft. Und das verdient ohnehin bereits Anerkennung, angesichts der Hiobsbotschaften und Schlagzeilen aus der deutschen Verlagsszene. Allerdings liegt die Messlatte auch mit diesem ersten Heft recht hoch. Denn ob für die Folgeausgabe wieder ein solcher Themenmix gefunden werden kann? Ich befürchte, dass der Redaktion ziemlich schnell die berichtenswerten „Punks“ ausgehen werden, denn die Wirtschaft besteht eben nicht nur aus lauter Richard Bransons oder Lars Hinrichs. Ich bin auf die nächste Ausgabe gespannt. 

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